7. Juli 2007

Neue T14 mit einer neuen Linienführung

Aktionsplakat aus der letzten Abstimmung 2005, Bild SVP Thurgau, Resultat Kanton >, Resultat von der Umfahrung Kreuzlingen >

Im Jahr 2010 soll das Thurgauervolk erneut über die T14 abstimmen. Die Raumplanungskommission baut auf eine Hochleistungsstrasse – mit neuer Linienführung.

Frauenfeld
«Jetzt können wir die Katze aus dem Sack lassen»: Fast zwei Jahre nach dem Volksnein zur T14 stellte CVP-Kantonsrat Armin Eugster als Präsident der grossrätlichen Raumplanungskommission gestern Donnerstag 6. Juni 2007 ihre Lösung vor: Gemeinsam erarbeiteten Kommissionsmitglieder und Tiefbauamt das Projekt, das allerdings nur zu einem kleinen Teil auf dem bestehenden Strassentrassee beruht. Mit neun bürgerlichen zu drei Stimmen von SP und Grünen spricht sich die Kommission für eine neue Hochleistungsstrasse von Bonau nach Arbon aus. Das jetzige Projekt mit neuer Linienführung sei die optimalste Lösung und beruhe wenigstens von Bonau bis Märstetten auf dem bestehenden Trassee, betonten Eugster und Regierungspräsident Hans Peter Ruprecht.

Strasse näher an den Orten
Zwischen Märstetten und Weinfelden soll sie südlich der Bahn verlaufen, dann nordwärts in einen Ottenbergtunnel münden und dann ortsnah nördlich von Bürglen bis Erlen führen (siehe Karten). Bis Amriswil läuft die Strecke der Bahn entlang, der Ort wird ortsnah nördlich umfahren, um dann der Bahnlinie zum Industriegebiet Romanshorn zu folgen. Dort wird die neue T14 südöstlich zum Anschluss Arbon West geführt.

Die Kommission habe alle Vorschläge geprüft, auch die der T14-Gegner, erklärte Eugster. Die Mehrheit habe aber realisiert, dass es sich nur um Vorstellungen und nicht um Lösungen handle. Die Tieferlegung bestehender Strassen sei baulich viel zu aufwendig und kompliziert. Und mit der Trennung von Langsam- und Schnellverkehr würden bestehende Strassen doppelt so breit, was in den Orten nicht machbar sei.

Um den Schnell- konsequent vom Langsamverkehr zu trennen, brauche es daher eine Hochleistungsstrasse ohne Kreuzungen und mit niveaufreien Anschlüssen – auch um die Sicherheit zu gewährleisten, ergänzte Kantonsingenieur Andy Heller. Zudem seien Leistungsfähigkeit und Transportqualität bei einer Hochleistungsstrasse besser. Die neue T14 soll zweispurig sein, in etwa der Umfahrung Arbon entsprechen und ein Tempo von 80 bis 100 Stundenkilometern ermöglichen.

Deutliche Entlastung
Die Entlastungswirkung sei so und mit der siedlungsnahen Variante wesentlich grösser und liege zwischen 50 und 90 Prozent, so Heller und Eugster. Auf der T14 sollen zwischen Weinfelden und Amriswil rund 10 000 Autos und zwischen Amriswil und Arbon 20 000 Autos täglich verkehren, wodurch auch die Seestrasse um einen Drittel entlastet werde. Einzig Langrickenbach müsse eine Mehrbelastung und 6400 Fahrzeuge pro Tag gewärtigen.

Die Regierung wird die T14-Botschaft mit dem überarbeiteten Richtplan dem Grossen Rat unterbreiten, der 2008 entscheiden dürfte. 2010 soll das Volk abstimmen, weil bis dann die Finanzierung geklärt sei (siehe nachfolgend). Im besten Fall könne man 2014 mit dem Bau beginnen.

T14 soll 800 Millionen kosten
Bei der ersten Vorlage ging der Kanton von 500 bis 600 Millionen Franken aus, die neue T14 soll nun rund 800 Millionen Franken kosten. Die Strasse sei nicht viel teurer, vielmehr habe das Tiefbauamt alle flankierenden Massnahmen einberechnet, versicherte Baudirektor Hans Peter Ruprecht.

Die Regierung will das Projekt 2010 vorlegen, dann soll feststehen, ob der Bund die T14 oder die T13 am See in sein Grundnetz aufnimmt. Falls die T14 nur im Ergänzungsnetz figuriert, gäbe es lediglich Globalbeiträge des Bundes. Ruprecht hofft aber, dass die T14 vom Agglomerationsprogramm des Bundes profitieren kann. Der Bund werde einen Drittel bis die Hälfte der Kosten tragen, den Rest soll der Thurgau aus den 60 Millionen Franken finanzieren, die er jährlich an Strassenabgaben einnimmt. Die Gemeinden sollen nichts zahlen.

Quelle: Thurgauerzeitung

Kreuzlingen mit Seestrasse nach Romanshorn vergessen?
Der immer stärker werdende Verkehr ab dem neuen Hauptzoll müsste durch den Girsbergtunnel über den Kreisel oberhalb Kreuzlingen mit einer Umfahrungsstrasse in diese neue T14 geführt werden und nicht wieder in die Hauptstrasse 13 irgendwo beim Spital Münsterlingen. Wenn dies nicht gelöst wird, hat auch diese Variante vor dem Volk keine Chance! "Die T13 lässt grüssen". (Anmerkung sgbodensee.ch)

6. Juli 2007

See freut sich, Beeren leiden

Aprilwetter im Juli: Dem Bodensee tut es gut, die Beeren und Kartoffeln leiden aber unter der Nässe und den tiefen Temperaturen.

