10. Februar 2010

Die grosse Clownshow

10.02.10 - Als Poet, Akrobat, Clown, Kabarettist und Musikscharlatan, dessen virtuosestes Instrument der eigene Körper ist, wird Olli Hauenstein gerne beschrieben. Der bekannte Schweizer Künstler gehört in Europa zu den renommiertesten in seinem Fach. Und nun zeigt er seine Stücke im Stadttheater Konstanz.


Olli Hauenstein (Foto: clown.ch)

Am Sonntag, 14. Februar, 20 Uhr, gastiert er mit seinem Solo-Stück „Piano & Forte“ im Konstanzer Stadttheater. Bei seinem letzten Auftritt in Konstanz war das Stadttheater restlos ausverkauft, und nicht alle Interessierten haben Platz gefunden, also rechtzeitig reservieren. Die Begeisterung war riesig und Hauenstein freut sich wieder in Kostanz spielen zu können. Inzwischen hat er mit dem Stück fast die ganze Welt bereist, an der Expo 08 in Zaragoza sorgte er für Besucherrekord im Schweizer Pavillon.

Passend zum Frühlinsanfang am 21.März bringt Hauenstein sein Stück „fool position - fun and foul in sports“, nach Konstanz. Wenn die Radler wieder den Bodensee umkreisen und die Walker und Jogger den Seerücken durchkämmen, dann können wir im Stadttheater bei Hauensteins Sport Clownerien die Bauchmuskeln trainieren. Der Künstler Hauenstein hat schon einige Auszeichnungen gesammelt, unter anderem den ersten Preis beim Wettbewerb „Clown Planet International“ oder den „Golden nose award“, doch zu seinen Referenzen gehören nicht nur Theater- und Comedyfestivals weltweit. Er tourte auch mit Circus Knie und Circus Roncalli. Für ein TV-Projekt war er beim Cirque du Soleil in Montreal und gehörte zum Kulturprogramm vieler internationaler Events wie Expo02 CH, Olympische Spiele Athen 2004, Expo08 Zaragoza.

Er ist auch als Schauspieler, Theaterlehrer und Regisseur unterwegs. Seine Kunst kennt keine Sprachgrenzen, sein Humor ist international. Zusammen mit seiner Familie lebt er in Sommeri im Thurgau. Hier wachsen seine Ideen und entstehen seine Stücke. Die ländliche Idylle gibt ihm Raum und Ruhe für seine schöpferische Arbeit. Die Inputs bekommt er überall im Leben, nicht zuletzt auf seinen Tourneen. Beim Reisen hat er viel Gelegenheit die Menschen zu beobachten, um ihnen dann als Clown den Spiegel vor zu halten.

Karten gibt es an der Theaterkasse, Reservierungen möglich per Telefon unter 0049 (0)7531 900150.

8. Februar 2010

Sole sprühen statt Salz streuen

08.02.10 - Im Thurgau enteist der Werkhof von Steckborn seit drei Wintern die Strassen mit Solewasser und spart Geld dabei. Zudem kann Sole immer geliefert werden, wie die TZ berichtet.

Steckborn - Dieser Winter gebärdet sich als echter Winter und das Streusalz wird knapp. Deswegen schränkte Kreuzlingen schon vor Tagen den Winterdienst ein. Doch in Steckborn kann das nicht mehr passieren. Das hat aber nichts damit zu tun, dass dort grössere Berge an Streusalz lagern. Seit drei Jahren wird in Steckborn Sole auf die Strasse gesprüht. Bei Sole handelt es sich um Salzwasser, genauer um eine ungefähr 30-prozentige Salzlösung. «Sole kann immer geliefert werden», sagt der Steckborner Bauamtsleiter Franz Weibel. Zudem spart Steckborn mit dieser Methode Geld und tut etwas für die Umwelt. Und das zieht in diesem Winter das Interesse anderer Werkhofchefs auf sich. Rund ein halbes Dutzend informierten sich schon in Steckborn, wie das mit der Sole funktioniert. Denn Steckborn ist in dieser Hinsicht ein Vorreiter. «Ich kenne keinen anderen Werkhof im Thurgau, der mit Sole arbeitet», sagt Weibel. Dagegen sei diese Methode auf dem Flughafen Kloten oder auch in Österreich üblich. In diesem Winter machte die Gemeinde Fällanden im Kanton Zürich erstmals Erfahrungen mit Sole im Winterdienst. Weibel kennt das häufigste Missverständnis: Die meisten denken, bei Sole werde Streusalz in Wasser aufgelöst. Mitnichten.

Frühlings-Party im EZO

08.02.10 - Bei guter Musik in der festlich dekorierten Halle Tafeln und dann mit der Stimmungsband "Blaumeisen" Party feiern. Am Samstag 24. April 2010 ab 19 Uhr beginnt die Fete. Sichern Sie sich Ihre Karten unter Tel. 071 466 10 70.

Eintritt CHF 20.-/18.-* mit Essen CHF 65.-/58.-*. * im Vorverkauf


4. Februar 2010

"Klassisch Fisch" - Eine neue Kreation!

04.02.10 - Klassisch Fisch ist eine neue Kreation der Nonnenhorner Gastronomie. Lassen Sie sich entführen in die virtuose Welt der klassischen Musik von der Renaissance bis zur Moderne und erleben Sie die Vielfallt dieser grandiosen Musikepochen.

Tauchen Sie ein in ein stilvolles Ambiente und lassen Sie sich verzaubern von hochkarätigem Musikgenuß. Genießen Sie die Leichtigkeit des Seins und die köstlichen Kreationen aus Fisch und Meeresfrüchten. weiter >

Jugend musiziert

04.02.10 - Friedrichshafener Musikschüler stellen sich beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ vor Musikschule als musikalische Begegnungsstätte.

240 junge Musikerinnen und Musiker beteiligten am Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in der Musikschule Friedrichshafen. Sieben Schüler der Musikschule Friedrichshafen gewannen einen ersten Preis und haben damit den Landeswettbewerb erreicht, der vom 19. bis 21. März von der Musikschule in Friedrichshafen vorbereitet wird.


20 Schülerinnen und Schüler der Musikschule erreichten den Landeswettbewerb „Jugend musiziert“. Dieser findet vom 19. bis 21. März in Friedrichshafen statt.

Sehr erfolgreich schlossen die Schülerinnen und Schüler der Musikschule Friedrichshafen beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ ab. Sieben haben den Landeswettbewerb in Friedrichshafen erreicht: Jonas Versen (Duo Klarinette, 25 Punkte), Mira Deschler und Laurenz Gabriel Kienitz (Harfen-Ensemble, 24 Punkte), Simon Bernhard (Duo Klarinette, 24 Punkte), Sidonie Schuster (Violine, 23 Punkte) sowie Marcel Geppert und Roman Stark (Zupf-Ensemble, 23 Punkte).

Ebenfalls einen ersten Platz erreichten Lennart Schuster (Violine, 23 Punkte) und mit jeweils 22 Punkten Heinrich Lange und Melissandre Klaus (Zupf-Ensemble) und Pascal Bühler (Percussion). Einen ersten Platz mit jeweils 21 Punkten haben Severin Hauke und Ellen Beck (Duo Posaune und Klavier) sowie Catarina Weiland (Violoncello) eingespielt.

Zweite Preise im Fach Violine haben erreicht: Noah Loebermann (20 Punkte), Elena Spahn (20 Punkte), Lenja Ströbele (18 Punkte) und Madlen Beck (17 Punkte). Einen dritten Preis erhielten Jacqueline Wagener (Violine, 16 Punkte) und Jannes Wypyrsczyk (Violine, 15 Punkte).

„Der Wettbewerb hat gezeigt, dass an der Musikschule eine gute Arbeit geleistet wird. Ich bin begeistert, welch musikalische Spitzenleistungen von den Jugendlichen zu hören waren“, erklärte Sabine Hermann, Leiterin der Musikschule Friedrichshafen. An den beiden Tagen des Wettbewerbs, so Hermann weiter, war die Musikschule eine musikalische Begegnungsstätte für 240 Jugendliche. Besonders positiv beschrieb Hermann die Atmosphäre während des Wettbewerbs. „Die jungen Musiker hörten einander aufmerksam zu. Manche Kinder brachten sogar ganze Fanclubs mit nach Friedrichshafen“, so Hermann.

Zwanzig Schüler haben Preise eingespielt, von denen sieben junge Musiker eine Empfehlung für den Landeswettbewerb erhielten. Dieser findet vom 19. bis 21. März in der Musikschule in Friedrichshafen statt. Hermann dankte den Musiklehrern Alain Wozniak, Simone Häusler, Isabella Hekala, Christian Bootz, Harald Fuchsloch, Horst Guist, Adriana Lang und Frank Westphal, die ihre Schülerinnen und Schüler hervorragend auf den Wettbewerb vorbereitet haben. „Um einen solchen Wettbewerb organisieren zu können, bedarf eines großen organisatorischen Aufwandes im Hintergrund“, erklärt Hermann. Hier leistete Elisabeth Raither-Hässler, Mitarbeiterin der Musikschule, engagierte Arbeit. Hermann dankte ihr wie auch dem Hausmeisterehepaar Hubert und Renate Hüttenhofer, die dafür sorgten, dass die Jugendlichen, Eltern und Zuhörer in den Pausen und bis zur Veröffentlichung der Ergebnisse betreut wurden.

Wer hat etwas verloren?

04.02.10 - Videokamera und Billardschläger warten auf Eigentümer.

Im Fundbüro der Stadt Friedrichshafen wurden im Januar mehrere Haus- und Autoschlüssel, sechs Brillen, eine Tasche und zwei Handys abgegeben. Unter den Fundsachen sind auch Bargeld, drei Ringe, ein Billardschläger, eine Videokamera, eine Kette und verschiedene Kleidungsstücke. Die Fundgegenstände können beim Fundamt im Rathaus, Adenauerplatz 1, abgeholt werden. Alle Fundgegenstände können auch im Internet unter www.friedrichshafen.de rund um die Uhr abgefragt werden.

Im Tierheim warten ein Kaninchen und zwei Katzen auf ihre Besitzer. Das Tierheim ist täglich, außer mittwochs, sonntags und an Feiertagen, von 15 Uhr bis 18 Uhr geöffnet. Die Zufahrt führt an der Zeppelin-Halle vorbei in Richtung Gerbertshaus. Telefonisch sind die Mitarbeiter des Tierheims unter der Nummer 0049 (0)7541 / 63 11 zu erreichen.

Güttingen: Uferweg wird gesperrt

04.02.10 - Der Uferweg Güttingen wird im Februar wegen umfangreicher Holzarbeiten gesperrt. Das Baumpflegeprojekt wird auch vom Bund finanziell unterstützt, wie heute das Thurgauer Tagblatt (Daniela Ebinger) berichtet.


Baumpflege: Ruedi Schum, Ruedi Lengweiler und Jack Eugster (v. r.). Bild: Daniela Ebinger

Güttingen - Der Uferweg zwischen Güttingen und Kesswil zähle zu den schönsten Wegstrecken am Bodensee, sagt Ruedi Lengweiler, Förster und technischer Sachbearbeiter des Kantonalen Forstamtes. "Eine Vielzahl der Vogelwelt kann hier beobachtet werden. Zu erwähnen ist auch der Strandrasen mit seiner seltenen Flora, wie zum Beispiel dem Bodensee-Vergissmeinnicht."

Sicherer machen
Viele alte, knorrige Eichen säumen den Weg. "Am alten Baumbestand ist die Zeit nicht spurlos vorbeigegangen. Viele Eichen werden von Buchen bedrängt", erklärt Förster Ruedi Schum aus Güttingen. Manche Eichen sollen mehr Platz erhalten, damit die Äste der beachtlichen Kronen nicht absterben. Der Uferweg zwischen Güttingen und Kesswil wird deshalb im Februar für ein Baumpflegeprojekt gesperrt. "Um den öffentlichen Weg sicherer zu machen, muss bei einzelnen toten Bäumen die Krone zurückgeschnitten werden", so Ruedi Lengweiler. Dadurch könne der Baumstrunk von Spechten und anderen Lebewesen weiter benutzt werden. Schon 2009 wurde bei einem Pflegedurchgang der Weg abgesperrt und aufgeräumt. Unter der Leitung von Baumpflegespezialist Roger Tanner aus Erlen haben der Gruppenleiter der Stiftung Mansio, Münsterlingen, und seine Mitarbeiter, Menschen mit psychischen und geistigen Beeinträchtigungen, Dürrholz und Bruchäste entfernt.

