Eine neue B33-Trasse zwischen Allensbach und Konstanz rückt in weite Ferne: Das Land rechnet nach einer eigenen Liste frühestens 2016 mit dem Baubeginn. Der Konstanzer Oberbürgermeister Horst Frank zu dieser Entwicklung: "Wir können das nicht akzeptieren."
Im Auftrag des Landtags hat die Landesregierung 130 Straßenbauprojekte nach ihrer Dringlichkeit geordnet. Nach dieser Liste ist nur das B33-Teilstück in Konstanz von der Rheinbrücke bis zum Flugplatz für einen sofortigen Ausbau vorgesehen. Die zehn Kilometer lange Strecke vom Flugplatz bis Allensbach-West rangiert dagegen unter den Projekten mit Baubeginn zwischen 2016 und 2025.
Ein Sprecher des zuständigen Innenministeriums bezeichnete die Liste als veränderliche Momentaufnahme. Sie solle die Landesverwaltung davor bewahren, "dass Projekte geplant werden, für die erkennbar kein Geld da ist". Gebe der Bund mehr Geld für Straßenbau, würde sich die Liste ändern. Mit dem Bundesetat "steht und fällt alles", sagte der Sprecher.
Noch im Mai hatte das Regierungspräsidium Freiburg davon gesprochen, der Baubeginn sei greifbar nahe. Damals nahm der Bund die B33-neu in seinen Investitionsrahmenplan für die nächsten drei Jahre auf. Allerdings umfasst dieser mehr Projekte, als Haushaltsmittel eingeplant sind. Zudem schrieb das Regierungspräsidium im Frühjahr die Trassenpläne fest. Trotz einer Bürgerklage gegen die Planfeststellung erwartet die Behörde bald Rechtskraft.
Der Konstanzer OB Horst Frank (Grüne) sagte, er sei angesichts der noch im Mai getroffenen Einschätzung enttäuscht. Frank griff zudem den Landtagsabgeordneten Andreas Hoffmann (CDU) an. Dieser habe die Stadt nicht eingebunden. Frank: "Ich erwarte von einem Abgeordneten, dass er in der Landeshauptstadt für die Region kämpft und nicht umgekehrt." Hoffmann erwiderte, Frank wolle mit den Vorwürfen und dem Wirbel um die B33 von seiner verfehlten Jugendpolitik ablenken. Vergangene Woche hatte der CDU-Politiker die Stadt Konstanz wegen ihres Umgangs mit trinkenden Jugendlichen kritisiert. Hoffmann nannte die Landesliste "keinen Anlass zur Aufregung". Die Liste sei Folge fehlender Bundesmittel. Nun müssten sich die Abgeordneten einsetzen, dass der Bund sie im nächsten Haushalt einstelle.
Andere Schlüsse als sein Parteifreund Frank zog der Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann. Während Frank auf die Straße pocht, sieht Lehmann in der Liste einen Beleg für zu teure Planung. Schon wegen Baukosten von 136 Millionen Euro sei mit einem schnellen Lückenschluss nicht mehr zu rechnen., Lehmann forderte, sich von der B33-Planung zu verabschieden und stattdessen auf Bus und Bahn zu setzen. Er hatte die dem Landtag zugegangene Liste veröffentlicht, später folgte Franks Bewertung. Hoffmann (CDU) sprach darum von einer "grün-grünen Luftblase".
Für den Neu- und Ausbau der Bundesstraße 33 zwischen Allensbach-West und Konstanz muss der Bund zahlen. Geplant werden Bundesstraßen aber vom Land. Die vorliegende Dringlichkeitsliste dient als Anhaltspunkt für die Landesplaner, welche Straße sie baureif im Detail konstruieren sollen und wo dies Zeit hat. Neben der B33-neu stehen für den Zeitraum 2016-25 in der Liste 43 Vorhaben, so die B31 zwischen Überlingen West und Ost, zwischen Ravensburg und Friedrichshafen sowie zwischen Stetten und Immenstaad.
17. Juli 2007
Bauland im Thurgau wird knapp
Wer im Thurgau an einem schönen und gut erreichbaren Plätzchen bauen will, der muss lange suchen oder das grosse Portemonnaie zücken. Bauland in Frauenfeld, Felben, Gachnang, Weinfelden und am See ist knapp, und die Preise sind hoch.
Die Suche nach Bauland kann im Thurgau schnell zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden. Wer Bahnanschluss voraussetzt und nicht 600 Franken pro Quadratmeter zahlen kann, der bekommt Probleme. Junge einheimische Familien benötigen für die Realisierung ihres Haustraumes entweder einen sehr langen Atem oder müssen gemäss Franziska Huber von der Immokanzlei AG, Abstriche bei der Lage in Kauf nehmen. Auf den Wartelisten der Grundeigentümer stauen sich die Namen. Nicht selten warten Interessenten zwei und mehr Jahre, um eine Chance auf Parzellen zu haben, die bis dato noch gar nicht auf dem Markt sind.
Selbst wer per Inserat Land in den Gemeinden an der Verkehrsachse Flughafen–Weinfelden sucht, erhält momentan kaum brauchbare Angebote. In Weinfelden beispielsweise waren die Parzellen im Muggenwinkel und zuletzt im Einfang in wenigen Monaten alle verkauft. Die grosse Nachfrage treibt naturgemäss den Preis hoch. In Kreuzlingen werden teilweise fast 1000 Franken pro Quadratmeter für Land in Zentrumsnähe verlangt (siehe unten).
Ihr Zürcherlein kommet
Seit den 90er-Jahren wirbt der Kanton für jährlich 400 000 Franken mit Aktionen im Grossraum Zürich für ein besseres Image und für Zuzüger. Das Konzept scheint zu wirken. Das «Paradies» im Osten ist längst kein Geheimtipp mehr. «Die Nachfrage ist in den letzten zwei bis drei Jahren klar gestiegen», sagt Werner Fleischmann, Inhaber der gleichnamigen Immobilienfirma. Im Raum Frauenfeld seien es die Zürcher, im Raum Kreuzlingen die Deutschen und im Raum Oberthurgau die St. Galler, die einerseits der Immobilienbranche zu Höhenflügen verhelfen und andererseits die Preise in die Höhe treiben würden. «Das ist für Thurgauer, die Bauland suchen, natürlich nicht so angenehm», sagt Gallus Müller, Präsident des Hauseigentümerverbandes Thurgau.
Immobilienfachmann Eugen Goldinger geht davon aus, dass die Quadratmeterpreise im Raum Frauenfeld in den letzten Jahren um 20 Prozent gestiegen sind, in der Gemeinde Gachnang gar bis zu 30 Prozent. «Wer weite Wege in Kauf nimmt, findet auf dem Land aber immer noch günstiges Land unter 200 Franken pro Quadratmeter», sagt Goldinger.