Jetzt könnte der Sommer endlich kommen. Lange genug hat er uns auf die Folter gespannt, nach seinem vielversprechenden Debüt im April. Aber dann ging es auf und ab mit den Temperaturen wie auf einer Achterbahn und zwischendrin gab es immer mal wieder eine kräftige Regen-Dusche. Das war auch gut so, meint Romeo Favero vom kantonalen Amt für Wasserwirtschaft. Wäre es so trocken und heiss geblieben, wie der Frühling sich angekündigt hatte, hätte es kritisch werden können. Dem Bodensee wie auch dem Grundwasserpegel hat der Regen jedenfalls gut getan. Der Grundwasserstand habe sich erholt und allmählich sei der normale Pegelstand wieder erreicht, sagt Favero.

Es fehlt ein halber Meter
Der Bodensee hat zwar im Juni um die 30 Zentimeter aufgeholt, doch zum Mittelwert der letzten 125 Jahre fehlt noch immer ein halber Meter. Favero erklärt den niedrigen Wasserstand damit, dass dieses Jahr die Schneeschmelze ausgefallen ist.

Alles im grünen Bereich gilt auch für die Thur, trotz ergiebigen Niederschlägen führt sie 110 Kubikmeter pro Sekunde. Sie ist also meilenweit von der gefährlichen Grenze entfernt. «Ab 900 bis 1000 Kubikmeter pro Sekunde wird es langsam eng», sagt Favero.Hans Stettler, der Chef des Thurgauer Landwirtschaftsamtes, findet Regen grundsätzlich auch gut. Die Kombination von Hitze und Nässe, wie sie in den letzten Wochen immer wieder der Fall war, sei aber auch ein ideales Klima für allerlei Krankheiten. Die gefährlichste davon ist der Feuerbrand, der in den Obstgärten einfach nicht zum Stillstand kommt. Aber auch Mehltau und Krautfäule vermehren sich geradezu prächtig. Besonders Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten würden unter dem launischen Wetter leiden.

Einbussen bei der Ernte
Eigentlich müssten sich die Landwirte dringend um ihre Pflanzen kümmern. Doch wegen der nassen Böden seien viele Arbeiten gar nicht möglich. «Es ist ein bisschen zum Verzweifeln», sagt Stettler. Er befürchtet für dieses Jahr deshalb schon jetzt «empfindliche Ernte-Einbussen».
Das kann Peter Konrad nur unterschreiben. «Der Vorsprung, den wir im Frühling hatten, ist dahin», sagt der Chef der Fachstelle Gemüse- und Beerenbau am landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg. Im Gegenteil: Die Beeren, die jetzt Hochsaison haben sollten, «dümpeln zögernd vor sich hin». Wenn es kalt ist, dann wachsen die Kulturen langsamer. Mit dem Ergebnis, dass für einen Juli ungewöhnlich viele Gesuche auf Gemüse-Importe gestellt worden sind. Quelle: Thurgauerzeitung

2000 Tonnen Stahl für AFG-Arena

Die Romanshorner Ernst Fischer AG erstellt die Träger für die Konstruktion der St. Galler AFG-Arena. 150 bis 200 Transporte werden nötig sein, um die Teile auf die Baustelle zu bringen.

Romanshorn – «Es ist natürlich ein spezielles Gefühl, für das neue St. Galler Fussballstadion zu arbeiten. Im gleichen Atemzug wird einem aber auch die Verantwortung bewusst, die damit einhergeht», sagt Roland Gutjahr. Er ist Mitinhaber und CEO der Romanshorner Ernst Fischer AG. Die vor über 80 Jahren gegründete Firma arbeitet im Moment mit Hochdruck an einem für die ganze Ostschweiz wichtigen Projekt mit: Sie plant und produziert im Auftrag der Generalunternehmerin HRS die Stahlkonstruktion für die in Entstehung begriffene AFG-Arena in St. Gallen.

Auf den Zug aufgesprungen
In der ersten Phase der Arbeitsausschreibungen fürs Stadion machte die Ernst Fischer AG nicht mit. «Erst in einer zweiten Phase wurden wir eingeladen, Vorschläge und ein Angebot zu unterbreiten. Schliesslich erhielten wir den Zuschlag für die Stahlkonstruktion, deren Montage und das Dach», blickt Gutjahr zurück. Der Auftrag der Ernst Fischer AG, die rund 100 Mitarbeiter und zwölf Lehrlinge beschäftigt: Rohen Flachstahl und Blech zu riesigen Trägern verschweissen. Auch bei der bereits abgeschlossenen Fertigung der Stahlkonstruktion für die Ikea, die ans Stadion angegliedert ist, war die Romanshorner Firma zum Zug gekommen. Das Volumen für die beiden Aufträge beträgt rund 8 Millionen Franken – «einer der grössten Aufträge in der Geschichte unserer Firma», so Roland Gutjahr.