Gutes Winterwetter
"Das bevorstehende Projekt ist für unsere Mitarbeiter eine sinnvolle Beschäftigung, bei der sie tatkräftig mitwirken können", erläutert Jack Eugster, Leiter der Mansio-Gartengruppe. Bevor mit den Arbeiten gestartet werden kann, wurden von Ruedi Lengweiler, Ruedi Schum und Jack Eugster die Objekte angezeichnet und ein Protokoll erstellt. Damit die Bodenbeschaffenheit geschont bleibt, ist trockenes Winterwetter für dieses aufwendige und kostenintensive Baumpflegeprojekt eine wichtige Voraussetzung.

3. Februar 2010

Mehr Zuzüger, mehr Geburten

03.02.10 - Im Jahre 2009 wurden bei der Kreuzlinger Einwohnerkontrolle insgesamt 1794 Neuzuzüger verzeichnet. 52 Prozent davon kamen aus der Schweiz - die meisten aus Thurgauer Gemeinden - 48 Prozent zogen aus dem Ausland in die Grenzstadt. Weggezogen sind im gleichen Zeitraum 1319 Einwohner, 914 in eine andere Schweizer Gemeinde, 405 ins Ausland. Die Stadt verzeichnete im vergangenen Jahr einen Geburtenüberschuss, dass heisst, es wurden 170 Kinder geboren, während 145 Einwohner verstarben. 2008 waren diese Zahlen gleich hoch, und 2007 verzeichnete man noch ein Defizit, wie heute das Thurgauer Tagblatt berichtet.

Insgesamt ergibt dies für 2009 ein Netto-Bevölkerungszuwachs von genau 500 Einwohnern. Den grössten Teil davon machen deutsche Staatsangehörige aus. Ende Jahr lebten insgesamt 400 Personen mehr aus dem Nachbarland in Kreuzlingen als zu Beginn. Schweizer Staatsbürger wohnen 30 mehr in Kreuzlingen. Von den 19 000 Kreuzlinger Einwohnern sind heute 48,6 Prozent Ausländer. Am 31. Dezember 2008 lag der Anteil noch bei 47,8 Prozent.


Kein Geschrei um die Deutschen
Die Stadt Kreuzlingen wächst im Rekordtempo. Vor allem Deutsche zieht es in die Grenzstadt. Stadtammann Andreas Netzle über das Zusammenleben mit den neuen Bewohnern und die Zukunftsaussichten.

Herr Netzle, Kreuzlingen hat die Marke von 19 000 Einwohnern letzte Woche geknackt. Innert eines Jahres ist die Bevölkerung um 500 Personen gewachsen. Wer sind die neuen Kreuzlinger?
Andreas Netzle: Es sind grösstenteils Erwerbstätige. Die vielen Deutschen werden von der Erwerbsmöglichkeit und von der Nachbarstadt Konstanz angezogen. Dort sind Bauland und Wohnungen knapp und durch die Personenfreizügigkeit spielt es eigentlich keine Rolle mehr, auf welcher Seite der Grenze sie wohnen. Grundsätzlich gibt es für den Bevölkerungsanstieg viele Faktoren und Voraussetzungen. Der grosse Zuwachs kann aber nur erfolgen, wenn es auch genügend Wohnraum gibt und der Arbeitsmarkt dies zulässt.

Was bedeutet ein solcher Zuwachs für die Stadt?
Netzle:
Die Struktur der Zuwanderer hat sich in der Vergangenheit verändert. Früher kamen viele Ausländer mittels Familiennachzug der Gastarbeiter nach Kreuzlingen. EU-Bürger, die seit der Freizügigkeit kommen, brauchen eine Stelle und bezahlen dann auch ihre Steuern. Der Rückgang des Steuerertrags bei Firmen und Unternehmen konnte durch diesen Zuwachs bei den Privatpersonen in den letzten Jahren kompensiert werden.

Bleiben denn die Deutschen in Kreuzlingen?
Netzle:
Dieser starke Zuwachs aus Deutschland ist nicht unbedingt nachhaltig. Die Leute sind mobiler als früher. Wenn sich die wirtschaftliche oder steuerliche Situation und der Bodenpreis ändert, gehen sie eher auch wieder weg. Als Beispiel: Wenn Deutsche ihre Kinder in Konstanzer Schulen schicken, zeigt dies, dass sie sich nicht voll auf den Wohnort Kreuzlingen eingelassen haben.

Ist das nicht ein Risiko?
Netzle:
Nur ein theoretisches. Kreuzlingen und auch die umliegenden Gemeinden sind ein vorteilhafter Standort. Nicht nur wegen der schönen Lage.

Nun rechnet man im Moment aber nicht mit einem Rückgang, sondern einer weiteren Zunahme der Bevölkerung. Wie weit kann Kreuzlingen noch wachsen?
Netzle: In der Stadtentwicklungsplanung (Step) haben wir langfristig mit einem Wachstum von durchschnittlich 0,5 bis 1 Prozent gerechnet. Wenn man die bestehenden Bauzonen voll ausnützt, gibt es noch Potenzial für etwa drei- bis viertausend Einwohner. Dabei muss aber vor allem im Zentrum die Siedlungsstruktur verdichtet werden.

Was ist mit der Infrastruktur?
Netzle:
Die Kapazitäten der Strassen reichen aus. Natürlich werden wir weiterhin an einer guten Erschliessung arbeiten und im Rahmen des Agglomerationsprogramms auch den öffentlichen Verkehr fördern.

Das Zusammenleben zwischen Schweizern und Deutschen funktioniert nicht überall reibungslos.
Netzle:
Kreuzlingen hat eine lange Erfahrung mit einem hohen Ausländeranteil. Auch die über 20 Prozent Deutschen «verkraften» wir gut – jedenfalls besser als die Zürcher, die zurzeit ein Geschrei um ihre weit unter zehn Prozent Deutschen machen. Wichtig ist einfach, dass sich die deutschen Zuzüger bewusst sind, dass auch sie etwas für ihre Integration tun müssen.

Ist Kreuzlingen als Grenzstadt ein Sonderfall bei der Integration?
Netzle:
Wenn ein so massiver Zuwachs an Einwohnern aus einer Nation stattfand, führte das schon immer zu gewissen Spannungen. Zuerst die Italiener und Spanier, später die Tamilen und die Menschen vom Balkan. Ich bin zuversichtlich, dass die Kreuzlingerinnen und Kreuzlinger auch diesen momentan massiven Zustrom aus einem Land gut aufnehmen und Vorteile daraus ziehen.

Wenn das Wachstum in diesem Tempo weitergeht, werden in der Stadt bald mehr Ausländer als Schweizer leben.
Netzle:
Auf diesem hohen Niveau macht das keinen Unterschied mehr. Selbstverständlich müssen wir ständig an der Integration arbeiten. Der Ausländerbeirat ist ein Beispiel für unsere Bemühungen. Wir erwarten aber auch von den Deutschen, dass sie sich auf ihren Wohnort mit seinen Möglichkeiten der Beteiligung am gesellschaftlichen Leben einlassen.

Interview: Urs Brüschweiler, Thurgauer Tagblatt

2. Februar 2010

Friedrichshafen mit neuer Broschüre

02.02.10 - Gemeinderat und Stadtverwaltung: Neue Broschüre informiert über den Gemeinderat.

24 Seiten stark ist die neue Broschüre „Gemeinderat und Stadtverwaltung“, die jetzt druckfrisch erschienen ist. Sie informiert über den Gemeinderat und seine Ausschüsse. Erhältlich ist sie ab Donnerstag, 4. Februar im Rathaus, im Technischen Rathaus, im Bürgeramt Fischbach und in den Ortsverwaltungen.

In den Farben der Stadt grün / weiß präsentiert sich die neue Infobroschüre „Gemeinderat und Stadtverwaltung“ attraktiv und ansprechend mit viel Wissenswertem über den Gemeinderat und die Stadtverwaltung. Am 7. Juni 2009 wurde der neue Gemeinderat von den Bürgerinnen und Bürger für fünf Jahre gewählt. Das Gremium besteht aus 40 Stadträtinnen und Stadträten in sieben unterschiedlichen politischen Gruppierungen. Die neue Broschüre gibt Auskunft über den Gemeinderat, seine Ausschüsse, die Stadtverwaltung und die Ortschaften. Sie enthält eine Auflistung aller Stadträtinnen und Stadträte mit Adresse und Telefonnummern und stellt die Verwaltungsleitung der Stadt und die Dezernate vor. In der Mitte des Heftes finden Interessierte auf einer Doppelseite die Sitzordnung während der Sitzungen. Darüber hinaus stellt das Druckwerk auf vier Seiten die Ortschaften und die Zusammensetzung der Ortschaftsräte vor.

Ab Donnerstag, 4. Februar ist die Info-Broschüre im Rathaus, im Technischen Rathaus, im Bürgerbüro in Fischbach und in den Ortsverwaltungen erhältlich. Erschienen ist sie in einer Auflage von 2.000 Stück im Weka-Verlag. (Stadt Friedrichshafen).


Jasmin Saltik hält die neue Broschüre
„Gemeinderat und Stadtverwaltung“ in den Händen,
die ab Donnerstag, 4. Februar im Rathaus erhältlich.

Tausende pendeln in die Schweiz

02.02.10 - Der Schweizer Arbeitsmarkt bleibt attraktiv für Grenzgänger. „Die Nachfrage ist hoch“, sagt Rüdiger Salomon von der Arbeitsagentur Konstanz. Der Fachmann rät, sich gründlich über die Arbeitsbedingungen im Nachbarland zu informieren, um böse Überraschungen zu vermeiden und verweist auf den Grenzgänger-Infotag am Mittwoch, wie heute der Südkurier Konstanz berichtet.

Konstanz - Der Pendlerstrom über die Grenze reißt auch mit der Wirtschaftskrise nicht ab. Bis Mitte des Jahres 2009 ist die Zahl der Grenzgänger in den Kantonen Zürich, Thurgau und Appenzell Innerrhoden zum Teil sogar deutlich gestiegen, obwohl auch dort die Zahl der offenen Stellen sank. Allein der Kanton Zürich verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg um 359 Grenzgänger. Nach St. Gallen und Schaffhausen dagegen kamen etwas weniger Einpendler. Unter dem Strich haben rund 4500 Menschen aus dem Landkreis Konstanz ihre Arbeitsplätze in den Kantonen Thurgau, St. Gallen und Zürich. Aus der Schweiz kommen 700 Einpendler, bei den meisten handelt es sich allerdings um Deutsche mit Wohnsitz in der Schweiz.

Wer als Arbeitsnehmer den Gang über die Grenze ins Auge fasst, sollte nicht vergessen, dass die Arbeit im Nachbarland sich nicht nur wegen der schweizerdeutschen Sprache, den höheren Löhnen, den längeren Arbeitszeiten und dem geringen Urlaubsanspruch unterscheide, mahnt Salomon. „Es ist eine andere Welt“, sagt der Fachmann von der Arbeitsagentur. Immer wieder gebe es beispielsweise böse Überraschungen wegen der gesetzlichen Kündigungsfristen. Schweizer Arbeitgeber „können schnell einstellen, aber sie können auch schnell entlassen“, sagt Salomon.

Durch die Freizügigkeitsregelungen ist der bürokratische Aufwand für Grenzgänger übersichtlich geworden. Dennoch haben die meisten ein Zeitproblem, berichtet Salomon. „Viele bekommen kurzfristig einen Job und haben dann plötzlich ganz viele Fragen, auf die sie schnell eine Antwort wollen.“ Vor allem bewegten steuerliche Fragen, das habe sich bei früheren Beratertagen gezeigt. Um der Nachfrage gerecht zu werden, sind beim diesjährigen Beratertag gleich drei Steuerberater vor Ort. Den Abbau von Grenzgänger-Hemmnissen sehen nicht alle Firmen im Landkreis gern, sagt Salomon. Denn um besonders nachgefragte Fachkräfte wie Ingenieure und Informatiker bemühten sich deutsche wie Schweizer Betriebe gleichermaßen. „Wir haben Betriebe, die ausbilden, aber ihre ausgebildeten Kräfte dann an den Schweizer Markt verlieren“, so Salomon.