Vom Land in die Stadt
Die Schuld an der Baulandverknappung wollen die Kenner der Branche aber nicht nur den Zuzügern zuschieben. «Auch junge und alte Thurgauer ziehen derzeit lieber vom Land weg in grössere Gemeinden mit vollständiger Infrastruktur», sagt Fleischmann. Diesbezüglich habe eine Trendwende stattgefunden. Vor zehn Jahren sei es chic gewesen auf dem Land zu bauen. «Heute wollen Mütter nicht mehr hauptberuflich Taxichauffeusen für ihre Kinder sein», sagt er.
Gallus Müller vermutet den Grund für die hohen Preise auch im Raumplanungsgesetz. «Einzonungen und Zonenplanänderungen nehmen Zeit in Anspruch». Gemäss Müller sind einige Gemeinden von der starken Nachfrage überrascht worden. Zonenpläne wiederum werden in der Regel erst nach rund 15 Jahren angepasst. Das sich die Situation auf dem Thurgauer Baulandmarkt in den nächsten Jahren entspannt, ist darum kaum zu erwarten. Das Bundesamt für Statistik geht zudem davon aus, dass die Bevölkerung im Thurgau bis 2030 um rund 30 000 Personen ansteigt. Aus dem nahen Ausland und anderen Kantonen werden weiterhin viele Zuzüger erwartet.
Baulandpreise auf «Züri-Niveau»
Von wegen Mostindien, die Baulandpreise im Thurgau, vor allem im westlichen Teil, nähern sich immer mehr dem Niveau um Zürich. Dort beginnen die Preise für Einfamilienhaus-Parzellen ab 900 bis zuweilen ab 1300 Franken pro Quadratmeter. Für besonders gefragte Grundstücke am Zürichsee liegen auch 3000 Franken pro Quadratmeter drin. In Weinfelden, mit Fernsicht ins Thurtal, sind Parzellen für 800 Franken pro Quadratmeter erhältlich. Rekordverdächtig mutet der Preis für Land in Kreuzlingen an: 952 Franken pro Quadratmeter auf einer Parzelle im Zentrum. Bauland an erhöhter Lage mit Seesicht ist in Bottighofen für 857 Franken pro Quadratmeter zu haben. Quelle: Thurgauerzeitung
Die Suche nach Bauland kann im Thurgau schnell zur Suche nach der Nadel im Heuhaufen werden. Wer Bahnanschluss voraussetzt und nicht 600 Franken pro Quadratmeter zahlen kann, der bekommt Probleme. Junge einheimische Familien benötigen für die Realisierung ihres Haustraumes entweder einen sehr langen Atem oder müssen gemäss Franziska Huber von der Immokanzlei AG, Abstriche bei der Lage in Kauf nehmen. Auf den Wartelisten der Grundeigentümer stauen sich die Namen. Nicht selten warten Interessenten zwei und mehr Jahre, um eine Chance auf Parzellen zu haben, die bis dato noch gar nicht auf dem Markt sind.
Selbst wer per Inserat Land in den Gemeinden an der Verkehrsachse Flughafen–Weinfelden sucht, erhält momentan kaum brauchbare Angebote. In Weinfelden beispielsweise waren die Parzellen im Muggenwinkel und zuletzt im Einfang in wenigen Monaten alle verkauft. Die grosse Nachfrage treibt naturgemäss den Preis hoch. In Kreuzlingen werden teilweise fast 1000 Franken pro Quadratmeter für Land in Zentrumsnähe verlangt (siehe unten).
Ihr Zürcherlein kommet
Seit den 90er-Jahren wirbt der Kanton für jährlich 400 000 Franken mit Aktionen im Grossraum Zürich für ein besseres Image und für Zuzüger. Das Konzept scheint zu wirken. Das «Paradies» im Osten ist längst kein Geheimtipp mehr. «Die Nachfrage ist in den letzten zwei bis drei Jahren klar gestiegen», sagt Werner Fleischmann, Inhaber der gleichnamigen Immobilienfirma. Im Raum Frauenfeld seien es die Zürcher, im Raum Kreuzlingen die Deutschen und im Raum Oberthurgau die St. Galler, die einerseits der Immobilienbranche zu Höhenflügen verhelfen und andererseits die Preise in die Höhe treiben würden. «Das ist für Thurgauer, die Bauland suchen, natürlich nicht so angenehm», sagt Gallus Müller, Präsident des Hauseigentümerverbandes Thurgau.
Immobilienfachmann Eugen Goldinger geht davon aus, dass die Quadratmeterpreise im Raum Frauenfeld in den letzten Jahren um 20 Prozent gestiegen sind, in der Gemeinde Gachnang gar bis zu 30 Prozent. «Wer weite Wege in Kauf nimmt, findet auf dem Land aber immer noch günstiges Land unter 200 Franken pro Quadratmeter», sagt Goldinger.
Vom Land in die Stadt
Die Schuld an der Baulandverknappung wollen die Kenner der Branche aber nicht nur den Zuzügern zuschieben. «Auch junge und alte Thurgauer ziehen derzeit lieber vom Land weg in grössere Gemeinden mit vollständiger Infrastruktur», sagt Fleischmann. Diesbezüglich habe eine Trendwende stattgefunden. Vor zehn Jahren sei es chic gewesen auf dem Land zu bauen. «Heute wollen Mütter nicht mehr hauptberuflich Taxichauffeusen für ihre Kinder sein», sagt er.
Gallus Müller vermutet den Grund für die hohen Preise auch im Raumplanungsgesetz. «Einzonungen und Zonenplanänderungen nehmen Zeit in Anspruch». Gemäss Müller sind einige Gemeinden von der starken Nachfrage überrascht worden. Zonenpläne wiederum werden in der Regel erst nach rund 15 Jahren angepasst. Das sich die Situation auf dem Thurgauer Baulandmarkt in den nächsten Jahren entspannt, ist darum kaum zu erwarten. Das Bundesamt für Statistik geht zudem davon aus, dass die Bevölkerung im Thurgau bis 2030 um rund 30 000 Personen ansteigt. Aus dem nahen Ausland und anderen Kantonen werden weiterhin viele Zuzüger erwartet.