Wie sieht die Etappierung dieses Grossauftrags aus? Roland Gutjahr: «Den Auftrag haben wir letztes Jahr im Spätsommer erhalten und dann sofort mit der Planung begonnen.» Aufgrund der aktuellen Materialknappheit auf dem Rohstoffmarkt habe die Firma dann rund ein halbes Jahr auf die Anlieferung des Materials in Romanshorn warten müssen. «Wir haben im Vorfeld eine neuartige Schweiss-maschine angeschafft und können deshalb die überaus grossen Träger wirtschaftlich verarbeiten», hält er fest. Rund 50 Prozent der Träger seien bisher fertig – «es wird jetzt laufend weiterproduziert, damit wir im August oder September mit der Montage beginnen können. Damit ein wirtschaftlicher Ablauf gewährleistet ist, muss bei Montagebeginn alles zu 90 Prozent vorproduziert sein.»

«Übersteigt das Übliche»
Um die Stahlträger von Romanshorn nach St. Gallen zu führen, werden laut Roland Gutjahr rund 150 bis 200 Transporte nötig sein. Auf der Baustelle werden die Teile dann mit einem Kran montiert. Darin liegt für Roland Gutjahr auch eine der grössten Herausforderungen – «ich bin froh, dass wir diesbezüglich auch mit der Firma Fitech aus Amriswil zusammenarbeiten können», sagt er. Ebenfalls herausfordernd sei die ganze Dimension des Auftrags: «Sie übersteigt das Übliche um ein Vielfaches», hält Gutjahr fest. So wiegen die schwersten Einzelteile für die Stadion-Stahlkonstruk-tion rund 10 Tonnen, die längsten sind etwa 25 Meter lang. Quelle: Thurgauerzeitung

Frist verstreicht ohne Ergebnis

Die vier Sonnenecke-Gemeinden und Kemmental haben noch nicht entschieden, ob sie die Leistungsvereinbarung mit Kreuzlingen Tourismus verlängern wollen.

Der Präsident von Kreuzlingen Tourismus, Markus Baiker, hatte die noch unentschlossenen Trägergemeinden im Juni gebeten, bis Ende Monat verbindlich Stellung zu nehmen, ob sie sich auch während der nächsten vier Jahre an der Tourismus-Organisation beteiligen wollen. Dieser Aufforderung sind die Gemeinden von Sonnenecke-Tourismus – Altnau, Güttingen, Langrickenbach und Münsterlingen – sowie Kemmental noch nicht gefolgt. Rita Barth, Sprecherin der Sonnenecke-Gemeinden, verweist auf eine Sitzung mit Vertretern der vier Gemeinden, die am 11. Juli stattfinden soll. An diesem Treffen werde die Leistungsvereinbarung und das künftige Ausmass der Zusammenarbeit mit Kreuzlingen Tourismus diskutiert. Danach wolle man Kreuzlingen Tourismus mitteilen, zu welchen Bedingungen die Verlängerung der Leistungsvereinbarung möglich sei.

Auch Kemmental wartet ab
Der Entscheid der Sonnenecke-Gemeinden stehe noch aus, weil man keinen früheren Sitzungstermin habe finden können. Gleichzeitig sei man auch der Meinung, dass jetzt ein Erfahrungsaustausch stattfinden müsse, damit ein Entschluss gefällt werden könne, der für alle Beteiligten «stimme». Rita Barth betont, dass sie zuversichtlich sei, dass eine Lösung zustande komme, schliesslich sei der Tourismus wichtig für die Zukunft der gesamten Region.

Noch etwas länger dürfte es dauern, bis in der Gemeinde Kemmental ein Entscheid gefällt wird. Gemeindeammann Walter Marty erklärt auf Anfrage, dass der Gemeinderat erst im Herbst über die Verlängerung der Leistungsvereinbarung befinden werde. Man wolle nichts überstürzen und Kosten und Nutzen der Leistungsvereinbarung für die Gemeinde genau prüfen. Der Kemmentaler Gemeindeammann hofft, dass es Kreuzlingen Tourismus rasch gelingt, das Negativ-image abzuschütteln. Nach seinen Angaben steht die Gemeinde Kemmental auch in Kontakt mit den Sonnenecke-Gemeinden.

Grössere Anpassungen?
Markus Baiker betont, der Vorstand werde nach dem 11. Juli mit den Sonnenecke-Gemeinden das Gespräch suchen. Der Präsident hofft, dass eine Aussprache noch im Juli möglich ist. Auch er zeigt sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann. Die Existenz von Kreuzlingen Tourismus sei keinesfalls gefährdet. Sollten grössere Veränderungen, sprich Anpassungen der Leistungsvereinbarung, auf die Organisation zukommen, müsse das weitere Vorgehen mit allen Gemeinden noch einmal besprochen werden. Quelle: Thurgauer Zeitung

5. Juli 2007

Friedrichshafen: Ausschank folgt aufs Antrommeln

Die Vorbereitungen für das 59. Seehasenfest in Friedrichshafen laufen auf Hochtouren: Philipp Schleicher, Gerda Marseglia, Hansjörg Metzger, Präsident Hermann Dollak, Harald Buckenmaier, Marktmeisterin Kerstin Schmid, Schulleiter Hans Kreuzer, Tourismusdirektor Dietmar Philipp und der Jugendschutzbeauftragte der Polizeidirektion Friedrichshafen, Hans-Peter Heilig (v.l.), haben das größte Heimatfest der Stadt bis ins Kleinste geplant. Bild: Krämer

Fünf Tage lang wird die Stadt ganz im Zeichen des größten Heimat- und Kinderfestes in der Region stehen. Markanteste Änderung des 59. Seehasenfestes: Auftakt wird schon am Donnerstag, 12. Juli, sein. Um 17 Uhr erfolgt das Antrommeln vor dem Rathaus und um 18 Uhr öffnen Biergärten und der große Vergnügungspark am Hinteren Hafen ihre Tore.