Sie sagt Fischen und Schildkröten ade

02.02.10 - In einer für das Verhältnis von Deutschen und Schweizern nicht immer einfachen Zeit kann sie vielleicht zu einer Botschafterin werden: Die Konstanzerin Nicole Esslinger ist neue Chefin des Vereins Kreuzlingen Tourismus. Acht Jahre lang war sie für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit von Sea Life zuständig. Sie hat den täglichen Arbeitsplatz mit Fischen und Schildkröten im Aquarium sehr geschätzt, doch die 33-Jährige freut sich auf die neue Herausforderung: „Ich habe mich angesprochen gefühlt vom Stellenprofil,“ wie heute der Südkurier Konstanz (Josef Siebler) berichtet.

Sie ist eine echte Paradieslerin, wohnt heute zwar nicht mehr im Stadtteil mit dem paradiesischen Namen, lebt aber weiter in ihrer Heimatstadt. Nicole Esslinger hat nach ihrer Schulzeit und dem Abitur am Wessenberg-Gymnasium Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Berufsakademie Ravensburg studiert. Den praktischen Teil absolvierte sie in Köln beim Bundesanzeiger-Verlag. Das Leben in der Metropole rheinaufwärts hat sie geschätzt: „Es war gut, mal was anderes zu sehen.“ Dennoch ist sie zurückgekehrt in das beschaulichere Konstanz. Nach zwei Jahren Tätigkeit bei einer Werbeagentur in Zürich bewarb sie sich 2002 auf die Stelle bei Sea Life. (Foto: Ziegler)

Nun wird Nicole Esslinger also in der Schweizer Nachbarstadt arbeiten. Kreuzlingen Tourismus vertritt die Interessen von elf Gemeinden rund um Kreuzlingen, nur Ermatingen gehört nicht zum Verbund. Kreuzlingen Tourismus ist mit drei Mitarbeitern kleiner als die Konstanzer Tourist Information. Grundsätzlich wird es keine große Veränderung für sie, schließlich bleibt der Bezug zur Region und zum Tourismus. Da die Stelle seit Herbst 2008 vakant war, wird ihre erste größere Aufgabe das Wiederbeleben von Kontakten zu Tourismus-Anbietern und Gemeinden in der Region sein. „Langfristig ist es auch unser Ziel, neue Mitglieder und Leistungsträger einzubinden.“ So werde der Radtourismus immer stärker.

Die Zusammenarbeit mit dem Nachbarland will sie intensivieren, aber trotzdem die Individualität bewahren. Sie wird es mit Fingerspitzengefühl tun, schließlich kennt sie als Konstanzerin das nicht immer einfache Verhältnis. In ihrem neuen Tätigkeitsfeld sieht sie gute Voraussetzungen: „Tourismus ist grundsätzlich etwas, das sich nach außen öffnet.“ Er müsse in der Bodenseeregion international aufgestellt sein - „ich bin da ja jetzt das beste Beispiel.“

Bei Sea Life gehörte sie noch zu den Pionieren. Als das Groß-Aquarium 1999 nach Konstanz kam, war es erst das zweite Haus des britischen Konzerns in Deutschland. Das Unternehmen hat sich dann zwischen Timmendorfer Strand und Konstanz rasant entwickelt. „Es wurde uns nie langweilig in den vergangenen Jahren“, sagte Nicole Esslinger. Zumal der Umgang mit Fischen an sich schon lebhaft ist: „Tiere lassen sich nie berechnen, das bleibt immer spannend.“ Sie hat in den vergangenen Jahren für sich persönlich viel gelernt. „Dass Haie so stark vom Aussterben bedroht sind, war mir nicht bewusst. Ich würde nie mehr Schillerlocken kaufen, weil sie vom bedrohten Dornhai sind.“

Das Sea Life wird sie wohl noch öfters besuchen, dafür wird schon die vierjährige Tochter Leni sorgen. Sie freute sich über den Arbeitsplatz der Mama natürlich besonders und würde am liebsten jeden Geburtstag in den Räumen des Aquariums feiern – das ist auch nach dem Wechsel möglich.

1. Februar 2010

33'849'844 Franken

01.02.10 - Bis heute wurden 33'849'844 Franken für die Opfer von Haiti von der Glückskette gesammelt. Noch ist aber viel Geld erforderlich. Spenden Sie und unterstüzten Sie die Glückskette mit den angeschlossenen Hilfswerken.

Spenden >

Morgen Dienstag, 2. Februar findet um 20.00 Uhr ein nationaler Benefiz-Anlass im Kultur-Casino Bern statt (Eintritt frei, mit Kollekte). Der Anlass wird in Kooperation mit der Glückskette durchgeführt und steht unter dem Patronat von Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und des Berner Stadtpräsidenten Alexander Tschäppät. Flyer >

Wasserstrahl schält Früchte

01.02.10 - Konstanz - Forscher der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung (HTWG) haben eine in der Lebensmitteltechnik einmalige Maschine entwickelt. Sie schält Früchte extrem sparsam, genau und hygienisch - und zwar nicht mit Hilfe einer Klinge, sondern mit einem Wasserstrahl, wie im Südkurier Konstanz zu lesen ist.

Normalerweise ist es mühsam, eine Ananas, Mango oder eine Papaya zu schälen. Oft bleibt mehr Abfall im Mülleimer als Fruchtfleisch auf dem Teller. Doch die Schneidemaschine des Doktoranden René Carreno Olejua verbindet drei Techniken: Bildverarbeitung, Schneiden mit Wasserstrahlen und Robotik. Vom Rechner gesteuert, passt ein Roboter-Arm sich den Konturen des Obstes an und schält es so, dass nur das Nötigste abgetrennt wird. Außerdem erhöht diese Technik die Haltbarkeit der Lebensmittel, weil das Fruchtfleisch weniger stark verletzt wird als bei herkömmlichen Methoden. Das verringert den Oxydationsprozess; Apfelstücke verfärben sich erst nach einigen Tagen. „Das Thema ist in dieser Kombination in der Agrartechnik total neu“, sagt René Carreno Olejua über seine Forschungsarbeit im Maschinenbaustudiengang Umwelt- und Verfahrenstechnik.

Für die Forschungsarbeiten, die Entwicklung der Werkzeuge und die Programmierung der Anlage hat René Carreno Olejua nur eineinhalb Jahre gebraucht. Das Verfahren ist mittlerweile patentiert, ein schwäbischer Mittelständler als Industriepartner hat Interesse an der Produktion der Anlage. Carreno hat die Schneidemaschine nicht ohne Hintergedanken entwickelt: Der gebürtige Kolumbianer will damit auch die Lebensmittelproduktion seines Heimatlandes unterstützen, die überwiegend vom Export exotischer Früchte abhängt.

28. Januar 2010

Konstanz: Prozesslawine um Bebauungsplan

28.01.10 - Ein Schweizer Unternehmen kämpft seit Jahren um den Bau eines Supermarkts in der Carl-Benz-Straße. Es hat eine Prozesslawine durch alle Instanzen in Gang gesetzt. Nun entscheidet sich möglicherweise an einem formellen Detail, ob das Zentrenkonzept der Stadt gültig ist, wie heute der Südkurier (Claudia Rindt) berichtet.

Konstanz - Hinter dem Rattenschwanz der Prozesse bis zum Bundesverwaltungsgericht steht die Top Bau AG als Eigentümerin des Grundstücks in der Carl-Benz-Straße 8. Diese hat das Gelände im Jahr 1992 erworben. Seitdem seien alle bisherigen Bauabsichten von der Stadt verhindert worden, beklagt die Top Bau und wirft der Stadt vor, Willkür walten zu lassen bei der Umsetzung des im Bebauungsplan Unterlohn festgesetzten Zentrenkonzepts. Es legt zum Schutz des Einzelhandels in der Innenstadt fest, welche Geschäfte im Industriegebiet erlaubt sind, und welche Sortimente sie haben dürfen. Die Stadt will so die Ansiedlung von Großmärkten verhindern, die zur Verödung der Innenstadt führen könnten.

Die Top Bau führt in allen Prozessen immer wieder an, die Stadt verfahre mit dem Konzept nach Belieben und verweist auf den Neubau und die Erweiterung mehrerer Märkte in direkter Umgebung, während ihr der Bau eines Marktes mit innenstadtrelevantem Sortiment versagt wurde.

Die Top Bau AG führt unter anderem das Kaufland mit 4000 Quadratmetern Verkaufsfläche an, die Planungen des Lebensmittel-Verbrauchermarkts an der Schneckenburg-/Reichenaustraße und die Zulassung des Lidl-Markts an der Max-Stromeyer-Straße. Der Top Bau geht es um viel Geld: Sie errechnet als Wertminderung für ihr Grundstück rund zwei Millionen Euro.

In der Sache selbst hat Konstanz bisher mehrfach vor Gericht Recht bekommen. Es hieß unter anderem, Abweichungen vom Einzelhandelskonzept seien durch besondere städtebauliche Gründe gerechtfertigt. „Es steht 2:1 für die Stadt“, sagt der Fachanwalt Hans-Jörg Birk mit Blick auf die bisherigen Prozesse, in denen neben den genannten Vorwürfen ein kleines Versäumnis eine große Rolle spielte. Bei der öffentlichen Bekanntmachung, dass der Bebauungsplan mit dem Zentrenkonzept nun zur Einsicht ausliege, hatte die Stadt als Ort zwar die Geschossebene im technischen Rathaus sowie eine Telefonnummer für weitere Informationen angegeben, aber nicht die Zimmernummer.

Das Bundesverwaltungsgericht erkannte nun, dass die Angabe der Nummer nicht zwingend notwendig war, verwies aber wegen einer anderen offenen Frage, die Sache zurück an den Verwaltungsgerichtshof. Er muss nun klären, ob es möglicherweise einen weiteren Formfehler gab, als das Plangebiet aufgeteilt wurde. Der Plan mit der neuen Gebietsabgrenzung wurde nämlich nicht öffentlich ausgelegt.


Foto: Südkurier

Güttingen: Polizei hat Eierwerfer gefasst

28.01.10 - Drei Jugendliche hatten Fassaden mit gestohlenen Eiern beworfen und Schachttdeckel abgehoben. Jetzt hat sie die Polizei aufgespürt.

Die Kantonspolizei Thurgau konnte drei Jugendliche ermitteln, die am Wochenende in Güttingen an diversen Orten Sachbeschädigungen begangen hatten.

Bei den geständigen Tätern handelt es sich um drei 16- und 17-jährige Schweizer aus der Region. In der Nacht zum vergangenen Sonntag entfernten sie in der Bahnhofstrasse mehrere Schachtdeckel. Zudem bewarfen sie unter anderem zahlreiche Liegenschaften mit Eiern, die sie zuvor aus dem Lagerraum einer Legefarm gestohlen hatten. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere tausend Franken.

Die drei Jugendlichen werden bei der Jugendanwaltschaft des Kantons Thurgau zur Anzeige gebracht, teilt die Kantonspolizei mit.

Güttingen: Klares Ja zum Ausbau der Kläranlage

29.01.10 - Das Budget 2010 mit gleichbleibendem Steuerfuss und der Kreditantrag zum Ausbau der Kläranlage Niederholz in Kesswil wurden am Dienstagabend von der Gemeindeversammlung Güttingen einstimmig gutgeheissen, wie heute das Thurgeuer Tagblatt, Kurt Peter berrichtet.

Güttingen - Anlässlich der Gemeindeversammlung in der Mehrzweckanlage Rotewies mussten die Stimmberechtigten über einen Gesamtkredit von 4,55 Millionen Franken zum Ausbau der Kläranlage Niederholz in Kesswil befinden.

Der Anteil der Gemeinde Güttingen beträgt 1,51 Millionen. Projektleiter Fritz Wüthrich erläutere an der Versammlung die Gründe. Die seit 1978 in Betrieb stehende Anlage sei an der Grenze der Auslastung angelangt, betonte er. Ohne Ausbau und Erweiterung könne der gesetzlich vorgeschriebene Reinigungsgrad nicht mehr gewährleistet werden. Das Projekt sehe vor, die zu erwartenden Kapazitäten bis ins Jahr 2025 zu sichern. Die Stimmberechtigten bewilligten die Botschaft in der Folge einstimmig.