Baulandpreise auf «Züri-Niveau»
Von wegen Mostindien, die Baulandpreise im Thurgau, vor allem im westlichen Teil, nähern sich immer mehr dem Niveau um Zürich. Dort beginnen die Preise für Einfamilienhaus-Parzellen ab 900 bis zuweilen ab 1300 Franken pro Quadratmeter. Für besonders gefragte Grundstücke am Zürichsee liegen auch 3000 Franken pro Quadratmeter drin. In Weinfelden, mit Fernsicht ins Thurtal, sind Parzellen für 800 Franken pro Quadratmeter erhältlich. Rekordverdächtig mutet der Preis für Land in Kreuzlingen an: 952 Franken pro Quadratmeter auf einer Parzelle im Zentrum. Bauland an erhöhter Lage mit Seesicht ist in Bottighofen für 857 Franken pro Quadratmeter zu haben. Quelle: Thurgauerzeitung
16. Juli 2007
Reichenau: TV-Krimi lässt Streit um Kormoran eskalieren
Regisseur Jürgen Bretzinger und TV-Kommissarin Eva Mattes bei den Tatort-Dreharbeiten bei der Reichenau. Bild: van Bebber (Südkurier)Das Schilf bei der Reichenau in Flammen; ein Fischer ruft einem Kormoran-Schützer zu: "Ihr gehört hier genauso wenig hin wie die Vögel"; ein Naturschützer, der ihm dafür die Nase blutig schlägt: Der Südwestrundfunk inszenierte am Samstag auf einer Gewerbebrachfläche auf dem Reichenauer Festland einen heißen "Kormorankrieg" für den Tatort.
Die beiden Autoren des Drehbuches, darunter der auf der Höri aufgewachsene Mathias Dinter, greifen für die neue Folge des Bodensee-Krimis ein auch in der Wirklichkeit brisantes Thema auf: Berufsfischer fürchten Kormorane als Konkurrenz, während Naturschützer Abschuss und Verscheuchen der Vögel ablehnen. Die Tatort-Dreharbeiten werden noch laufen, da wird das Regierungspräsidium Freiburg diesen Monat erneut über eine Abschusserlaubnis auch am Untersee entscheiden.
Berufsfischer Norbert Knöpfler aus Langenargen, Sprecher der württembergischen Kollegen am Bodensee, sagt: "Die fressen einen Haufen Fische weg." Zudem machten die Vögel die Netze kaputt, wenn sie Fische aus ihnen rissen. Die Zahl der Kormorane steige. "Das Thema ist nicht kleiner geworden", betont er. Anders sieht das der Landesreferent für Artenschutz beim Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Martin Klatt. Nicht der Kormoran, sondern nährstoffarmes Wasser sei Schuld an weniger Fischen im See. Der Bestand der Kormorane werde sich natürlich regulieren. Besonders wehrt sich Klatt dagegen, Tiere in der Brutzeit zu jagen, um die Nester am Untersee von 100 auf 30 zu reduzieren.
Eben solch ein Szenario haben die Tatort-Macher für ihren Film gewählt: Fischer zünden Schilf an, um die Brut der Vögel zu vernichten. Nach dem Streit mit ihnen wird der Naturschützer ermordet aufgefunden. Tatort-Kommissarin Klara Blum (gespielt von Eva Mattes) ermittelt. Regisseur Jürgen Bretzinger setzt den Fall noch bis 25. Juli in Szene, gesendet wird er 2008. Bretzinger ist für die Grünen Stadtrat in Ravensburg, doch versichert: Die Fischer würden am Ende nicht als Verlierer dastehen. Er habe Verständnis für beide Seiten und esse gerne Fisch.
Autor Mathias Dinter verspricht ebenfalls überraschende Wendungen. Der Fall liege schließlich ganz anders. Der 38-Jährige lebt heute in Köln, besucht aber oft seine Eltern in der Region. Er habe bewusst ein Thema gewählt, das etwas über die Bodenseegegend erzähle, berichtet er. Für das Filmteam sind manche seiner Ideen harte Arbeit, etwa der Großbrand im Schilf. Vor Monaten nahm der SWR Kontakt zu Naturschützern auf, um einen verträglichen Platz zu finden. Die Entscheidung fiel auf die Brachfläche zwischen Bahnlinie und B33 auf dem Reichenauer Festland am Rande des Schilfgebietes. Das Brachland wurde Wochen nicht gemäht. Echtes Feuer gab es aber nicht. Die Feuerwehr rückte nur als Kulisse an. Die Flammen werden am Computer einkopiert.
Romanshorn: Von Sperrung konnte keine Rede sein
«Danke, dass Sie das nächste Mal zu Fuss kommen»: Mit Handzetteln kämpfen die Grünen gegen den Verkehr. Bild: Alois DegenhardtGrünes Forum agiert gegen den Verkehr im Romanshorner Seepark-Areal
Mit dem Verteilen von Handzetteln an Autofahrer versuchte das grüne Forum an diesem Wochenende ein Zeichen gegen den Verkehr im Hafenareal zu setzen. Die Besucher reagierten teils genervt, verwirrt oder verständnisvoll.
Alois Degenhardt (Thurgauer Tagblatt)
Von der angekündigten Sperrung hatte das grüne Forum Abstand genommen. Dafür versuchte man es mit Information: Urs Oberholzer, Bezirkspräsident der Grünen und Verfechter eines autofreien Hafenareals, verteilte beim «Panem» mit Helfern Handzettel: «Danke, dass Sie beim nächsten Mal zu Fuss, mit dem Velo oder mit den Inline-Skates in den Seepark kommen.» Die Wirkung war unterschiedlich. Bekanntlich ist das Hafenareal immer noch ein beliebter Treffpunkt Junger und Junggebliebener, die hier vor einem staunenden Publikum ihre liebevoll gehegten Fahrzeuge vorführen.
Acht Mal durchgefahren
Dieser Teil der Automobilisten fühlte sich von den Grünen, die mit Velos, Surfbrettern, Kinderwagen und sogar einem Staubsauger den Fussgängerübergang bevölkerten, schlicht genervt. Wütend wurden die Handzettel aus dem Fenster geworfen.
Einige passierten die Ein- und Ausfahrt in das Hafenareal während einer Stunde bis zu acht Mal. Ortsunkundige Besucher auf der Suche nach einem Parkplatz reagierten verwirrt bis verständnisvoll. Einige beherzigten den Rat der Protestler und machten sich auf die Suche nach einem anderen Parkplatz – oder auf den Heimweg. Die Grünen stochern da beharrlich in einem Wespennest. «Das ist nicht erst seit heute unser klares politisches Anliegen, den Verkehr mittelfristig aus dem Seepark-Areal zu verbannen», sagt Urs Oberholzer deutlich.
Einrichten einer Schranke
Auf seine Intervention hin habe der Gemeinderat versprochen, beim «Panem» die Einrichtung einer Schranke zu prüfen und eventuell auf den Sommer 2008 zu installieren. «Das ist absolut ungenügend», reagiert Oberholzer. «Wenn der Gemeinderat wirklich will, könnte man mindestens für einen Versuch den Verkehr in diesem Sommer sperren.» Niemand will so recht Stellung nehmen, in der Angst, Betroffene zu verärgern. «Dabei bringt uns der Grossteil der motorisierten Besucher ausser Emissionen rein gar nichts», schimpft ein Gast im «Panem», verschweigt aber seinen Namen. Nicht anders reagieren Geschäftsleute, Segler und Anlieger – wollen aber ebenfalls nicht öffentlich Stellung nehmen.