Ein Jahr vor dem 60.Seehasenfest hat sich das Seehasenfest-Präsidium dazu durchgerungen, den viertägigen Festmarathon auf fünf Tage zu erweitern. Bisher war am Seehasen-Donnerstag den Besuchern lediglich das Antrommeln vor dem Häfler Rathaus geboten. Dieses Mal geht es direkt nach der Eröffnungsansprache von Oberbürgermeister Josef Büchelmeier hinunter in die Uferanlagen, wo Festwirte mit ihrer Seehasen-Halbe auf die Besucher warten. Die kostet dieses Jahr 3,60 Euro, eine Maß 6,90 Euro, ein Jugendgetränk 2,50 Euro. "Die kleine Preiserhöhung hat etwas mit der Mehrwertsteuer zu tun", erklärte gestern Seehasenfest-Präsident Hermann Dollak.

Festlich herausgeputzt wird sich die Stadt ab nächster Woche präsentieren. 56 Fahnen zieren dann die Eugen- und die Friedrichstraße.

Das Festabzeichen, mit dem Erwachsene sämtliche Angebote, inklusive der Festaufführung zur Eröffnung des Seehasenfestes am Donnerstag-abend um 19.30 Uhr im Graf-Zeppelin-Haus, nutzen können, kostet 4 Euro. "Für jeden Besucher sollte es eine Ehrensache sein, ein Festabzeichen zu kaufen", befindet Dollak.

Den Seehasen streicheln dürfen alle Kinder dann am Samstag ab 15 Uhr. Da kommt das plüschige Symbol des Heimatfestes auf den Adenauerplatz und Erstklässler kommen in den Genuss des begehrten Hasenklees.

Wetterabhängig macht das Festpräsidium das große Feuerwerk am Samstagabend um 22 Uhr und auch den Festumzug am Sonntag, der dieses Mal unter dem Motto "Der Seehas im Land der Bücher" steht. "Ab Windstärke sechs müssen wir das Feuerwerk verschieben", sagt Dollak. Sollte eine große Hitzewelle am Seehasen-Sonntag die Stadt heimsuchen, steht auch der Festumzug mit allen Häfler Schulen auf wackligen Beinen. "Wir werden die Bevölkerung rechtzeitig informieren", sagt Dietmar Philipp, Tourismusdirektor der Stadt.

Wieder unterwegs sein werden an sämtlichen "Brennpunkten" des Seehasenfestes Hans-Peter Heilig, Leiter des Jugendschutzteams der Polizeidirektion Friedrichshafen, und seine Kollegen. So wie in den vergangenen Jahren werden verstärkt Alkoholkontrollen bei Jugendlichen vorgenommen, damit das 59. Seehasenfest genauso friedlich verläuft wie im Vorjahr.

Kerstin Schmid, zuständig für das Marktwesen in der Stadt, hat dem Vergnügungspark im Hinteren Hafen etwas Nostalgie eingehaucht. Neben Riesenrad, Autoscooter und Kettenkarussell gibt es jede Menge weitere Fahrgeschäfte aus früheren Zeiten.

Seehasenfest-Hotline unter Telefon 0049 (0)7541 300 63 96. Quelle: Südkurier

Konstanz: Händler feilen am Image der Stadt

Der neue Treffpunkt-Vorstand: (stehend von links) Ekkehard Greis, Ralf Manz, Peter Allgaier, Barbara Ulmer, Jürgen Norbert Baur und Erik Gratzfeld. Die Vorstandsmitglieder (sitzend von links) Philipp Brunner und Daniel Widmaier verzichteten auf eine weitere Kandidatur. Bild: Hanser



Die Einzelhändler der Stadt bereiten sich auf schwierigere Zeiten vor. Sie wollen das Potenzial der Einkaufsstadt besser nutzen. Denn in naher Zukunft sei es für Kunden aus der Schweiz nicht mehr so attraktiv, in Konstanz einzukaufen, hieß es am Rand der Hauptversammlung des Treffpunkts Konstanz. Die Mitglieder wählten Jürgen Norbert Baur zum neuen Vorsitzenden.

Die Einzelhändler wollen vorbauen und den Standort fit für die Zukunft machen. Sie rechnen mit einer Annäherung der Schweiz an die EU (Europäische Union). Dann gleiche sich der Währungskurs an und es sei für Schweizer Kunden längst nicht mehr so interessant, über die Grenze zum Einkauf zu fahren, sagte ein Händler zum SÜDKURIER. Ein anderer forderte, den Touristen Konstanz stärker als Einkaufsstadt näher zu bringen, bislang werde zu wenig in dieser Hinsicht geworben.

Jürgen Norbert Baur skizzierte die künftigen Aktivitäten. Er will die Innenstadt stärker als großes "Shoppingcenter", also ein Einkaufszentrum mit vielen Geschäften, vermarkten. Er setze auf einen attraktiven Auftritt der Läden, guten Service, ein ausgefeiltes System zur Kundenbindung, aber auch ein freundliches, gepflegtes Erscheinungsbild der Stadt. "Die Kernöffnungszeiten sind ein toller Erfolg", sagte er. So habe sich der Einkauf am Samstag bis 18 Uhr bewährt. Ein weiteres wichtiges Thema sei die Weihnachtsbeleuchtung: Sie müsse so schön werden wie auf der Marktstätte und in der Zollernstraße. "Die Begrünung von Plätzen werden wir ebenfalls weiter angehen."