Sie stimmten auch der anschliessend traktandierten Sicherung der Notwasser- und Löschwasserreserve zu. Die Sicherstellung der Notwasserversorgung ergebe sich aus dem Bundesgesetz, erklärte Gemeindeammann Eugen Staub. Die Neustrukturierung der Löschwasserreserve sei nötig, weil die Sanierung des Versorgungsnetzes dazu führe, dass in Langrickenbach Reservoirs aufgehoben würden. Der Gemeinderat hatte für das Geschäft einen Kreditantrag von 150 000 Franken gestellt, der in der Abstimmung ohne Gegenstimme angenommen wurde.

Anschliessend erläuterte Eugen Staub das Budget 2010 der Gemeinde Güttingen und der Werke. Bei der Ausgabenseite sei der Gemeinderat mit der Entwicklung der beeinflussbaren Ausgaben zufrieden. Deutlich steigen würden jedoch die Kosten im nicht beeinflussbaren Bereich: Dieser sei nun um 242 000 Franken höher als im Vorjahr. Eine positive Überraschung biete aber die provisorische Steuerschätzung, erklärte Staub.

Der Abwärtstrend bei der Steuerkraftentwicklung in der Gemeinde Güttingen sei gestoppt und nun ins Gegenteil gedreht worden. Dennoch plädiere der Gemeinderat, den Steuerfuss vorerst bei 60 Prozent zu belassen, da das Budget des Jahres 2010 mit einem Verlust von immerhin 210 000 Franken rechne. Die Güttinger Stimmberechtigten folgten dem Antrag des Gemeinderates und bewilligten die Vorlage einstimmig.


Schulbudget
Das von Schulpfleger Fredi Kurmann im Anschluss an die Gemeindeversammlung präsentierte Budget der Schulgemeinde Güttingen rechnet bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 67 Prozent mit einem Aufwandüberschuss von 154 000 Franken. Gestiegen ist der Unterhalt der Liegenschaften, was auch auf den Bau der Mehrzweckanlage Rotewies zurückzuführen ist. Das Schulbudget wurde genehmigt.

22. Januar 2010

Nochmals 120 Betten mehr

22.01.10 - Auf der Industriebrache von Great Lakes sind ein 120-Betten-Hotel plus Büro- und Gastronomiegebäude geplant. Das ist schon das dritte neue Hotelprojekt in Konstanz.

Mit dem geplanten 120-Betten-Hotel, den anderen Neubauten und einem neuen Seeuferweg gibt es in Konstanz einen völlig umgestalteten Stadteingang, schreibt südkurier.de. Die Arbeiten auf dem nördlichen Abschnitt von Great Lakes, wo Wohnungen und ein grosses Warenhaus entstehen, haben bereits begonnen. Auf der gegenüberliegenden Strassenseite am Seerhein soll es ebenfalls möglichst bald losgehen, heisst es weiter.

Es soll schnell gebaut werden: Die Partner, die sich die Konstanzer Baugesellschaft an ihre Seite geholt hat, drängen. Thomas Bollinger von der Bollinger Development AG in Muttenz/Schweiz stellte im Beirat sein Konzept vor. Für das Hotel im Drei-Sterne-Bereich gebe es interessierte Betreiber. Aber ein verlässlicher Terminplan sei eine Bedingung, die dabei gestellt werde. Sein Unternehmen wolle das Projekt daher in eineinhalb bis zwei Jahren umsetzen. Wichtig sei zudem die Erlebnisgastronomie im benachbarten Laborgebäude plus Biergarten. Denn die Länge des Fusswegs in die Altstadt sei für Hotelgäste kaum vertretbar.

Hotelmarkt erst einmal gesättigt
Mit dem Hotel, das in direkter Nähe zur B 33 und zur Schweizer Autobahn liegt, dürfte der Markt in Konstanz erst einmal gesättigt sein, schreibt südkurier.de. Die Stadt ist zwar für Touristen attraktiv, doch die Zahl der Hotelbetten steigt in den kommenden Jahren kräftig. Zurzeit wird ein weiteres Drei-Sterne-Hotel mit 120 Zimmern am Benediktinerplatz gebaut, beim Konzert- und Kongresshaus soll es ein Hotel geben und für das Wembley-Gelände in Stromeyersdorf gibt es ebenfalls Pläne. Ursprünglich waren auf Great Lakes sogar 200 Betten geplant.

Mehr als 20 Millionen Franken Spendenzusagen

22.01.10 - „Ein grosses Dankeschön an die Schweizer Bevölkerung, welche so grosszügig auf den Aufruf der Glückskette für die Erdbebenopfer auf Haiti reagiert hat. In achtzehn Stunden haben wir 20'828'008 Millionen an Spendenzusagen erhalten!“ Mit diesen Worten schloss Félix Bollmann, Direktor der Glückskette, den Sammeltag ab.

Zusammen mit den 4,4 Millionen Franken Spenden, welche bereits im Vorfeld des Sammeltages auf das Postkonto der Glückskette eingegangen sind, beträgt das provisorische Spendentotal 25'228’008 Millionen Franken. Die tatsächlich eingetroffenen Spenden nach dem Sammeltag waren in der Vergangenheit immer wieder höher als die Spendenzusagen. Deshalb ist der Betrag noch nicht definitiv.

Während des Sammeltags standen in der ganzen Schweiz 120 Telefonlinien zur Verfügung, welche von rund 730 freiwilligen Telefonistinnen und Telefonisten bedient wurden. In Bern haben die Bundesrätin Micheline Calmy-Rey und die Nationalratspräsidentin Pascale Bruderer während einer Stunde ebenfalls Spenden am Telefon entgegengenommen. Viele der Anrufenden haben ihrer tiefen Betroffenheit Ausdruck gegeben.

Die Spendenbeträge bewegten sich zwischen 5 Franken und 1 Million. Mehrere Unternehmen haben die Sammlung mit Beträgen von bis zu einer Million und mehr unterstützt.

Spenden sind weiterhin online oder auf das Postkonto 10-15 000-6 (Vermerk «Haiti») möglich - Einzahlungsscheine der Glückskette liegen auf jeder Poststelle auf. Für Postkontoinhaber gibt es die Möglichkeit per SMS zu spenden: Vermerk Haiti und Betrag an die Kurznummer 363 (0.20 CHF/SMS) senden. Beispiel: Haiti 50.

21. Januar 2010

Heute Sammeltag Glückskette für Haiti

21.01.10: Die Glückskette organisiert heute Donnerstag einen nationalen Sammeltag zugunsten der Opfer der Erdbebenkatastrophe in Haiti. SF informiert aus diesem Anlass in einer Sondersendung über die Hintergründe der Erdbebenkatastrophe und die nun international angelaufene Hilfsaktion.

Der Sammelaufruf der Glückskette erfolgt in enger Zusammenarbeit mit 15 Partnerhilfswerken: Das Schweizerische Rote Kreuz, Terre des hommes - Kinderhilfe, HEKS, die Heilsarmee, Enfants du Monde, Médecins du Monde, Caritas Schweiz, Fastenopfer, Iamaneh, Nouvelle Planète, Helvetas, Terres des hommes Schweiz, Handicap International, ADRA und Ärzte ohne Grenzen Schweiz (MSF) sind zum Teil seit Jahren in Haiti aktiv und können nun mit ihren lokalen Partnern sehr schnell reagieren.

Spenden auf verschiedene Arten
Während dem Sammeltag heute können Sie von 6 Uhr früh bis Mitternacht 24 Uhr über die Gratis-Telefonnummer 0800 87 07 07 Spenden anmelden.

Spenden sind auch jederzeit online über www.glueckskette.ch möglich.

Per Postkonto 10-15000-6 (Vermerk «Haiti») möglich - Einzahlungsscheine der Glückskette liegen auf jeder Schweizer Poststelle auf.

Ausserdem können Spenden via SMS überwiesen werden: SMS mit dem Text «Haiti», gefolgt vom Betrag an die Kurznummer 363 senden (z.b. Beispiel: «Haiti 50» an 363.

Sondersendung von SF 1 um 20 Uhr mit Liveschaltungen
Die SF-Sondersendung «Erdbeben in Haiti» zum Glückskette-Sammeltag wird um 20 Uhr auf SF 1 ausgestrahlt. Moderiert wird sie von Urs Leuthard.

17. Januar 2010

Auf der Zielgeraden - Die Thurgauer Energieinitiativen stehen!

17.01.10 - Die bereits über 200 Mitglieder des Initiativkomitees der Thurgauer Energieinitiativen haben allen Grund zur Freude. Die Limite von 4000 Unterschriften wurde vor Ablauf der Sammelfrist deutlich überschritten. Damit stossen die Energieinitiativen auf eine grosse Akzeptanz bei der Thurgauer Bevölkerung. Die Zeit ist reif für eine nachhaltige Energiepolitik!

Das Komitee ruft alle Thurgauerinnen und Thurgauer auf,
ganz oder teilweise ausgefüllte Unterschriftenbogen möglichst rasch, aber spätestens bis 29. Januar zurück zu senden, damit diese noch rechtzeitig beglaubigt werden können.

Von den Gemeinden schon
beglaubigte Unterschriften können noch bis zum 15. Februar zugestellt werden! Die Übergabe der Unterschriften ist für den 19. Februar geplant.

Jede weitere Unterschrift ist wichtig, denn jede weitere Unterschrift ist ein starkes Zeichen an das Thurgauer Parlament und an das Thurgauer Volk.

So einfach helfen Sie mit, den Energieinitiativen definitiv zum Durchbruch zu verhelfen:

Punkt 1: Energieinitiativen unterzeichnen
Unter: http://www.energieinitiativen-tg.ch/ die beiden Initiativen herunterladen, ausdrucken, unterzeichnen und per Post an untenstehende Adresse senden. Oder verlangen Sie ganz einfach die gewünschte Anzahl Unterschriftenbogen bei untenstehender Adresse! Über 4 `000 Thurgauerinnen und Thurgauer haben bereits unterzeichnet und es kommen täglich neue Unterschriften dazu!

Punkt 2: Beitritt zum Komitee
Unter: http://www.energieinitiativen-tg.ch/ Rubrik Komitee ganz einfach Daten eintragen und Sie sind wie bereits 200 andere Personen Mitglied des Unterstützungskomitees der Thurgauer Energieinitiativen. Herzlich willkommen, Beitritt zum Komitee auch ausserhalb des Kantons möglich. Wir vernetzen uns, die breite Unterstützung der Energieinitiativen ist eine einmalige Chance!

Punkt 3: Facebook Gruppe
Unter: http://www.facebook.com/group.php?v=wall&gid=125597142521 treten Sie der Facebook-Gruppe "Unterstützung für die Thurgauer Energieinitiativen" bei. Herzlich willkommen!

14. Januar 2010

Neue Geschäftsführerin bei Kreuzlingen Tourismus

14.01.10 - Zur neuen Geschäftsführerin von Kreuzlingen Tourismus hat der Vorstand Nicole Esslinger ernannt. Sie wird ihre Stelle am 1. Februar 2010 antreten.

Mit Nicole Esslinger konnte eine kompetente und mit den örtlichen Gegebenheiten vertraute Fachfrau gefunden werden. Ihr Pensum beträgt 60 Prozent. Die 33-jährige wuchs in Konstanz auf, studierte an der Berufsakademie in Ravensburg Medien- und Kommunikationswissenschaften und schloss dort als Diplom-Betriebswirtin (BA) ab. Danach arbeitete sie im Bereich Werbung und Marketing in Köln und Zürich, bevor es sie wieder an den Bodensee zog. Seit 2002 arbeitete Nicole Esslinger beim Sea Life in Konstanz und war für Werbung, Öffentlichkeitsarbeit und Promotionen sowie für Events und Marketing verantwortlich.

Hohe Priorität der neuen Geschäftsführerin wird der Kontakt zu den Gemeinden sowie den touristischen Leistungsträgern in der Region sein. Die bestehenden Vermarktungs-Instrumente sollen ausgebaut und die Zahl der damit verbundenen Betriebe erhöht werden. In Hinblick auf die bevorstehende Reorganisation des kantonalen Tourismus-Marketings wird die Zusammenarbeit mit Thurgau Tourismus weiter verstärkt.