Mit dem Verteilen von Handzetteln an Autofahrer versuchte das grüne Forum an diesem Wochenende ein Zeichen gegen den Verkehr im Hafenareal zu setzen. Die Besucher reagierten teils genervt, verwirrt oder verständnisvoll.
Alois Degenhardt (Thurgauer Tagblatt)
Von der angekündigten Sperrung hatte das grüne Forum Abstand genommen. Dafür versuchte man es mit Information: Urs Oberholzer, Bezirkspräsident der Grünen und Verfechter eines autofreien Hafenareals, verteilte beim «Panem» mit Helfern Handzettel: «Danke, dass Sie beim nächsten Mal zu Fuss, mit dem Velo oder mit den Inline-Skates in den Seepark kommen.» Die Wirkung war unterschiedlich. Bekanntlich ist das Hafenareal immer noch ein beliebter Treffpunkt Junger und Junggebliebener, die hier vor einem staunenden Publikum ihre liebevoll gehegten Fahrzeuge vorführen.
Acht Mal durchgefahren
Dieser Teil der Automobilisten fühlte sich von den Grünen, die mit Velos, Surfbrettern, Kinderwagen und sogar einem Staubsauger den Fussgängerübergang bevölkerten, schlicht genervt. Wütend wurden die Handzettel aus dem Fenster geworfen.
Einige passierten die Ein- und Ausfahrt in das Hafenareal während einer Stunde bis zu acht Mal. Ortsunkundige Besucher auf der Suche nach einem Parkplatz reagierten verwirrt bis verständnisvoll. Einige beherzigten den Rat der Protestler und machten sich auf die Suche nach einem anderen Parkplatz – oder auf den Heimweg. Die Grünen stochern da beharrlich in einem Wespennest. «Das ist nicht erst seit heute unser klares politisches Anliegen, den Verkehr mittelfristig aus dem Seepark-Areal zu verbannen», sagt Urs Oberholzer deutlich.
Einrichten einer Schranke
Auf seine Intervention hin habe der Gemeinderat versprochen, beim «Panem» die Einrichtung einer Schranke zu prüfen und eventuell auf den Sommer 2008 zu installieren. «Das ist absolut ungenügend», reagiert Oberholzer. «Wenn der Gemeinderat wirklich will, könnte man mindestens für einen Versuch den Verkehr in diesem Sommer sperren.» Niemand will so recht Stellung nehmen, in der Angst, Betroffene zu verärgern. «Dabei bringt uns der Grossteil der motorisierten Besucher ausser Emissionen rein gar nichts», schimpft ein Gast im «Panem», verschweigt aber seinen Namen. Nicht anders reagieren Geschäftsleute, Segler und Anlieger – wollen aber ebenfalls nicht öffentlich Stellung nehmen.
Kreuzlingen: Der Traum von Olympia
In Siegerlaune: Ruderinnen und Ruderer des RC Kreuzlingen feierten Erfolge in Luzern. Bild: Christian Lohr19-jähriges Rudertalent will 2012 nach London - Ruderclub Kreuzlingen holt drei Titel auf dem Rotsee bei Luzern
Der lange Weg soll zu den Olympischen Spielen 2012 nach London führen. Vorerst herrscht beim Rudernachwuchs aus der Grenzstadt Freude über drei nationale Meistertitel.
Christian Lohr (Thurgauer Tagblatt)
Die schweizerischen Titelkämpfe, die traditionell auf dem luzernischen Rotsee stattfinden, geben jeweils eine wichtige Standortbestimmung für das aktuelle Leistungsvermögen. Für Peter Keller, langjähriger Trainer beim Ruderclub Kreuzlingen, fällt die Bilanz 2007 sehr positiv aus: «Mit den erreichten Resultaten dürfen wir zufrieden sein. Da sind hoffnungsvolle Talente für uns auf dem Wasser gewesen, die von einer erfolgversprechenden Zukunft träumen dürfen.»
Im Doppelvierer
Konkret spricht er dabei von Emanuel Hoppenstedt. Der 19-Jährige fuhr im Mekka des Schweizer Rudersports in der Elite-Kategorie im Doppelvierer mit Kollegen von Luzern, Wädenswil und Lausanne in der Besetzung des Nationalkaders nicht unerwartet den Sieg heraus. Für den PMS-Student aus Tägerwilen ist dies eine der Saisonstationen mit den Weltcupregatten von Amsterdam und Luzern sowie Ende Juli den U23-Weltmeisterschaften im schottischen Glasgow. «Spätestens beim übernächsten Mal 2012 in London will er bei Olympia dabei sein», kennt Keller die ehrgeizigen Ziele des Teamleaders der Truppe aus Kreuzlingen.
Der lange Weg soll zu den Olympischen Spielen 2012 nach London führen. Vorerst herrscht beim Rudernachwuchs aus der Grenzstadt Freude über drei nationale Meistertitel.
Christian Lohr (Thurgauer Tagblatt)
Die schweizerischen Titelkämpfe, die traditionell auf dem luzernischen Rotsee stattfinden, geben jeweils eine wichtige Standortbestimmung für das aktuelle Leistungsvermögen. Für Peter Keller, langjähriger Trainer beim Ruderclub Kreuzlingen, fällt die Bilanz 2007 sehr positiv aus: «Mit den erreichten Resultaten dürfen wir zufrieden sein. Da sind hoffnungsvolle Talente für uns auf dem Wasser gewesen, die von einer erfolgversprechenden Zukunft träumen dürfen.»
Im Doppelvierer
Konkret spricht er dabei von Emanuel Hoppenstedt. Der 19-Jährige fuhr im Mekka des Schweizer Rudersports in der Elite-Kategorie im Doppelvierer mit Kollegen von Luzern, Wädenswil und Lausanne in der Besetzung des Nationalkaders nicht unerwartet den Sieg heraus. Für den PMS-Student aus Tägerwilen ist dies eine der Saisonstationen mit den Weltcupregatten von Amsterdam und Luzern sowie Ende Juli den U23-Weltmeisterschaften im schottischen Glasgow. «Spätestens beim übernächsten Mal 2012 in London will er bei Olympia dabei sein», kennt Keller die ehrgeizigen Ziele des Teamleaders der Truppe aus Kreuzlingen.
Von solchem mag etwas ferner auch Joel Horni träumen. Der junge Mann aus Güttingen konnte sich bei den A-Junioren im Doppelzweier mit seinem Kollegen aus Thalwil ganz vorne klassieren. Das dritte Gold holte als Mitglied einer Renngemeinschaft Nico Stahlberg. Der Jugendliche aus Schönenberg war bei den B-Junioren Schlagmann im Schaffhauser Achter und gewann alleine im Skiff noch Silber. Neben Joel Horni und Nico Stahlberg darf mit Beata Bätscher (A-Juniorin) aus Neuwilen noch eine dritte Nachwuchskraft vom RCK die Schweiz am Coupe de la Jeunesse Anfang August auf dem Lago di Garda vertreten. Ihre Schwester Katrin (B-Juniorin) wurde auf dem Rotsee Zweite im Doppelvierer. Dieselbe Schlussposition gab es für die C-Juniorin Clara Henkel aus Kreuzlingen im Doppelzweier. Weiterer Meisterschaftsteilnehmer war Pascal Horni.