Der nächste verkaufsoffene Sonntag wird am 28.Oktober sein. Er steht unter dem Motto "Einkaufen und entdecken". Dabei wird mit den städtischen Museen zusammengearbeitet. Die Händler wollten den Aktionstag nicht mehr an das Suserfest koppeln. Man müsse allerdings den Spagat halten zwischen Aktionen und dem eigentlichen Ziel, die Kunden in die Geschäfte zu bringen, sagte die bisherige Vorsitzende Barbara Ulmer. Sie verzichtete aus Zeitgründen auf das Amt, wurde aber zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Jürgen Norbert Baur dankte ihr, sie sei sehr mutig gewesen mit ihren Ideen.

Zwei Aktionen fanden nicht bei allen Händlern Anklang: die Eislaufbahn und die Abendveranstaltung "Dolce Notte". Beides seien aber gute Ideen, die sich ausbauen ließen, sagte Barbara Ulmer. So habe das warme Wetter der Eislaufbahn sehr geschadet. Es werde daran gedacht, einen neuen Versuch mit einer anderen Bahn an einem anderen Standort zu wagen, berichtete ihr Nachfolger. Die Zusammenarbeit mit der Gastronomie soll stärker ausgebaut werden. So sei der "Gelüste-Teller" beim verkaufsoffenen Abend während der Fußball-WM sehr gut angekommen.

Bei den Vorstands-Wahlen wurden bestätigt: Ralf Manz (Finanzen), Erik Gratzfeld (Schriftführer), Ekkehard Greis (Werbung) und Peter Allgaier (Öffentlichkeitsarbeit). Der bisherige zweite Vorsitzende Daniel Widmaier sowie Philipp Brunner verzichteten auf eine weitere Kandidatur. Quelle: Südkurier

Meersburg: "Besseres Image verdient"

Beim Müller-Thurgau Wettbewerb zeichnete der Verein Bodensee Wein die besten von 287 Weinen aus (v.l.): Vorsitzender Jürgen Dietrich (li.) stellte die Sieger vor: Christian und Simone Stahl aus Auernhofen/Franken, Franz Voll aus Escherndorf/Franken, Berthold Clauß aus Lottstetten-Nack/Baden-Bodensee sowie Erich Gysel aus Hallau/Schweiz-Schaffhausen. Bodensee-Weinprinzessin Stefanie Haltmaier aus Hagnau überreichte Urkunden. Bild: Floetemeyer

Der Internationale Müller-Thurgau-Preis soll das Renommee der Rebsorte heben, die lange als Massenwein verschrien war. Die Strategie wirkt: Alle der rund 130 Plätze bei der Preisverleihung im Neuen Schloss Meersburg waren ausverkauft. Ein interessiertes Fach- und Laienpublikum dürstete danach, die zwölf Siegerweine zu probieren, die 22 Juroren per Blindverkostung aus 287 eingesandten Weinen aus vier Ländern auserkoren hatten.

Zwei der Spitzenweine kommen aus dem Bereich Baden-Bodensee: der Sieger der Kategorie halbtrockene Weine, der "Belemnit" des Weinguts Clauß aus Lottstetten-Nack sowie der Meersburger Bengel des Staatsweinguts Meersburg, der in der Kategorie der lieblichen Weine Bronze errang.

Bei den trockenen Weinen lagen zwei Franken vorne: Der "Franke" des Weinguts Franz Voll aus Escherndorf gewann in der Kategorie mit weniger als zwölf Prozent Alkohol, der "Hasennest" des Winzerhofs Stahl aus Auernhofen bei den Müller-Thurgaus mit über zwölf Prozent Alkohol. Der Wettbewerb gewinne an Bedeutung, sagte Jürgen Dietrich, Vorsitzender des Vereins "BodenseeWein", der den Wettbewerb initiierte und jährlich durchführt. Besonders freue er sich, dass die Zahl der ausländischen Teilnehmer deutlich gestiegen sei. So waren dieses Jahr 50 Müller-Thurgaus aus der Schweiz im Rennen, "vor zwei Jahren noch kein einziger." Außer deutschen und Schweizer Weinen waren auch Kandidaten aus Österreich und Luxemburg dabei. Rund 70 Prozent der eingereichten Weine waren laut Dietrich trocken, 30 Prozent hatten Restsüße.

Als "einziges internationales Weingebiet der Welt" sei der Bodensee geradezu prädestiniert für die Austragung eines internationalen Müller-Thurgau-Wettbewerbs. Dieser Wein habe ein besseres Image verdient, da es außer billiger Massenware auch "wunderschöne, feinduftige, fruchtige, modern gemachte Müller-Thurgau-Weine gibt."

Alt-Winzer Wilhelm Röhrenbach erzählte in seiner geschliffenen und humorvollen Laudatio auf den Müller-Thurgau anhand seiner eigenen Familiensaga die wechselvolle Geschichte dieser Rebsorte. Bei ihrer ersten Präsentation auf der Schweizer Weinmesse 1914 fiel die Züchtung, die Hermann Müller aus dem Thurgau 1882 gelungen war, total durch. Dennoch machte sie ihren Weg. Röhrenbachs Großvater war in den 20er Jahren so von der Sorte überzeugt, dass er sie gegen den Willen seiner Dienstherren von den markgräflich-badischen Weingütern in Salem heimlich aus der Schweiz nach Schloss Kirchberg schmuggelte. Quelle: Südkurier

Romanshorn: «…dann wird die Perle glänzen»

«Die Entwicklung der Reservationen ist sehr gut»: Sami Debabbi, Pächter des Hotels Inseli. Bild: Daniel Walt

Seit einem Monat ist das Romanshorner Parkhotel Inseli wieder offen. Pächter Sami Debabbi über die Auslastung der Hotelbetten, Reaktionen der Gäste, den Restaurationsbetrieb und die hohen Ansprüche ans Personal.