Seit dem Weggang des letzten Geschäftsführers wurde Kreuzlingen Tourismus seit November 2008 interimistisch von der Leiterin Kommunikation und Stadtmarketing der Stadt Kreuzlingen geführt. Sie wird ihr 20-Prozent-Mandat per Ende Januar 2010 abgeben und sich wieder zu 100 Prozent der Stadt widmen. Die neue Zusammensetzung des Teams von Kreuzlingen Tourismus ist auch mit der künftigen Destinations-Management-Organisation von Thurgau Tourismus vereinbar.

Kreuzlingen Tourismus ist ein eigenständiger Verein mit dem Ziel, das touristische Angebot in der Region Kreuzlingen zu vermarkten und dem Betreiben einer Infostelle in Kreuzlingen. Touristen und Einwohner erhalten dort an fünf, resp. sechs Tagen während der Sommersaison, Auskünfte, Flyer und Tickets. Kreuzlingen Tourismus fungiert als Vorverkaufsstelle von Starticket sowie verschiedener regionaler Veranstaltungen. Der Vorstand umfasst sieben Mitglieder. Der Verein wird von acht Partnergemeinden sowie Mitglieder- und Gönnerbeiträgen finanziert.

11. Januar 2010

Der Klimawandel der Gegenwart und Zukunft

11.01.10 - Vortrag in der inatura in Dornbirn mit Dr. Thomas Mölg, Klimatologe (Klimasystemforschung) von der Universität Innsbruck über "Der Klimawandel der Gegenwart und Zukunft: Bekannte, aktuelle und ungewisse Aspekte".

Die inatura ist stolz Dr. Thomas Mölg für einen Gastvortrag zum hoch aktuellen Thema des Klimawandels begrüßen zu dürfen. Dr. Mölg wurde von der American Geophysical Union zum "Jungwissenschaftler des Jahres in der Klimaforschung" gekürt. Die inatura gratuliert ganz herzlich und freut sich auf einen interessanten Abend.

Was macht den Klimawandel der letzten 150 Jahre so besonders? Auf welche Weise kann der Mensch diesen Wandel beeinflussen? Der Vortrag bietet eine anschauliche Einführung zum Klima als komplexes, physikalisches System und illustriert anschließend die wichtigsten Erkenntnisse zum Klimawandel aus dem letzten UNO-Klimabericht. Diese Darstellung wird durch die aktuellsten Messungen und Studien komplettiert, welche für die Klimakonferenz in Kopenhagen aufbereitet wurden. Auf Basis dieser Ergebnisse gibt der Vortrag eindeutige Antworten zu den anfangs gestellten Fragen und zeigt wahrscheinliche, aber auch schwer abschätzbare Folgen für unsere Zivilisation im Klima der Zukunft.

inatura Erlebnis Naturschau GmbH
Jahngasse 9
A-6850 Dornbirn
Tel. +43 (0)5572 / 23235

7. Januar 2010

Viele Länder in einer Klasse

07.01.10 - Von der Wirtschafts- und Finanzkrise bekommt die Internationale Schule Kreuzlingen Konstanz (ISKK) wenig mit. Obwohl der Schulbesuch viel Geld kostet, entscheiden sich immer mehr Eltern für die Investition in Bildung. Alternative Unterrichtsformen und Englisch ab dem Kindergartenalter entpuppen sich als Erfolgsmodell, wie heute der Südkurier Konstanz berichtet.

Konstanz/Kreuzlingen – Celina und Paula haben nur elf Klassenkameraden. Die beiden sprechen fast fließend Englisch, obwohl sie Deutsche sind. Und ihre Mitschüler kommen aus Frankreich, Polen und Holland. Diese drei Punkte zeigen, dass an ihrer Schule einiges anders läuft als an deutschen Staatsschulen. Celina und Paula besuchen die kombinierte Klasse 2/3 der Internationalen Schule Kreuzlingen Konstanz. Insgesamt hat die Privatschule etwa 80 Kinder.


In der Internationalen Schule Kreuzlingen Konstanz lernen Kinder aus vielen Ländern und mit unterschiedlichem Niveau in einer Klasse. Hier greifen Zweit- und Drittklässler im gemeinsamen Kunstunterricht zum Pinsel. Bild: Schlüter

Die achtjährige Paula und die neunjährige Celina sitzen in einem kleinen Klassenraum in einer Kreuzlinger Villa, die Malschürze vor dem Bauch, und sollen ein Tier aus geometrischen Formen malen. Neben ihnen pinselt Antoine aus Frankreich, der drei Sprachen spricht und während des Unterrichts zwischen Deutsch und Englisch wechselt. Pavel aus Polen und Raphael aus Holland malen genauso bunte Formen aufs Papier wie Gabriel, dessen Eltern Kroaten sind. In der ISKK mischen sich viele Nationalitäten, doch für die Kinder ist das selbstverständlich. Sie übersetzen sich gegenseitig die Arbeitsaufträge und nehmen Rücksicht auf Klassenkameraden, die nur langsames Deutsch oder Englisch verstehen.

In der Internationalen Schule lernen außerdem Kinder gemeinsam, die in Deutschland Hauptschule, Realschule oder Gymnasium besuchen würden. Sitzenbleiben gibt es nicht. Funktioniert das? „Ja“, sagt Schulleiter Stefan Preisig. „Das ist das gleiche, was wir in der Schweiz seit Jahren machen.“ Dort gibt es die integrierte Oberstufe: Schüler aller Schularten haben in den Klassen sieben bis neun gemeinsamen Unterricht.

Paula und Celina sind begeistert. „In einer anderen Schule lernt man Englisch Wort für Wort und hier reden wir einfach“, sagt Celina. „Jetzt platzt es aus mir raus.“ Tatsächlich beantwortet sie eine Frage mit tadelloser englischer Aussprache und Grammatik. Ihre Sprachfähigkeit hat aber noch einen weiteren Vorteil. „Wenn ich mich mit Paula treffe und wir nicht wollen, dass uns jemand versteht, sprechen wir einfach Englisch“, sagt Celina und grinst. Aber müssen Kinder unbedingt im Alter von drei Jahren schon eine neue Sprache lernen? Stefan Preisig sieht hier kein Problem: „Wenn man die Möglichkeit hat, warum nicht?“, fragt er und ergänzt: „Es ist doch toll, eine zweite Muttersprache zu erlernen, was ein großer Unterschied zum Erwerb einer Fremdsprache ist. Das Kind wird später davon profitieren.“

Die ISKK wurde 2004 aber nicht nur aus pädagogischen Überlegungen heraus gegründet. Vielmehr steckten Politik und Wirtschaft dahinter. Die Väter der beiden Städte Konstanz und Kreuzlingen, Horst Frank und Josef Bieri, hatten die Idee. Altana Pharma wurde schnell als Sponsor gewonnen. „Altana hat damals gesagt, wir wollen ein Forschungszentrum aufbauen und brauchen dafür eine International School, sonst kommen die Forscher nicht“, sagt Stefan Preisig. „Dann kam die Knochenarbeit, aus der Idee Realität werden zu lassen.“

Inzwischen ist die Idee greifbare Realität geworden. Selbst die Krise kann die ISKK nicht am Erfolg hindern. „Anstatt Business Class zu fliegen, fliegen die Eltern Economy und haben das Geld immer noch, um zu uns zu kommen“, sagt Stefan Preisig. In den vergangenen zwölf Wochen haben sich zwölf neue Kinder angemeldet. Abgänge gibt es natürlich auch, laut dem Schulleiter aber nur wenige. „Als Privatschule müssen wir einfach einen Deut besser sein“, sagt Stefan Preisig. „Und wenn das Kind zufrieden ist und Lernfortschritte macht, sind auch die Eltern zufrieden. So einfach ist das.“ (südkurier)

6. Januar 2010

Gefährliche Handystrahlung - nie wieder ohne Chip telefonieren

06.01.12 - Mittlerweile beweisen schon über 20‘000 wissenschaftliche Studien, dass Elektrosmog den Organismus belastet! Es gibt aber auch Studien, die dem widersprechen. Und genau darauf stützt sich die Haltung jener Kreise, welche die Wirkung von Handystrahlen und Elektrosmog verharmlosen.

Bei dieser Kontroverse gilt es jedoch zu berücksichtigen, dass jeder Mensch sehr individuell auf diese Belastungen reagiert; diese Tatsache erschwert die wissenschaftliche Reproduzierbarkeit vieler Tests. Ausserdem stehen einer objektiven Forschung und einer neutralen Berichterstattung über deren Erkenntnisse namhafte wirtschaftliche Interessen gegenüber. Lesen Sie weiter >

Auf YouTube gibt es interessante Filme von arte:
Handy - Die Mikrowelle am Ohr!

1 / 5 >, 2 / 5 >, 3 / 5 >, 4 / 5 >, 5 / 5 >

Handychip
Heute ist es möglich, aktiv etwas gegen die Strahlung zu tun. PVT-Schweiz bietet auf der Seite www.pvt-schweiz.ch/fostac/chip.html einen Chip an, der diese Strahlen harmonisiert und das für wenig Geld!

FOSTAC MAXIMUS®
Im weiteren steht heute auch ein Gerät zur Verfügung, dass den Elektrosmog und Erdstrahlen harmonisiert und zudem bis zu 30% Energie spart. Mehr Infos unter www.pvt-schweiz.ch/fostac. Interview vom Radio ORF mit Erfinder Hans Seelhofer vom 4. Dezember 2009. weiter >

2. Januar 2010

Agenda Konstanz 2010

02.01.10 - Zu tun ist genug. Konstanz geht ins Jahr 2010 und hat eine große Agenda - ganz jenseits der Schröderschen Eingriffe in die Sozialsysteme, wie heute der Südkurier Kontanz berichtet.

Agenda: Das heißt wörtlich „das zu Tuende“. Und darin steckt mehr als eine bürokratische Tagesordnung, mehr als ein Themenpaket für die Kommunalpolitik, mehr auch als das Aufstellen von Forderungen. Agenda: Das heißt, handeln zu müssen. Konstanz sollte - nein: es muss - sich im eben begonnen Jahr als handlungsfähiges Gemeinwesen beweisen. In einem unsicheren Umfeld heißen die drei wichtigsten Handlungsfelder für das Jahr 2010 Bildung, Wirtschaft und demographischer Wandel. Und wenn Konstanz in diesen Bereichen tatsächlich weiterkommt, muss auch niemandem bange sein um die Zukunft. Zumal die Kraft für die Erneuerung durchaus da ist.

Engagement für den Bereich Bildung zu fordern, kommt inzwischen einem Gemeinplatz gleich - doch die ständige Wiederholung, wie wichtig diese Zukunftsaufgabe ist, nimmt ihr nichts von ihrer Bedeutung. Gerade Konstanz, das sich im vergangenen Jahr entschlossen auf den Weg in die Wissensgesellschaft gemacht hat, sollte diese Verpflichtung ernst nehmen. Die Ansätze lassen hoffen: So viel Verzahnung zwischen Kindergarten und Schule, zwischen Schule und Hochschule, zwischen Hochschule und Wirtschaft, zwischen Wirtschaft und Wissenschaft war nie. Die Bindungskräfte eines Gemeinwesens, ablesbar auch in der Bereitschaft zum offenen Austausch über neue Erkenntnisse und neue Methoden, sind gerade in einer Stadt ohne industriellen Kern wichtig.

Dazu gehört auch, dass Bildung ungerechte soziale Schranken durchbrechen hilft - dazu gehört auch die Erkenntnis, dass es nicht nur wichtig ist, ob es nun 15 oder 16 fünfte Klassen an den Gymnasien gibt, sondern dass auch die Hauptschulen zählen, dass in Alphabetisierungsprogrammen Gutes geleistet wird und dass Migranten besser in die Angebote eingebunden werden müssen.