Gross, stark, einsatzwillig
Auf dem Wasser habe man seit März trainiert, so Peter Keller. Die konditionelle Grundlagenarbeit begann bereits nach einer Pause im vergangenen Spätsommer mit den ersten Einheiten im Oktober. Knapp 20 Mädchen und Jungs kommen in den Genuss von regelmässigen Trainings und bei entsprechendem Niveau auch Wettkämpfen.
«Wer vorwärtskommen will, der muss gross, stark und zudem einsatzwillig sein», spricht der Coach klare Worte. Die Trainings- und Renngemeinschaften zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen beurteilt man sehr positiv, beinhalteten sie doch zusätzliches Förderungspotenzial.
14. Juli 2007
Meersburg: Thermen-Trio bietet Kombi-Ticket
Die Thermen Meersburg, Überlingen und Konstanz machen gemeinsame Sache. Die Betriebsleiter Jörg Schaefer aus Meersburg, Oliver Sternagel aus Überlingen und Georg Geiger, Geschäftsführer der Konstanzer Bäder (von links), stellten das neue Dreier-Angebot gestern in Meersburg vor.Bild: Floetemeyer
Die Thermen Konstanz, Überlingen und Meersburg machen mit einer Kombikarte den ersten Schritt zur gemeinsamen Vermarktung einer Thermenlandschaft Bodensee.
Gestern stellten sie in Meersburg ihr Trio-Ticket vor. Es gibt zwei Varianten: Die drei "Tages-Thermentickets" im Scheckkartenformat kosten 24,90 Euro. Die Vergünstigung gegenüber dem Kauf von Einzeltickets beträgt 4,60 Euro. Mit den drei "Tages-Saunatickets" für 45 Euro kann der Gast sowohl die jeweilige Saunawelt als auch den Thermalbereich genießen und spart dabei insgesamt acht Euro. Die Tickets sind ein Jahr lang gültig und an andere Personen übertragbar. "Einladung zum Thermen-Hopping" nennt das "Thermen-Trio vom Bodensee" sein gemeinsames Angebot "zum Wohlfühlpreis". Jüngstes Mitglied in der neuen Bäderfamilie ist die Bodensee-Therme Konstanz, die am 20. Juli offiziell eröffnet wird.
Traute Einigkeit herrschte bei der Vorstellung des Angebots mit Vertretern der Bäder, Kommunen und Touristik aus allen drei Städten. Man wolle nicht gegeneinander sondern mitein- ander agieren, sagte Meersburgs Bürgermeisterin Sabine Becker. Und so ähnlich variierten das alle Beteiligten. Es sei eine "große Chance, uns gemeinsam zu vermarkten", sagte etwa Oliver Sternagel, Betriebsleiter der Bodensee-Therme Überlingen. Sein Meersburger Kollege Jörg Schaefer glaubt, die Aktion bewirke "eine hohe Öffentlichkeitswirksamkeit für die Region Bodensee."
Eine "Stärkung der Region" erhofft sich auch Georg Geiger, Geschäftsführer der Konstanzer Bäder. Das Interesse sei da. In der Bauphase ihrer Therme hätten 10000 Konstanzer die Konstanz-Karte genutzt, die ihnen verbilligten Eintritt in die "Übersee"-Bäder ermöglichte. Das neue Kombi-Ticket sei nicht nur ein Angebot an Urlauber sondern auch an Einheimische.
Überlingens Bürgermeister Ulrich Lutz dankte allen Betreibern für die Kooperation. "Es ist politisch richtig, dass wir uns regional vermarkten und die Kirchturmspolitik überwinden." Er hoffe, dass sich die Thermenlandschaft Bodensee als Marke etabliere und "ein Gegengewicht" zur oberschwäbischen Bäderstraße werde. Das See-Trio solle sich weniger als Konkurrenz denn als Ergänzung sehen. "Jede Therme hat ihr eigenes Profil."
So meinte Sternagel, dass die Überlinger Therme für die ganze Familie geeignet sei und als "Premiumprodukt" die prämierte Saunalandschaft habe. Schaefer und Geiger nannten als Hauptzielgruppe eher ältere Gäste "50 plus". Das aber wollte Becker nicht stehen lassen: Man sichte in Meersburg auch jede Menge "30 minus". Meersburgs Tourismus-Chefin Gesa Meyer-Wiefhausen sekundierte, man müsse die Angebote mehr "themen- als zielgruppenspezifisch sehen."
Überlingens Touristik-Chef Thomas Götz ist vom Erfolg der Kombi-Karte überzeugt, denn gerade während Schlechtwetterperioden wollten die Leute Abwechslung. Seit es die Überlinger Therme gebe, sei der Wintertourismus von 20 auf 25 Prozent am Jahresgeschäft gestiegen. Becker sieht es auch als Vorteil für die Nutzer, dass es "keinen Monopolisten gibt, der die Preise hoch treibt."
Die Thermen-Trio-Tickets gibt es in den drei Thermen sowie in den Tourist-Informationen in Konstanz, Überlingen und Meersburg. Außerdem kann man sie bestellen unter www.thermentrio.de Quelle: Südkurier
13. Juli 2007
Der Dorfbach kommt aus der Erde
Romanshorns Dorfbach wird für 6,7 Millionen Franken saniert und grösstenteils offengelegt. Überschwemmungsschäden sollen so nicht mehr vorkommen. Bauverwalter Reinhard Hofmann über das Grossprojekt.
«Die unterirdische, künstliche Röhre des Dorfbaches ist zu klein; grosse Gewitter kann sie nicht fassen. Wenn viel Wasser fliesst, übernimmt das Kanalsystem bisher einen Teil der Wassermengen des Dorfbaches», sagt Bauverwalter Reinhard Hofmann. Ist das Kanalsystem ebenfalls überlastet, fliesst das Schmutzwasser talwärts in den See und auch in Keller. «Im Extremfall können 5 bis 6 Kubikmeter Wasser pro Sekunde anfallen.»
Laut Reinhard Hofmann ist das Schadenspotenzial besonders im Zentrum von Romanshorn enorm. Im schlimmsten Fall könnten Schäden zwischen 5 und 8 Millionen Franken entstehen. «2005 kam es in Romanshorn zu einer Überschwemmung, die einen Sachschaden von 800 000 bis zu einer Million Franken verursachte. Mit dieser Sanierung kann das Schadenspotenzial praktisch eliminiert werden. Ausserdem wird der Dorfbach offen und somit auch attraktiver für Fussgänger und Velofahrer.»