Herr Debabbi, vor der Wiedereröffnung des Hotels Inseli sagten Sie, dieses Haus sei eine Perle, die man pflegen müsse, damit sie wieder glänze. Wie stark glänzt sie jetzt, nach einem Monat Betrieb?
Sami Debabbi: Erst wenig – wir sind noch nicht mit allem, was wir machen wollen, fertig. Es gibt noch einiges zu tun. Wir sind beispielsweise gerade daran, die Teppiche im gesamten Hotelbereich auszuwechseln, und es gibt auch neue Storen. Bereits repariert ist der Whirlpool. Und wenn sich die bauliche Erweiterung, die für den Betrieb dieses Hauses nötig ist, realisieren lässt, dann wird die Perle wieder wirklich glänzen.

Der Hochsommer lässt derzeit auf sich warten – wie viele Prozent der 37 Hotelbetten sind im «Inseli» momentan belegt?
Debabbi: Im Moment rund 50 bis 60 Prozent. Aber einige Zimmer sind wegen Renovationsarbeiten sowieso noch gesperrt.

Wie hoch war die durchschnittliche Belegung über den gesamten ersten Monat gesehen?
Debabbi: Es gab Phasen, wo wir Vollbelegung hatten, teils waren es nur 30 Prozent. Im Schnitt dürften wir bei zwischen 40 und 50 Prozent liegen.

Und welche Art von Hotelgästen durften Sie bisher im «Inseli» begrüssen?
Debabbi: Viele Gäste von Romanshorner Firmen, aber auch Tagestouristen. Und einige Personen, die eine Woche Ferien in Romanshorn verbracht haben.

Entspricht diese Resonanz im ersten Monat Ihren Erwartungen?
Debabbi: Ja, absolut, zumal auch die Entwicklung der Reservationen sehr gut ist – im Juli sollten wir eigentlich eine Belegung von rund 80 Prozent erreichen. Wir sind auch daran, Verträge mit einigen Reisebüros auszuarbeiten. Sie sehen also: Es floriert wieder.

Welche Rückmeldungen der Hotelgäste haben Sie bisher erhalten?
Debabbi: Wie gesagt, die Arbeiten sind noch nicht fertig. Das hat damit zu tun, dass nur wenig Zeit bis zur Wiedereröffnung da war. Das stört natürlich einige Leute. Aber generell finden es die Gäste positiv, dass das Haus wieder offen ist – sie sind glücklich darüber.

Und wie läuft es bisher im Restaurationsbetrieb?
Debabbi: Sehr gut. Ich erhalte viele Komplimente an unsere Küche, in der alles auf Frischprodukten basiert. Wir hatten auch bereits Reservationen für Anlässe, und die Leute waren begeistert. Zudem: Wenn das Wetter schön ist, ist unsere Terrasse voll.

Inwieweit wurde das Haus bisher auch von der Romanshorner Bevölkerung genutzt?
Debabbi: Die Fischer am frühen Morgen sind wieder da. Auch sonst kamen viele Einheimische. Und sie haben sich glücklich darüber gezeigt, dass das «Inseli» wieder offen ist und sie die schönste Terrasse in Romanshorn wieder geniessen können. Wir hoffen, dass die positive Entwicklung weitergeht. Die Romanshorner sind herzlich willkommen bei uns.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigen Sie momentan? Es ist zu hören, dass es zu einigen Personalwechseln gekommen sei…
Debabbi: Im Moment sind es 22 Angestellte. Es gab einige Wechsel, denn ich stelle hohe Anforderungen. Es sind nicht alle geeignet, um in diesem Haus zu arbeiten.

Das «Inseli» will gehobene Qualität bieten, was seinen Preis hat. Widerspricht das nicht dem ebenfalls von Ihnen geäusserten Ziel, dass das «Inseli» wieder zu einem Haus für die gesamte Romanshorner Bevölkerung werden soll?
Debabbi: Nein, denn wir haben für jedes Budget ein Angebot. Es kamen schon Romanshorner zu uns und fragten, ob sie ein Menü für 20 Franken haben können – unsere Antwort: «Kein Problem!» Zudem kostet auch sonstwo ein Kaffee 3.80 Franken oder ein Stück Kuchen 4.50 Franken. Und wenn jemand auf der Terrasse nur etwas trinken wollte, haben wir noch nie gesagt, es sei alles für Leute besetzt, die essen wollen. Denn: Wer Gutes sät, wird Gutes ernten.

Interview: Daniel Walt, Thurgauer Tagblatt

Zuerst investieren
«In jedes Geschäft, das man aufbaut, muss man zuerst investieren – Zeit und Personal beispielsweise», sagt Sami Debabbi auf die Frage, ob der Betrieb im «Inseli» bereits kostendeckend sei. Er rechnet aufgrund des Reservationsstandes aber damit, dass im «Inseli» bereits im Juli mehr eingenommen als ausgegeben wird. (dwa)

Ergänzt

Sami Debabbi über…

… das Wetter in der Schweiz: Wechselhaft – aber ich nehme es, wie es kommt.