Für das gewaltige Zukunftsprojekt Bildung braucht es freilich die nötigen finanziellen Mittel. Nur wenn Konstanz seine Wirtschaftskraft erhalten oder womöglich steigern kann, sind die Voraussetzungen für dieses wichtige Stück Zukunft gegeben. Die Nachrichten rund um den Automobilzulieferer Koki oder die Rieter-Werke oder die Unsicherheiten bei Nycomed zeigen, dass die wirtschaftliche Basis in Konstanz dünn ist. Umso mehr wird es darauf ankommen, Neugründungen zu unterstützen und Neuansiedlungen einzuwerben - keine einfache Aufgabe für die Stadtverwaltung, die in den vergangenen Jahren oft genug machtlos mit ansehen musste, wie globale Entwicklungen auf Konstanz durchgeschlagen haben. Zugleich gibt es aber keinen Anlass zur Mutlosigkeit: Den bisherigen Strukturwandel hat Konstanz gut geschafft. Das sollte auch dem Konzert- und Kongresshaus Rückenwind geben: Es ist eine Investition, die zusätzliche Kaufkraft in die Stadt spülen wird. Und glaube niemand, dass Konstanz ohne das Geld von außen weitermachen kann wie bisher: Ohne die vielen auswärtigen Kunden und ohne die Touristen wäre die wirtschaftliche Lage der Stadt weitaus schlechter.

Die dritte große Herausforderung heißt demographischer Wandel. Wenn sich Konstanz nicht gegen die Entwicklung stemmt, wird es eher früher als später zum gemächlichen Rentnerparadies, das konzeptlos in eine Zeit steuert, in der die Alten zunehmend von Armut betroffen sind. Verwaltung und Politik müssen alles dafür tun, junge Familien nach Konstanz zu locken oder deren fatale und im Umfang erschreckende Abwanderung in die Nachbarschaft zu verhindern. Dazu gehören Angebote in der Kleinkindbetreuung, Ganztagsschulen, zentrumsnahe Wohnmöglichkeiten und Arbeitsplätze, an denen Familie und Beruf vereinbart werden können. Während bei Kinderbetreuung und Schulen die Politik die Zeichen der Zeit erkannt haben und das bisher Geleistete konsequent fortgeführt werden sollte, hakt es in der Siedlungspolitik noch gewaltig. Noch immer hat man den Eindruck, dass diejenigen den Ton angeben in Konstanz, die versorgt sind – die, die sich die auf anspruchsvoll getrimmten Mietwohnungen nicht leisten können oder denen die Bauplätze nach ewigen Debatten um die Nachverdichtung und selbstverliebtem Ringen um großzügige Siedlungsstrukturen zu teuer geworden sind, haben keine Lobby. Das ist fatal, sind diese Menschen doch das Gesicht des zukünftigen Konstanz.

Konstanz hat die Kraft, sich der drei großen Zukunftsthemen anzunehmen. Zwar sind die fetten Jahre vorbei, aber im Gegensatz zu vielen anderen Kommunen in Deutschland steht die größte Stadt am Bodensee noch gut da. Für Pessimismus gibt es keinen Anlass. Doch in einer Stadt, in der Motzer leider oft mehr Beifall finden als Macher, sollte sich zumindest eine Grunderkenntnis langsam Bahn brechen: Zu tun ist genug.

29. Dezember 2009

Letzte Chance: Theater Konstanz

29.12.09 - Rockende Ganoven, Anarchisten und Überlebenskünstler! Mittwoch 30.12.09 - 20.00 Uhr Theater Konstanz.

Songs aus der Dreigroschenoper und andere musikalische Highlights aus den letzen zwei Spielzeiten!!! Wir lassen das Jahr 2009 im wahrsten Sinne des Wortes ausKLINGEN. Mit einem bunten Potpourri aus Songs der Produktionen Dreigroschenoper, British Revolution Music und Shoot the Moon katapultieren wir unsere Gäste aus der besinnlichen Weihnachtszeit heraus - hinein ins neue Jahr!

Karten gibt es noch an der Theaterkasse: 0049 (0)7531 / 900-150

Im Feuer alles verloren: Gemeinde sammelt für Brandopfer

29.12.09 - Wir finden dies eine gute Idee und unterstützungswürdig!

Die Gemeinde Wattwil SG hat einen Spendenkonto für die achtköpfige Familien eingerichtet, welche in der Nacht auf Montag bei einem Brand ihr Hab und Gut verloren hat.

Spendenaufruf
Ein Brand in der Nacht von Sonntag auf Montag raubte der 8-köpfigen Familie Nüssli, Schomatten 1605, Wattwil SG, Obdach mit Hab und Gut. Die erste Hilfe ist organisiert. Damit die Familie aber so schnell wie möglich in den Alltag zurück findet, bitten wir Sie um Spenden. Ob die Spende in Form von Geld oder anderen nützlichen Dingen sei, ist Ihnen überlassen - die Familie ist für alles dankbar. Wer gern Kleider, Mobiliar, Geschirr, Haushalt-Geräte oder Elektronik spenden möchte, nimmt bitte mit dem katholischen Pfarreisekretariat Wattwil, Frau Eicher, Tel. 071/988 10 70, E-Mail: sekretariat@kathwattwil.ch, Kontakt auf.

Bitte zahlen Sie Ihre Spende auf das PC-Konto 90-703-4, lautend auf Finanzverwaltung 9630 Wattwil, mit dem Vermerk "Familie Nüssli Wattwil" ein. Herzlichen Dank! Gemeinde Wattwil / Kath. Kirchgemeinde.


Ein Raub der Flammen ... (Foto: Kapo SG)

28. Dezember 2009

Parkstift schafft Arbeitsplätze

28.12.09 - Konstanz – Hilfsbedürftigen Menschen in Konstanz und Umgebung eine Tätigkeit zu bieten, das hat sich das Parkstift Rosenau an der Eichhornstraße als Ziel gesetzt. Nun haben weitere schwer vermittelbare Menschen eine Arbeitsstelle beim Wohnstift gefunden. Und es sollen noch weitere Stellen geschaffen werden, berichtet heute der Südkurier Konstanz.

Bereits seit längerem arbeitet die Rosenau, die zum Kuratorium Wohnen im Alter (KWA) gehört, mit der Integrationsfirma Indigo zusammen, einer Tochterfirma des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Baden-Württemberg. Indigo beschäftigt schwer behinderte und vermittelbare Menschen etwa im Bügelservice im Paradies. „Wir haben in unserer Küche zwei Arbeitsplätze geschaffen und sind sehr zufrieden mit den beiden Mitarbeitern, die vorwiegend im Spülbereich tätig sein“, erläutert Peter Coellen, Stiftsdirektor des Parkstifts Rosenau. „Eine weitere Stelle ist hier in Planung. Außerdem beschäftigen wir zwei Mitarbeiter im Rahmen einer arbeitstherapeutischen Maßnahme, die im Wohnheim für psychisch kranke Menschen der Paritätischen Sozialdienste Konstanz leben“, so Coellen. „Die Betroffenen sollen damit die Möglichkeit zur eigenverantwortlichen Lebensgestaltung bekommen“, erläutert Andreas Effinger, Geschäftsführer von Indigo, das Konzept, und: „In Zusammenarbeit mit dem KWA Parkstift Rosenau möchten wir unser Angebot für hilfsbedürftige Menschen in Konstanz und Umgebung ausbauen.“ Die über die Integrationsfirma Indigo Beschäftigten erhalten für ihre Arbeitsleistungen einen ortsüblichen Lohn, das heißt ein sozialversicherungspflichtiges Entgelt. Das motiviere enorm, sagen Peter Coellen und Andreas Effinger. Das wirke sich positiv auf das Krankheitsbild der Betroffenen aus.


Erhard Trisner von Indigo (rechts) und Stiftsdirektor Peter Coellen (Dritter von rechts) mit den Mitarbeitern, für die in Zusammenarbeit mit Indigo im Parkstift Rosenau Arbeitsplätze geschaffen wurden. Bild: KWA

22. Dezember 2009

114 Poststellen überprüft, drei ersatzlos gestrichen

22.12.09 - Die Post hat 114 Poststellen unter die Lupe genommen und entschieden, 30 von ihnen weiterzubetreiben. 49 Standorte wurden in Agenturen umgewandelt, drei wurden geschlossen, darunter auch Rorschach.

Die anderen zwei Poststellen, die ersatzlos geschlossen wurden, befanden sich im Kanton Waadt. Die Veränderungen seien immer im Dialog mit den betroffenen Gemeinden beschlossen worden, schrieb die Post in einem Communiqué. Bei der Überprüfung geht sie nach eigenen Angaben vorsichtig vor.

Finden die betroffene Gemeinde und die Post keine einvernehmliche Lösung, kann die Gemeinde die Kommission Poststellen anrufen. Sechs Fälle sind derzeit vor diesem Gremium hängig. Grund für die Überprüfung der Poststellen ist der Rückgang bei der Paket- und Briefpost, aber auch beim Zahlungsverkehr, wie die Post festhielt. Die Menge der beförderten Briefe und Pakete nahm seit 2000 um 47 Prozent ab, bei den Zahlungen beträgt der Rückgang im gleichen Zeitraum 17 Prozent.

Agenturen nach dem Modell «Post im Dorfladen» sind nach Angaben der Post beliebt bei den Kundinnen und Kunden, dies vor allem wegen der längeren Öffnungszeiten und der Kombination mit einem Laden. Im ersten Quartal 2010 will die Post als Neuerung in allen Agenturen bargeldlose Zahlungen auch mit postfremden Karten ermöglichen.

Mitte April 2009 hatte die Post angekündigt, bis 2011 insgesamt 421 Büros unter die Lupe zu nehmen, vorwiegend in kleineren und kleinen Ortschaften. Auf der im Internet veröffentlichten Liste ist ersichtlich, welche Postschalter bereits überprüft worden sind und in welcher Form und ob sie weiterbetrieben werden. Von den bisher überprüften 114 Poststellen wurden 32 durch einen Haus-Service ersetzt.

Zurzeit betreibt die Post 2348 Poststellen. Davon sind 283 Agenturen. Hinzu kommen 1154 Haus-Services. Noch 307 Poststellen werden in den kommenden zwei Jahren überprüft.

Betroffene Poststellen in der Ostschweiz: Die Liste >

21. Dezember 2009

Nochmals ein Aufruf

21.12.09 - Unterschreiben Sie als Thurgauerin und Thurgauer die beiden Thurgauer Energieinitiativen. Es ist für unseren Kanton äusserst wichtig, jetzt die Weichen zu Stellen. Wenn Kopenhagen das nicht fertig brachte - der Thurgau geht mit gutem Beispiel voran!



Verfassungsinitiativbogen >

Gesetzesinitiativbogen >

Das grösste Problem ist die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern. Die fossilen Energien haben keine Zukunft, denn sie gehen zur Neige. Da sind sich alle Experten einig. Unterschiedliche Meinungen bestehen einzig über den Zeithorizont, während dem noch fossile Energien zur Verfügung stehen. Je eher wir umstellen, desto länger können wir die endlichen Reserven noch für Bereiche nutzen, die den Umstieg auf erneuerbare Quellen nicht schnell genug schaffen. Weitere Argumente >

18. Dezember 2009

Konstanz: Wirte fühlen sich diskriminiert

18.12.09 - Konstanzer Gastronomen sind entsetzt: Sie sehen in der neuen Sperrzeitregelung der Stadt eine Diskriminierung ihres Gewerbes und einen Wettbewerbsnachteil für Konstanz. Ab 1. Januar 2010 müssen alle linksrheinischen Gaststätten und Kneipen von Montag bis Donnerstag um ein Uhr schließen - auch an der Hafenmeile.