Drei Rückhaltebecken
Es werden drei Rückhaltebecken ausgehoben. Diese sollen den Bachfluss bremsen oder ihn bei Bedarf ganz stoppen: Eines liegt beim Bachweg (1800 Kubikmeter), eines beim Radwäg (5200 Kubikmeter) und eines bei Aahegg (3900 Kubikmeter). Eine Röhre mit einem Durchmesser von 1 bis 1,2 Metern wird die heute bestehende 20-Zentimeter-Röhre ersetzen. Bislang verläuft der Dorfbach nur von der Romiszelgstrasse bis zur Kreuzlingerstrasse offen. Neu wird er auch ab der Kreuzlingerstrasse in einem Bachbett oberirdisch durch Romanshorn fliessen.
«6,7 Millionen Franken investieren Gemeinde, Kanton, Bund und Dritte in das Vorhaben. Der Gemeinde Romanshorn fällt ein Teil von 3,3 Millionen Franken zu, der allerdings über drei bis vier Jahre verteilt wird», so Bauverwalter Reinhard Hofmann. Die Installationen für die Arbeiten an der Kreuzlingerstrasse haben bereits begonnen. In der Mitte der Fahrbahn wird die Verkehrsinsel entfernt und eine Spundwand zur Befestigung der Erdmassen eingesetzt.
«Während der Installationen kommen wir nicht umhin, den Verkehr mit einem Lichtsignal zu regeln. Danach werden jeweils eine Strassenseite und das Trottoir zweispurig befahrbar sein», informiert Hofmann. «Fussgänger und Velofahrer werden ausserhalb der Fahrbahn auf einen provisorischen Bereich umgeleitet.» Nach den Unternehmerferien beginnen die Bauarbeiten. Im Winter soll die Unterquerung der Kreuzlingerstrasse fertig sein. Weiter sollen dieses Jahr noch die unterirdischen Röhren an der Ecke Bachstrasse und Hafenstrasse eingesetzt werden, die Bachöffnung von der Kreuzlingerstrasse entlang der Sportplätze entstehen und ein Rückhaltebecken gegraben werden. Die Unterquerung der Kreuzlingerstrasse und das Einsetzen der Röhren wird erschwert durch die vielen Werkleitungen im Boden. «Zum Teil sind Unterquerungen bis 4,5 Meter nötig.» Eine weitere Schwierigkeit, auf die sie erst kürzlich gestossen sind, ist der harte Fels.
Zu gross für Dorfbach?
2010 wird der Dorfbach in einem natürlichen Bachbett von 5 bis 10 Metern Breite durch das Dorf fliessen. «Es ist ein sehr grosses und einmaliges Projekt in Romanshorn», so Reinhard Hofmann. Wie entkräftet der Bauverwalter Kritiken, die behaupten, das Projekt sei gar zu gross für den kleinen Dorfbach? «Die Gemeinde hat die Pflicht, das Wasser so abzuleiten, dass die Leute und die Siedlung sicher sind. Solange nichts passiert, hält man die Sanierung für unnötig. Falls dann aber Sachschaden auftreten sollte, ist wieder die Gemeinde schuld.»
Quelle: Thurgauerzeitung
«Die unterirdische, künstliche Röhre des Dorfbaches ist zu klein; grosse Gewitter kann sie nicht fassen. Wenn viel Wasser fliesst, übernimmt das Kanalsystem bisher einen Teil der Wassermengen des Dorfbaches», sagt Bauverwalter Reinhard Hofmann. Ist das Kanalsystem ebenfalls überlastet, fliesst das Schmutzwasser talwärts in den See und auch in Keller. «Im Extremfall können 5 bis 6 Kubikmeter Wasser pro Sekunde anfallen.»
Laut Reinhard Hofmann ist das Schadenspotenzial besonders im Zentrum von Romanshorn enorm. Im schlimmsten Fall könnten Schäden zwischen 5 und 8 Millionen Franken entstehen. «2005 kam es in Romanshorn zu einer Überschwemmung, die einen Sachschaden von 800 000 bis zu einer Million Franken verursachte. Mit dieser Sanierung kann das Schadenspotenzial praktisch eliminiert werden. Ausserdem wird der Dorfbach offen und somit auch attraktiver für Fussgänger und Velofahrer.»
Drei Rückhaltebecken
Es werden drei Rückhaltebecken ausgehoben. Diese sollen den Bachfluss bremsen oder ihn bei Bedarf ganz stoppen: Eines liegt beim Bachweg (1800 Kubikmeter), eines beim Radwäg (5200 Kubikmeter) und eines bei Aahegg (3900 Kubikmeter). Eine Röhre mit einem Durchmesser von 1 bis 1,2 Metern wird die heute bestehende 20-Zentimeter-Röhre ersetzen. Bislang verläuft der Dorfbach nur von der Romiszelgstrasse bis zur Kreuzlingerstrasse offen. Neu wird er auch ab der Kreuzlingerstrasse in einem Bachbett oberirdisch durch Romanshorn fliessen.
«6,7 Millionen Franken investieren Gemeinde, Kanton, Bund und Dritte in das Vorhaben. Der Gemeinde Romanshorn fällt ein Teil von 3,3 Millionen Franken zu, der allerdings über drei bis vier Jahre verteilt wird», so Bauverwalter Reinhard Hofmann. Die Installationen für die Arbeiten an der Kreuzlingerstrasse haben bereits begonnen. In der Mitte der Fahrbahn wird die Verkehrsinsel entfernt und eine Spundwand zur Befestigung der Erdmassen eingesetzt.
«Während der Installationen kommen wir nicht umhin, den Verkehr mit einem Lichtsignal zu regeln. Danach werden jeweils eine Strassenseite und das Trottoir zweispurig befahrbar sein», informiert Hofmann. «Fussgänger und Velofahrer werden ausserhalb der Fahrbahn auf einen provisorischen Bereich umgeleitet.» Nach den Unternehmerferien beginnen die Bauarbeiten. Im Winter soll die Unterquerung der Kreuzlingerstrasse fertig sein. Weiter sollen dieses Jahr noch die unterirdischen Röhren an der Ecke Bachstrasse und Hafenstrasse eingesetzt werden, die Bachöffnung von der Kreuzlingerstrasse entlang der Sportplätze entstehen und ein Rückhaltebecken gegraben werden. Die Unterquerung der Kreuzlingerstrasse und das Einsetzen der Röhren wird erschwert durch die vielen Werkleitungen im Boden. «Zum Teil sind Unterquerungen bis 4,5 Meter nötig.» Eine weitere Schwierigkeit, auf die sie erst kürzlich gestossen sind, ist der harte Fels.