… Heimweh nach Tunesien: Ich lebe jetzt schon seit 20 Jahren in der Schweiz und bin Bürger dieses Landes – die Schweiz ist meine Heimat. Ich reise aber mehrmals im Jahr nach Tunesien.

… Romanshorn: Ein sehr schöner Ort. Und ich habe bisher nur freundliche Leute getroffen. (dwa)

4. Juli 2007

Güttingen: Gschweltiplausch auf dem Seidenhof

Am 8. Juli 2007 ab 10.00 Uhr (bei jedem Wetter, alles unter Dach) findet der Gschwellti-Plausch auf dem Seidenhof in Güttingen (an der Hauptstrasse zwischen Güttingen und Kesswil) die Fortsetzung. Der Musikverein Eintracht Güttingen bietet Ihnen wieder ein Gschwellti-, Käse- und Salatbuffet à discrétion an. Dazu ein feines Dessertbuffet und zum Abschluss eine tolle Bar (auch mit alkohlfreien Getränken). Für die kleineren Besucher steht ein Spielplatz zur Verfügung.

Zur Unterhaltung haben wir für Sie dieses Jahr eine Überraschung: Die runden Oberkrainer (Okrogli muzikantje) aus Slowenien, für Kenner ein absoluter Genuss.

Sie erreichen den Seidenhof ab dem Radweg Romanshorn-Kreuzlingen und der Hof liegt an der Hauptstrasse. Es sind genügend Parkplätze (im Grünen) vorhanden.

Der Musikverein Eintracht Güttingen und die Familie Rutishauser vom Seidenhof freuen sich über Ihren Besuch.

Dorfmarkt Altnau am Samstag

Die Marktfahrer werden am kommenden Samstag, 7. Juli, von 9 bis 13 Uhr den neuen Raiffeisenplatz belegen und für die Besucher des Altnauer Dorfmarktes ein einmaliges Angebot bereithalten.

Der Shuttlebus ist wieder im Einsatz, und im Stundentakt werden die verschiedenen Stationen angefahren: Campingplatz Panorama 9 Uhr, Campingplatz Ruderbaum beim Bahnhof 9.15 Uhr, Möve Landschlacht 9.30 Uhr, Schulhausplatz Landschlacht 9.40 Uhr, dann Raiffeisenbank Altnau.

Die Gäste des Campingplatzes Kreuzlingen erhalten bei ihrer Rezeption eine Bahnbus-Fahrkarte und können damit kostenlos an den Dorfmarkt in Altnau fahren. Am 7. Juli wird ausserdem Inline-one-eleven-Tag sein. Am Dorf.markt gibt es deshalb auch Neuigkeiten über diesen einmaligen Sportanlass

3. Juli 2007

Universität St.Gallen gründet Alumni-HSG Beirat

Gemeinsam mit ihrer Alumni-Organisation initiiert die Universität St.Gallen (HSG) den Alumni-HSG Beirat. Er unterstützt die HSG bei der Umsetzung ihrer «Vision 2010» und der damit verbundenen Entwicklungsziele. Alumnae und Alumni sowie weitere Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft bringen ihr Fachwissen ein, erschliessen der HSG ihre Netzwerke und erarbeiten Finanzierungskonzepte für konkrete HSG-Projekte.

Der Alumni-HSG Beirat wurde in der jüngsten Sitzung des Universitätsrates auf drei Jahre gewählt. Er umfasst 15 Mitglieder und kann künftig noch erweitert werden. Ex officio gehören dem Beirat ausserdem der Rektor, ein Prorektor, der Präsident der Alumni-Organisation «HSG Alumni», und der Dean der «Executive School of Management, Technology and Law» (ES-HSG) an. «Wir freuen uns, dass es gelungen ist, den Alumni-HSG Beirat mit solch hochkarätigen Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zu besetzen, die sich der HSG verbunden fühlen und sich für die Universität St.Gallen engagieren möchten», so der Rektor, Prof. Ernst Mohr, PhD.

Die Positionierung der HSG als eine der führenden Wirtschaftsuniversitäten Europas ist in der «Vision 2010» als zentrales Ziel festgeschrieben. Die Universität hat sich dazu drei übergeordnete Entwickungsziele auf Basis ihrer Vision gesetzt: Die Themenführerschaft auf ausgewählten Gebieten grosser gesellschaftlicher Relevanz, die lebenslange Bindung und lebenslanges Lernen sowie die fokussierte Internationalisierung der HSG.

Um die genannten Entwicklungsziele bis 2010 zu erreichen, hat der Alumni-HSG Beirat nicht nur beratende Funktion, sondern wird eigene Entwicklungsprojekte im Rahmen der gesamtuniversitären Zielsetzung konzipieren und begleiten. Er erschliesst der HSG Netzwerke, externe Wissensressourcen und Finanzierungsquellen.

Broschüre

Allensbach: Land unterstützt Schilfprojekt

Sie stehen - im wahrsten Sinne - auf Schilf (von links): Jochen Goedecke von Plenum, Minister Peter Hauk, Abgeordneter Andreas Hoffmann sowie die Elabo-Gesellschafter Helmut Müller, Gerhard Worm und Reinhard Kimmich. Bild: Zoch

Das Projekt Schilfheizkraftwerk in Kaltbrunn ist einen entscheidenden Schritt vorangekommen. Landwirtschaftsminister Peter Hauk machte bei einem Vororttermin den privaten Initiatoren finanzielle Zusagen, durch die mindestens bis 2018 gesichert ist, dass das Brennmaterial kostenlos zur Verfügung steht. "Die Landesregierung ist sehr interessiert an diesem Projekt", sagte der Minister.