Südkurier Kreis Konstanz
Manfred Hölzl ist sehr enttäuscht. Der Wirt der Konzilgaststätte und Ortsvorsitzender des deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga) findet es „unglaublich schade, dass wir Gastronomen nun keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr haben. Ich fühle mich als Wirt diskriminiert.“ Nach der neuen Sperrzeitregelung, die der Gemeinderat gestern bei sechs Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen beschlossen hat, darf er sein Restaurant künftig sechs Stunden in der Woche weniger öffnen als bislang. Noch können seine Gäste von Montag bis Donnerstag bis zwei Uhr nachts bleiben, die restlichen Nächte bis drei Uhr. Doch künftig zählen auch die Betriebe an der Hafenmeile zur Altstadt und müssen von Montag bis Donnerstag um ein Uhr schließen, in der Nacht auf Samstag um zwei Uhr und in der Nacht auf Sonntag um drei Uhr. „Wir Wirte werden verstärkt kriminalisiert, weil wir gegen das Gesetz verstoßen müssen“, sagt Manfred Hölzl. „Ich habe auch unter der Woche Veranstaltungen und kann meine Gäste nicht immer um ein Uhr rauswerfen.“ Als er das letzte Mal die Sperrzeit überzogen hat, musste er 250 Euro bezahlen. Wer öfter dabei erwischt wird, verliert seine Konzession. „Ich sehe es auch nicht ein, flächendeckend Sperrzeitverkürzungen zu beantragen“, sagt Hölzl. Eine Stunde Überschreitung der Sperrzeit kostet in den Konzilsälen pro Stunde 40 Euro, im Restaurant etwa 25 Euro. Der Gastronom hat für sich schon einen Beschluss gefasst: Die Narren werden ihr Feierabendbier nach der Fernsehfasnacht im Konzil sehr schnell trinken müssen. „Die Veranstaltung findet nächstes Jahr an einem Dienstag statt und ich werde pünktlich um ein Uhr schließen“, sagt Hölzl.

Auch Dieter Wäschle, Hotelier und Dehoga-Vizepräsident des Landes, findet deutliche Worte. „Die neue Regelung schadet der Gastronomie und ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß“, schimpft er. Ihn ärgert vor allem, dass die Gemeinderäte nur über den Lärm diskutiert haben, nicht aber über die wirtschaftliche Lage der Wirte. „Beim Lärm hätten wir schon eine Lösung gefunden“, sagt Dieter Wäschle. „Aber einige Betriebe werden wohl dicht machen, weil es sich jetzt für sie nicht mehr lohnt.“ Er selbst hat mit der neuen Verordnung kein Problem, wollte aber für die Kollegen kämpfen. Deshalb ärgert es ihn, dass Anselm Venedey, Inhaber des Café Wessenberg und Freie Wähler-Stadtrat, für die moderate Sperrzeitverkürzung ist und nicht für die liberalere Landesverordnung. Diese sieht vor, dass Gaststätten unter der Woche bis drei Uhr öffnen dürfen, in den Nächten auf Samstag und Sonntag sogar bis fünf Uhr. „Herr Venedey ist aus dem Dehoga ausgetreten und spricht nur für sich. Das finde ich nicht sozial“, so Wäschle.

Die Stadträte waren geteilter Ansicht, ob die Stadt der Landesverordnung folgen soll oder nicht. Letztlich scheiterte FGL-Stadträtin Charlotte Dreßen mit ihrem Antrag, die Landesregelung für ein Jahr auf Probe umzusetzen. Nur acht Räte waren dafür. Charlotte Dreßen sagte: „Wir sind eine Touristen- und Studentenstadt, aber auch genug Konstanzer gehen gern aus. Ihnen müssen wir was bieten. “ Dies meint auch Klaus-Peter Kossmehl (CDU), der nicht einsieht, warum für rechtsrheinische Kneipen andere Sperrzeiten gelten (unter der Woche bis zwei Uhr, in den Nächten auf Samstag und Sonntag bis drei Uhr). „Die Altstadtbewohner dürfen nicht gestört werden, die Wollmatinger aber schon?“, fragte er. Anne Mühlhäußer (FGL) sprach als geplagte Innenstadtbewohnerin: „Wir ertragen sehr viel Lärm. Das fängt mit den Kehrmaschinen an und auch Straßenmusik kann auf Dauer auf die Nerven gehen.“ Ein gutes Miteinander von Anwohnern und Gastronomie müsse möglich sein.

17. Dezember 2009

Einspeisetarife der EW's des Kantons TG für Photovoltaikstrom

17.12.09 - EFT / Der politische Wille - zur Reduktion des CO2-Ausstosses - wird in Kopenhagen gezeigt. 65 Staats- und Regierungschefs reisen an die Klimakonferenz. Es gilt als symbolisches Signal für die Wichtigkeit, die ein Land dem Klimaschutz zukommen lässt. „Der Klimawandel kennt keine Grenzen, er betrifft uns alle“, sprach der dänische Ministerpräsident in seiner Eröffnungsrede an der UNO-Klimaschutzkonferenz.

Wir müssen nicht warten, bis ein Beschluss verabschiedet wird und dann auch in der Schweiz langsam aber sicher umgesetzt wird. Jeder einzelne kann dazu beitragen, den CO2-Ausstoss zu reduzieren. Ein durchschnittlicher Zweipersonenhaushalt stösst jährlich 10.8 t CO2 aus. Dabei verursacht das Wohnen 27% der Emissionen. Das ist nahe am Mittel der Gesamtbevölkerung. Da das Wohnen fast einen Drittel des CO2-Ausstosses verursacht, ist hier auch ein grosses Sparpotential. Die Energiefachleute Thurgau haben auf unterschiedlicher Art mit Energiefragen um den Bau zu tun.

Da Photovoltaikanlagen umweltschonend Energie aus Sonnenstrahlen produzieren, hat der Verein der Energiefachleute eine Umfrage bei den Elektrizitätswerken im Kanton Thurgau gestartet. In der Auswertung können Interessierte vergleichen, in welchen Gemeinden wieviel für Stromrückvergütungen bezahlt wird. Die Liste antwortet einem interessieren Hausbesitzer auf die Frage: Wie viel Geld bekomme ich im Hochtarif inkl. Mwst für den gelieferten Strom vergütet?

Bei der Aufstellung wurden nur der Einspeisetarif aufgeführt. Irgendwelche Vergütungen von Zählern, Subventionen etc. sind nicht aufgelistet und bei jedem Werk zu erfragen. Die Anfrage hat gezeigt, dass sehr viele Werke ihre Einspeisetarife für alternative Stromerzeugung nicht kennen oder diese bewusst sehr tief halten. Dabei wäre dies absolut eine Möglichkeit, die Erzeuger von solchem Strom für ihr vorbildliches Verhalten zu belohnen. Liste >

Der Verein der Energiefachleute wird in Zukunft vermehrt auf die Vorbildfunktion von öffentlichen Werken schauen und deren „Bemühungen“ auch Kundtun. Die Elektrizitätswerke der einzelnen Gemeinden sind politischen Gemeinderäten unterstellt. Es wäre an der Zeit, wenn den Worten der Politiker auch Taten folgen würden.

Damit auch in Zukunft vermehrt Energieeffizienz und alternative Energieerzeugung gefördert werden können, hat sich der EFT für die Zwillingsinitiative (Unterlagen auf der ersten Seite, Anm. Redaktion) von Josi Gemperle engagiert. Diese steht kurz vor dem erfolgreichen Abschluss der Stimmensammlung. Bei einer Annahme durch das Volk, wäre die Finanzierung von alternativen Stromerzeugungsanlagen gesichert. Es bräuchte dann nur noch, wie jetzt, einen fairen Einspeisetarif durch die Werke!

Die Klimakonferenz wurde mit einer gehörigen Portion Optimismus eröffnet. Genau diesen Optimismus will der Verein mit dieser Aufstellung weitertragen und den Einen oder Anderen auf dieses Thema aufmerksam machen.

Wir müssen nicht warten, bis die Welt und die Schweiz ein Abkommen umgesetzt hat. Jeder einzelne kann jetzt schon etwas tun für die Umwelt!

14. Dezember 2009

Neuer Camping- und Ferienpark

14.12.09 - Neuer Camping- und Ferienpark Orsingen beim Bodensee eröffnet im April 2010. Das Ferienressort in idyllischer Lage bietet eine große Vielfalt.

Das Grün ist angelegt, Bäume und Sträucher gepflanzt, um sich zur Eröffnung des neuen Camping- und Ferienparks beim Bodensee im April 2010 frisch und blühend zu präsentieren. Man will sich in die schöne Umgebung mit Wald und Wiesen möglichst natürlich einfügen, und so werden die terrassenförmig angelegten Bereiche auch mit Findlingen befestigt. „Wir sind im Zeitplan“, so die Initiatoren Peter Blum und Jörg Krane, die mit ihrem Team auf Hochtouren arbeiten und nun den Innenausbau des großzügigen Bäderhauses und des Rezeptions- und Gastronomiegebäudes mit integriertem Kiosk angehen. Auch ein Haus zur Kinderbetreuung findet in einem speziellen Spielareal seinen Platz. Auf den über 105.000 Quadratmetern finden sowohl Campinggäste, Wohnmobillisten, Nutzer von Mobile Homes und eingefleischte Zelter Platz für einen entspannten Bodenseeurlaub. Das schöne beheizte Freibad mit Minigolfplatz sowie ein Bodensee-Hostel ergänzen die Einrichtungen des familienfreundlichen Ferienparks.

„Wir möchten einen breite Vielfalt für Urlaub nah an der Natur anbieten und die Gäste auch zum Austesten unserer Möglichkeiten einladen.“ So werden sich Dauercamper hier rasch wohl fühlen. Junge Leute und Familien mit leichtem Gepäck können die Zeltwiese zum Waldrand hin nutzen, die für 30 Zelte Platz bietet und über voll ausgestattete Mietzelte verfügt. Im Campingareal stehen 130 flexible und 40 Dauerstellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile zur Verfügung.

Wer noch mehr Komfort wünscht, der ist in den bestens ausgestatteten Mobile-Homes in Holzbauweise mit Balkon für jeweils vier Personen genau richtig. Mit dem Bodensee-Hostel knüpft der Ferienpark an die weltweit bekannten günstigen und praktischen Unterkünfte an. 28 Betten in unterschiedlichen Zimmergrößen und die großzügige, moderne Infrastruktur bieten Gruppen, befreundeten Familien, Einzelreisenden, Radtouristen und Wanderern eine günstige Unterkunft (Selbstverpflegung oder buchbare Essensversorgung). Mit dem Campingrestaurant, Kiosk und einem nahen Lebensmittelmarkt ist auch für das leibliche Wohl gut gesorgt.

Schöne Rad- und Wandertouren führen in die reizvolle Hegaulandschaft mit ihren beeindruckenden Vulkankegeln und Burgruinen oder zum Bodensee. Durch die günstige Verkehrsanbindung sind die attraktiven Ausflugsziele der internationalen Bodenseeregion rasch erreicht. „Gerne informieren wir unsere Gäste über die vielfältigen Erlebnismöglichkeiten in der Bodenseelandschaft, aber auch über die abwechslungsreichen Freizeitangebote unseres Ressorts“, so Jürgen Blum, der versierte Allrounder vor Ort. Während die Erwachsenen beispielsweise die Wellnessangebote der Therme am See nutzen oder einen der nahen Golfplätze besuchen, gelangen die Sprösslinge mit Seilen über einen Graben im Wald, bauen Hütten oder erfahren vom Förster Spannendes über die Bewohner des Waldes. Wasserspiele im Freibad mit seiner Wasserrutsche und noch vieles mehr lassen keine Langeweile aufkommen. Wie mit dem Kleinkind-Wasserbecken wird natürlich auch im speziellen Spielbereich der Ferienanlage an diese ganz jungen Gäste gedacht. „Wir starten mit einem bunten Strauß an Freizeit- und Erlebnisangeboten, bieten aber auch alles für Entspannung und Erholung in ruhiger Ortsrandlage“, so die Initiatoren. „Schnell am See, aber nicht mitten im Trubel“ – diese Vorzüge sind auch in den attraktiven Preisen erkennbar.

Lageplan >

Weitere Informationen zum neuen Ferienressort über http://www.camping-orsingen.de oder Camping- und Ferienpark Orsingen, Am alten Sportplatz 8, D-78539 Orsingen, Tel. +49(0)7552-26 07 13, Fax +49(0)7552-26 07 25, info@camping-orsingen.de.


Schon zeigt sich, was im kommenden Frühjahr mit frischem Grün zwischen den Stellplätzen den neuen Camping- und Ferienpark Orsingen prägt, der in schöner Sonnenlage direkt am Waldrand gelegen ist.

12. Dezember 2009

Endlich wieder einkaufen in Güttingen

12.12.09 - Der neue Lebensmittelmarkt in Güttingen hat zum ersten Mal seine Türen geöffnet. Nach Jahrzehnten können die Güttinger nun wieder im eigenen Ort einkaufen und haben sogar noch Erstaunliches in ihrem Grund und Boden entdeckt.