Zu gross für Dorfbach?
2010 wird der Dorfbach in einem natürlichen Bachbett von 5 bis 10 Metern Breite durch das Dorf fliessen. «Es ist ein sehr grosses und einmaliges Projekt in Romanshorn», so Reinhard Hofmann. Wie entkräftet der Bauverwalter Kritiken, die behaupten, das Projekt sei gar zu gross für den kleinen Dorfbach? «Die Gemeinde hat die Pflicht, das Wasser so abzuleiten, dass die Leute und die Siedlung sicher sind. Solange nichts passiert, hält man die Sanierung für unnötig. Falls dann aber Sachschaden auftreten sollte, ist wieder die Gemeinde schuld.»
Quelle: Thurgauerzeitung
12. Juli 2007
Konstanz: Wer testet das neue Bad?
Noch gibt es in der neuen Konstanzer Bodensee-Therme reichlich Platz. Eröffnung ist offiziell am 22. Juli. Zuvor jedoch dürfen schon acht SÜDKURIER-Familien das neue Bad testen. Der Südkurier hat 8 Gratis-Plätze verlost. Foto: SüdkurierAm Sonntag, 22. Juli ist es soweit: Die Bodensee-Therme Konstanz öffnet ihre Pforten. Das neue Bad mit Saunaflügel, Thermal- und Freibad lädt mit seinen abwechslungsreichen, über 3000 Quadratmeter großen Wasserflächen zum Schwimmen, Baden und Erholen ein.
Die neue Therme ist für Familien ein interessantes Freizeitangebot.
Während der Sommermonate von Juni bis Oktober haben Schwimmbegeisterte, Erlebnishungrige und kleine Wasserratten noch mehr Spaß in der neu gestalteten Außenanlage der Bodensee-Therme Konstanz mit ihren großzügigen Liegewiesen.
Im 50-Meter-Becken können Schwimmer ungestört ihre Bahnen ziehen, während sich die Kinder im großen Nichtschwimmerbecken vergnügen oder auf der 86 Meter langen Großrutsche rasante Rutschpartien wagen. Familien entdecken auf dem neu terrassierten Freigelände eine abwechslungsreiche Kleinkinder-Erlebniswelt, in der auch die jüngsten Badegäste altersgerechte Spiel- und Planschmöglichkeiten finden. In der Badminton- und Beach-Volleyball-Anlage können sich die Größeren austoben.
Internet-Rundgang unter http://www.therme-konstanz.de/. Quelle: Südkurier
Güttingen: Jungfischen Unterschlupf bieten
Präsident Guido Koller auf dem Vereinsgelände der Güttinger Fischer. Bild: mauIn Fronarbeit wird ein «Unterwasser-Gehege» instand gestellt
güttingen. Fischer wollen den See und dessen Geschöpfe nicht nur nutzen, sondern ebenso der natürlichen Balance Sorge tragen. Darum organisiert der Güttinger Fischerei-Verein in Fronarbeit die Instandstellung eines Fischreises.
Hana Mauder Wick
Für alle, die sich in Sachen Fischer-Latein weniger auskennen: Nein, der Begriff «Fischreis» hat in diesem Fall nichts mit einem leckeren Rezept für Neptuns Schuppengeschöpfe zu tun. «Fischreis» ist die Bezeichnung für «Unterwasser-Gehege», die, mit Ästen gefüllt, jungen Fischen Schutz und Unterschlupf bieten.
Der Güttinger Fischerei-Verein hält seit einigen Jahren die Konzessionen für zwei Fischreise in Güttinger Gewässern. «Eines dieser Fischreise stellen wir in diesem Jahr instand», sagt Guido Koller, Präsident des Vereines.
Strategisch günstig
In fünf bis sechs Meter Tiefe, auf der Höhe der Güttinger Moosburg, soll der 20 Meter lange und 5 Meter breite Fischreis Gestalt annehmen und parallel zum Ufer verlaufen. Dessen Standort kennzeichnen Bojen auf der Wasseroberfläche. Schiffe und Boote können die Stelle zwar problemlos passieren, hier aber nicht vor Anker gehen. Die gewählte Position befindet sich weit genug abseits von Schiffen und Badenden. Die nächsten Fischreise befinden sich in Romanshorn und Kreuzlingen. Güttingen liegt also strategisch optimal dazwischen.
Alle zwei bis drei Meter reihen sich die Holzpfähle aneinander. «Heute werden solche Konstruktionen mit Armierungseisen verstärkt», erklärt der Präsident. Bereits sind Taucher zu einer ersten Inspizierung unter Wasser angetreten. Läuft alles nach Plan, fällt der Startschuss für das Güttinger Projekt in diesem September.
Ein Geben und Nehmen
Für Arbeiten unter Wasser muss im Bereich Machbarkeit «klar Schiff» herrschen. Voraussetzungen sind gute Sicht und annehmbare Temperaturen. «Im Winter müssen die Taucher in speziellen Neopren-Anzügen arbeiten, weil das Wasser viel kälter ist», sagt Guido Koller. Die Unterwasserarbeiter reparieren und installieren in einem ersten Schritt die Extremitäten des Fischreises. Dann folgt die Befüllung des Geheges mit Astwerk. Besonders eigne sich gemäss Guido Koller Holz von Zwetschgen- oder anderen Obstbäumen, da dieses im Wasser eine längere Lebensdauer hat.
Guido Koller freut sich, bei der Verwirklichung des Projektes auf tatkräftige Unterstützung zählen zu können: «Ohne die Fronarbeit unserer Mitglieder ginge gar nichts. Aber dank der aktiven Mithilfe können wir die Kosten relativ gering halten.» Nicht mehr als 5'000 Franken soll das neue Fischreis kosten. «Wir möchten den Menschen deutlich machen, dass wir Fischer den See nicht nur nutzen, sondern ihm und seinen Lebewesen auch gebührend Sorge tragen», sagt der Fischereivereins-Präsident. Quelle: Thurgauer Tagblatt
11. Juli 2007
Storchenaktionen am Affenberg Salem
Die Jungstörche am und um den Affenberg Salem beginnen mit ihren ersten Flugübungen. Dies ist jedes Jahr ein imposantes Schauspiel für die großen und kleinen Besucher des beliebten Tierparks beim Bodensee. Foto: AffenbergNeben Affenbabys dank Experteneinsatz auch Storchennachwuchs
Die schlechten Wetterbedingungen nach Pfingsten waren verheerend für die Weißstörche. Während die elf Berberaffenbabys von ihren Familien geschützt und gewärmt wurden, kühlten die Jungstörche bei den heftigen Regenfällen aus und standen sogar teilweise im Wasser. Für die Storchenexperten des Affenbergs war Eile geboten. Während in anderen Orten der Bodenseeregion sehr viele Jungstörche verendeten, konnte man in den 18 Horsten am Park durch Aushorstung 21 der geschwächten Jungvögel retten. Dabei fanden sich in den Horsten immer wieder Plastikfetzen, die das Ablaufen des Wassers bei starken Regenfällen verhinderten. Auch bei den 17 Storchenpaaren in den Außenhorsten der umliegenden Gemeinden konnte das Affenberg-Team immerhin noch 12 Jungstörche beringen. Die Arbeit der 1978 gegründeten Storchenstation leistet einen sehr wichtigen Beitrag zur Stabilisierung der Storchenpopulation am Bodensee.