Bürgermeister Helmut Kennerknecht sprach den für das Projekt "absolut kritischen Punkt" beim Vororttermin auf dem Müller-Hof an. Das Brennmaterial müsse 20 bis 25 Jahre garantiert kostenlos sein, wenn das Schilfheizkraftwerk, für das rund 800000 Euro zu investieren sind, rentabel sein soll. Von dieser Voraussetzung geht die Fachhochschule Rottenburg in ihrer Machbarkeitsstudie aus, die noch einmal von einem Ingenieurbüro überarbeitet werden soll. In den vergangenen drei Jahrzehnten wäre dies der Fall gewesen, weil das Land und die EU je zur Hälfte eine Landschaftspflegeprämie fürs Schilfmähen zahlen. Die EU hat hierüber aber nur jeweils für fünf Jahre Verträge abgeschlossen. Gesichert ist damit die Förderung nur bis 2013. Hauk sagte nun zu, das Land werde bis 2018 den Anteil der EU übernehmen, falls diese aussteige. "Was ich nicht erwarte", so Hauk: "Die Politik in der EU sieht nicht so aus, als würde es hier einen grundlegenden Wandel." Zumal das Projekt alles das biete, "was die EU derzeit will". Das Land werde aber in den nächsten Wochen versuchen, die EU "zu einer rechtlichen Aussage zu bewegen", wie es mit der Förderung in Zukunft aussieht. Der Landtagsabgeordnete Andreas Hoffmann meinte ebenfalls, es sei "äußerst unwahrscheinlich", dass die EU aussteige. Die Schilfflächen müssten - wie bisher - sowieso weiterhin gepflegt werden.

Für den Fall der Fälle sagte Hauk aber bereits zu, das Land werde auch nach 2018 mindestens seine Hälfte der Prämie auf mehrere Jahre hinaus bezahlen. "Ich würde sagen, das ist das Modell wert", meinte Hauk. Damit könnten die privaten Initiatoren den interessierten Bürgern eine "Zehn-Jahre-Preisgarantie" geben und ihnen darüber hinaus versichern: "Auch danach zahlt ihr nicht mehr als für fossile Brennstoffe." Ferner sagte Hauk zu, er werde mit dem Wirtschaftministerium reden wegen einer Landesbürgschaft für den 200000-Euro-Kredit, der für die Investition einkalkuliert ist. Außerdem könnte man ein vereinfachtes Flurneuordnungsverfahren angehen, "wenn's der Sache dient". Denn nur etwa die Hälfte der benötigten rund 200 Hektar Schilfflächen sind im Landesbesitz, der Rest verteilt sich auf zirka 400 Eigentümer.

Bei dem von Helmut Müller, Reinhard Kimmich, Gerhard Worm und weiteren Kaltbrunnern vorangetriebenen Projekt "Energie und Landschaftspflege am Bodensee" (Elabo) ist geplant, eine Strohfeuerungsanlage mit Schilf zu betreiben. Über ein Nahwärmenetz sollen 50 bis 75 Prozent der 165 in Frage kommenden Gebäude im Ort mit Wärme versorgt werden; Hauk meinte, man sollte möglichst noch mehr Gebäude anschließen. Mit diesem modellhaften Heizkraftwerk könnten große Mengen an Öl, Gas und Kohlendioxid eingespart werden.
Quelle: Südkurier

Kreuzlingen: Open-Air-Kino startet am 6. Juli

Im Hafenareal findet vom 6. bis 29. Juli das 13. Open-Air-Kino Kreuzlingen statt.

Direkt neben der Schiffsanlagestelle steht im Seeburgpark das Open-Air-Kino. Es gebe eine Mischung von Filmen aus verschiedenen Genres, schreibt die Veranstalterin, die Open-Air-Kino Cinair AG, in ihrer Mitteilung. Nebst den Filmen gibt es auch Live-Musik-Darbietungen: am Eröffnungsabend (Freitag) spielen Supercross Coversongs unplugged und am letzten Abend, Sonntag, 29. Juli, gastiert die Soulformation Denis Artis & Band.

Zwei Vorpremieren stehen auf dem Programm: Am Donnerstag, 12. Juli, «Next» mit Nicolas Cage und Julianne Moore und am Samstag, 28. Juli, «Because I Said So» mit Diane Keaton. Die Schönheit der Arktis zeigt der Film «Der weisse Planet» am Sonntag, 8. Juli. Gefühlvoll sind auch «Away From Her» (Dienstag, 10. Juli) mit Julie Christie und Michael Murphy oder «La môme – La vie en rose», (Dienstag, 17. Juli), das Leben von Edith Piaf, dargestellt von der brillanten Marion Cotillard. Live zu Gast ist Regisseur Fredi M. Murer bei seinem Film «Vitus» (Dienstag, 24. Juli), der Gewinner Schweizer Filmpreis 2007.

Die Filme können auch vom Kinorestaurant aus gesehen werden; Essen gibt es ab 19.30 Uhr. Daneben gibt es eine Kino-Bar. Tickets sind unter www.open- air-kino.ch oder bei der TCS-Geschäftsstelle erhältlich. Die Abendkasse öffnet um 19.30 Uhr. Die Vorführungen beginnen um circa 21.15 Uhr bei jeder Witterung, ausser bei Sturm. Quelle: Thurgauer Tagblatt