Radolfzell-Güttingen - Gute Laune in Güttingen. Dieses Bild zumindest konnte man gestern im Radolfzeller Ortsteil beobachten. Dort hat nach mehrmonatiger Bauzeit der Discounter „Netto“ sein Geschäft eröffnet. Direkt an der Ortseinfahrt an der B 34 soll der Einkaufsmarkt nicht nur die Bürger im Ort versorgen, sondern auch Autofahrer im Vorbeifahren zum Kaufen animieren. Das Konzept könnte dem ersten Eindruck nach durchaus aufgehen. In jedem Fall war der Parkplatz gestern praktisch ständig voll belegt.

Ein ähnliches Bild im Einkaufsmarkt selbst. Dort sondierten etliche Güttinger und wohl auch Auswärtige, ob der Markt ihren Hoffnungen und Vorstellungen entsprach. Das gut sortierte Warenangebot kommt bei den Kunden in Güttingen gut an (siehe auch Stimmen). Der Supermarkt bietet auf knapp 800 Quadratmetern Verkaufsfläche praktisch alles, was für den täglichen Bedarf vonnöten ist. Im Eingangbereich bietet zudem ein Bäcker frische Waren an. Genau so hatten es sich die Menschen in Güttingen immer gewünscht, seit die letzten Läden im Radolfzeller Ortsteil vor Jahren verschwanden. Nicht zuletzt das beherzte Handeln der örtlichen und städtischen Verwaltung haben zu dieser guten Lösung beigetragen.

Als einen „glücklichen Tag“ bezeichnete Ortsvorsteher Thomas Will den Tag der Eröffnung. Schon am Montagabend durften geladene Vertreter den Mark von innen besichtigen und schon einmal die Preise vergleichen, während die Mitarbeiter noch die letzten Waren einräumten


Blick auf Güttingen

Güttingen ist mit ca. 1300 Einwohnern ein OT von Radolfzell, direkt an einem Ausläufer des Bodanrück gelegen und idealer Ausgangspunkt für zahlreiche Rad- und Wandertouren rund um den Bodensee. Bis zum Bodensee sind es im zwischen 3 und 4km, auf gut ausgebauten Rad-/ Fußgängerwegen.

11. Dezember 2009

Gewinner des ARWA-Wettbewerbs ermittelt

11.12.09 - ARBON (kapo) Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nahmen anlässlich der Arboner Weihnachtsausstellung am Wettbewerb der Kantonspolizei Thurgau teil.

Die Kantonspolizei Thurgau war vom 2. bis 6. Dezember mit einem Stand zum Thema "Kreisel" an der ARWA vertreten. Viele Besucherinnen und Besucher liessen sich über die geltenden Vorschriften informieren. Vor allem beim richtigen Verhalten als Fahrradfahrer, sowie beim Befahren von mehrspurigen Kreiseln konnten diverse Unklarheiten beseitigt werden.

Die Verkehrsinstruktoren der Kantonspolizei Thurgau betreuten den Präventionsstand der "Verkehrssicherheit Thurgau" während fünf Tagen und beantworteten alle Fragen rund um den Kreisel.

Beim Wettbewerb gab es fünf Navigationsgeräte zu gewinnen. 865 Personen nahmen teil und mussten die folgenden fünf Fragen beantworten:

- Wer hat im Kreisel Vortritt?
* Fahrzeuge die sich bereits im Kreisel befinden

- Wann muss die Richtungsänderung angezeigt werden?
* Beim Verlassen des Kreisels

- Wann dürfen Radfahrer vom Rechtsfahren abweichen?
* Vor dem Einfahren und im Kreisel, sofern sie nicht die erste Ausfahrt benutzen

- Wo befindet sich der Kreisel auf der grossen Planskizze?
* In Affeltrangen

Die Gewinnerinnen und Gewinner der Navigationsgeräte im Wert von je Fr. 299.-- sind:
- Ruedi Rinderknecht, Romanshorn
- Ursula Kunz, Steinach
- Erika Soller, Neukrich-Egnach
- Sabrina Züst, Freidorf
- Hansruedi Jud, Romanshorn


Am Stand der Kantonspolizei Thurgau drehte sich an der ARWA alles rund ums Thema "Kreisel". (Bild: Kapo TG)

Güttinger News: Mitteilungen des Gemeinderates

11.12.09 - Gemeinderat und Verwaltungsteam der Gemeinde Güttingen wünschen allen Einwohnerinnen und Einwohnern fröhliche, besinnliche Festtage und einen guten Start ins neue Jahr 2010.

Öffnungszeiten während der Festzeit.
Der Gemeinderat hat entschieden die Regelung der kantonalen Verwaltung zu übernehmen. Das heisst: die Gemeindeverwaltung schliesst am 24. Dezember um 11.30 Uhr. Zwischen Weihnachten und Neujahr bleiben die Büros geschlossen. Ab dem 4. Januar 2010 gelten die gewohnten Öffnungszeiten, Montag bis Freitag 8.00 bis 11.30 Uhr bzw. 14.00 bis 17.00 Uhr.

Neujahrsapéro.
Der Gemeinderat lädt herzlich zum traditionellen Neujahrsapéro ein. Erstmals findet der Anlass im Foyer der Mehrzweckanlage Rotewis statt und zwar am Sonntag, 3. Januar 2010, 11 Uhr. Die Neujahrsbegrüssung wird vom Musikverein Eintracht umrahmt. Vorgängig besteht die Möglichkeit den ökumenischen Gottesdienst in der Kirche Güttingen zu besuchen. Die Feier beginnt um 10 Uhr und wird von den Seelsorgenden Anne Zorell und Stephan Mattias gestaltet.

Verlegung der Tierkörpersammelstelle in den Werkhof Altnau.
Wie bereits bekannt entspricht die Tierkörpersammelstelle im Werkhof Güttingen den revidierten Vorschriften nicht mehr. Von dieser Problemstellung ist nicht nur die Gemeinde Güttingen betroffen. In der Region hat man sich deshalb entschieden, den Neubau des Werkhofs in Altnau zu nutzen, um dort eine den Anforderungen gerecht werdende regionale Sammelstelle zu errichten. Die regionale Lösung ist wesentlich kostengünstiger als wenn jede Gemeinde eine eigene Sammelstelle betreiben müsste.

Der neue Werkhof Altnau liegt an der Moosgrabenstrasse, die Tierkörpersammelstelle befindet sich an der Ostseite des Gebäudes. Sie ist täglich während 24 Stunden zugänglich. Angeliefert werden können Tierkörper bis maximal 50kg Gesamtgewicht. Schwerere Körper sind wie bisher direkt in die Sammelstelle Alterswilen einzuliefern. Die Sammelstelle in Güttingen wird Ende Jahr ausser Betrieb genommen.


Bahnhof Güttingen: Andenken an die gute alte Zeit (GEO-Tracks GmbH)

"Ach, geh doch wieder heim ins Reich!"

11.12.09 - In der Gratiszeitung "20 Minuten" wird im Raum Zürich heftig über unsere deutschen Nachbarn diskutiert (Artikel >).

Wir im Raum Bodensee leben das vor, wo sich andere streiten. Unsere nördlichen Nachbarn sind halt direkt, offen und ehrlich und das sind wir doch auch, oder? Darum haben wir in der Regio Bodensee auch keine Probleme!

6. Dezember 2009

Geliebte Spielzeuge aus 100 Jahren

06.12.09 - Sonderausstellung „Geliebte Spielzeuge aus 100 Jahren“ weckt Erinnerungen. Zahlreiche Besucher lassen sich vom Zauber des Spielens begeistern.

Immer offen für Neues ging das Stadtmuseum Radolfzell bei der neuen Sonderausstellung „Geliebte Spielzeuge aus 100 Jahren“ ungewöhnliche Wege. Sie gewann über 130 Bürger aus Radolfzell und der Region, ihre geliebten Erinnerungsstücke aus der Kinderzeit meist zusammen mit einem Kinderbild und einer dazu gehörigen Geschichte als Leihgabe zur Verfügung zu stellen. Zum Ausstellerkreis zählen auch weithin bekannte Persönlichkeiten. Herausgekommen ist eine zauberhafte Sammlung, die die Besucher der Vernissage begeisterte und sogleich zum Erinnern und Erzählen brachte. Dies ist von Museumsleiter Achim Fenner und seinem engagierten Team durchaus gewollt und wird durch ein vielfältiges Rahmenprogramm noch gefördert. Unterstützt wird die Ausstellung von der Sparkasse Singen-Radolfzell als Sponsor. Zudem gibt es wieder eine Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft, so dass das Thema auch in die Stadt getragen wird. Hier können die Passanten in den Fenstern des Volksbank-Adventskalenders jeden Tag eines der geliebten Spielzeuge aus der Museumsausstellung im Großformat entdecken.

„Wir mussten unsere Raumkapazitäten voll ausschöpfen“, um all den schönen Puppenstuben, Kaufläden, Burgen, Schaukelpferden, Autos, Kuscheltieren, Puppen, Teddys, Meckis und schönen handgefertigten Spielsachen einen passenden Rahmen zu geben“, so Achim Fenner. Der Märklin Baukran, alte Blechautos, Loks und Dampfmaschinen gehören ebenso dazu wie Puppenküchen mit Miniaturgeschirr, die Gruppe von Lurchi und seinen Freunden, aber auch Barbies, Schlümpfe und Playmobilfiguren. Zauberhafte Einzelexemplare, Spiele und vieles mehr wäre noch zu erwähnen, doch wie eine Besucherin bei der Eröffnung sagte: „Ich muss wieder kommen – da gibt es noch so viel Schönes zu sehen, so viele Geschichten zu lesen und die alten Fotos dazu anzuschauen!“ Überall hörte man, wie sich die Gäste über eigene Kindheitserlebnisse austauschten und so manches Kind erfuhr dabei vielleicht ganz neue Geschichten von den Eltern oder Großeltern. „Wir möchten, dass sich die Besucher an den Zauber des Spielens erinnern, dieses Eintauchen und die Welt um sich herum vergessen. Und dass sie sich nach dem Besuch zu Hause kleine Inseln des gemütlichen Beisammenseins schaffen“, wünschen sich die Organisatoren.

Mit dem vielseitigen Rahmenprogramm geben sie hierzu weitere Anregungen. Neben speziellen Führungen für Kinder und Erwachsene öffnete auch Europas größte Puppenklinik erstmals ihre rege besuchte Praxis – sie kommt im März 2010 noch einmal. Beim beliebten Dampfmaschinentag am 6. Januar 2010 wird es in den historischen Mauern wieder rauchen, zischen und pfeifen. Das Stadtmuseum und das Mehrgenerationenhaus laden Alt und Jung zum gemeinsamen Erzählen und Spielen ein, und natürlich gibt es für die kleinen Besucher wieder ein kunterbuntes Spaß- und Spielprogramm.

Sehr viele der Leihgeber haben sich mit ihren Familien zwar schon an der Vernissage davon überzeugt, dass ihr Lieblingsspielzeug gut präsentiert ist, wollen aber gerne wiederkommen. Für alle, die sich ebenfalls vom Zauber des Spielens einfangen lassen möchten, sind das komplette Programm und weitere Informationen in einem übersichtlichen Flyer oder unter www.stadtmuseum-radolfzell.de verfügbar.

Das Museum Radolfzell ist jeweils dienstags bis sonntags von 10 bis 12.30 Uhr und von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet, donnerstags bis 20 Uhr. Informationen zur Sonderausstellung, Museums-Shop, Terminen sowie Gruppenpreise für Schulklassen usw. gibt es auch über Tel. 0049(0)7732-81-530 oder museum@radolfzell.de.




Petra Heintze wusste noch die Namen ihrer Lieblingsstofftiere, die sie in die Ausstellung gegeben hatte und erzählte zur Freude umstehender Besucher einige Geschichten aus ihrer Kinderzeit. Eine Szene, wie sie in der Sonderausstellung des Stadtmuseums Radolfzell „Geliebte Spielzeuge aus 100 Jahren“ immer wieder vorkommt. Bis zum 11. April ist die wunderschöne Spielzeug-Sammlung von über 130 Leihgebern aus der Region in der Ferienstadt am Bodensee zu sehen.