„Wir haben dennoch über die Hälfte der diesjährigen Jungstörche verloren“, bedauert der neue Parkleiter Dr. Roland Hilgartner, der mit seinen Mitarbeitern in unermüdlichem Einsatz war. Er freute sich über die erneute Hilfe der Firma Herter in Mühlhofen, die ihren Autokran zur Verfügung stellte. Im Zuge dieser Sonderaktion verlief die diesjährige Beringung somit teilweise etwas anders. Inzwischen werden die ersten Jungvögel bereits flügge. Das Fliegen ist für sie kein Problem, doch das Starten und Landen verläuft anfangs noch recht holprig und so gibt es für die Besucher des beliebten Tierparks beim Bodensee immer wieder etwas zu Lachen. Spannend wird es erneut, wenn die bekannte Störchin Maxi in Kürze einen neuen Peilsender bekommt. Hierzu reist eigens ein Wissenschaftlerteam des Naturhistorischen Museums Fribourg aus der Schweiz an, die Maxi’s Zugrouten in den Süden und zurück zu ihrem Horst beim Affenberg seit Jahren erforschen. „Natürlich halten wir unsere Parkgäste bei den täglichen Informationen an der Storchenwiese um 11 Uhr und um 16.45 Uhr auf dem Laufenden“, so Roland Hilgartner, der hofft, dass diese besondere Mission gut gelingt.
Problemlos zeigen sich dafür die rund 200 Berberaffen des großen Waldgeheges. Die süßen Affenbabys unternehmen jetzt ihre ersten Kletterversuche. Aber da sie noch nicht wie die größeren Geschwister in Windeseile über die Äste flitzen können, haben die erwachsenen Tiere stets ein wachsames Auge auf die kleinen Racker.
Auch das am Gehegeeingang gratis ausgegebene Popcorn wird gerne aus den Händen der großen und kleinen Besucher entgegengenommen.
Durch Infowände, Klapptafeln und die stündlichen Ausführungen der kompetenten Parkmitarbeiter erfahren die Gäste gleichzeitig viel Spannendes über das Familienleben ihrer tierischen Verwandten. Bei der Damwildfütterung täglich um 16.15 Uhr wird der Betreuer in Kürze auch über die Geburt der erwarteten neun Jungtiere berichten können.
Der familienfreundliche Affenberg Salem lädt täglich von 9-18 Uhr und vom 28. Oktober bis 4. November jeweils von 9-17 Uhr (letzter Einlass jeweils ½ Stunde vor Schließung) zu faszinierenden Tierbegegnungen ein. Ein Erlebnisbus verbindet den Park im Stundentakt mit den Pfahlbauten in Unteruhldingen, dem Schloss Salem und den dazu gehörenden Bahnhöfen. Motorisierte Gäste nutzen den großen, gebührenfreien Parkplatz.
Weitere Informationen über Internet oder über Affenberg Salem, D-88682 Salem, Tel. +49 (0)7553 381, Fax +49 (0)7553 6454, info@affenberg-salem.de
Kreuzlingen: Das Karussell erfindet sich neu
Dem Einkaufszentrum Karussell in Kreuzlingen steht ein Umbau bevor. Die Coop Immobilien AG investiert mehrere Millionen Franken in die Gesamterneuerung.«Nach dem Umbau des Karussells wird ein völlig neues und attraktives Einkaufszentrum in Kreuzlingen stehen», sagt Peter K. Meier von der zuständigen Direktion Coop Immobilien AG auf Anfrage. Mit den bestehenden Mietern, deren Verträge weiterlaufen, habe man bereits Gespräche geführt und grundsätzlich positive Feedbacks erhalten. Nach den Sommerferien soll das Baugesuch eingereicht werden. Sobald die Baubewilligung vorliege, werde man zügig mit dem Projekt loslegen, erklärt Meier weiter, der allerdings nicht mit einem Beginn der Arbeiten noch in diesem Jahr rechnet. Während des Umbaus soll das Einkaufszentrum Karussell geöffnet bleiben – «mit kleineren Einschränkungen». Es sei eine logistische Herausforderung, das Einkaufen im Coop-Lebensmittelladen oder im Manor auch während dieser Umbauzeit zu gewährleisten.
Zentraler Bestandteil des Umbaus ist die Vergrösserung der gesamten Ladenfläche um rund 500 Quadratmeter und damit einhergehend eine Neueinteilung des Grundrisses. Das Karussell soll neben einem neuen Einkaufsbereich (Mall) auch eine neue Haustechnik und neue Aufzüge erhalten. An- oder Aufbauten sind nicht geplant – von aussen betrachtet wird keine Volumenveränderung feststellbar sein. Eventuell werde es bei den Fassaden einen «kosmetischen Eingriff» wie etwa einen neuen Anstrich geben.
20 Millionen an Investitionen
Die Coop Immobilien AG rechnet mit Kosten zwischen 11 und 15 Millionen Franken für den Umbau des 1991 eröffneten Einkaufszentrums. Dazu kommen die Investitionen der einzelnen Mieter in ihre neuen Verkaufsläden. Gesamthaft könnte die Investitionssumme über 20 Millionen betragen, so Meier, der betont, dass die Erneuerung des Karussells nichts mit der bevorstehenden Eröffnung einer Aldi-Filiale in Kreuzlingen oder mit anderen Konkurrenten im Detailhandelsmarkt wie Migros oder Lidl zu tun habe: «Der Umbau war ohnehin geplant.» Auch seien die Umsatzzahlen bei Coop Kreuzlingen in den letzten Jahren sehr zufriedenstellend gewesen, der Zuwachs überdurchschnittlich.
Nicht nur die Kunden, auch die bisherigen Mieter sollen von der Gesamterneuerung und der attraktiven Gestaltung profitieren können. Die aus dem Umbau resultierende Mehrfläche im Karussell soll künftig aber auch von neuen Mietpartnern genutzt werden, wie es bei der Coop Immobilien AG heisst. Im Vordergrund stünden hierbei vor allem Dienstleistungsanbieter; Peter K. Meier denkt zum Beispiel an eine Schneiderei oder eine Wäscherei. «Ein erweitertes Angebot an Dienstleistungen soll schliesslich das Einkaufserlebnis positiv abrunden.»
10. Juli 2007
Konstanz: Ein Leichenschmaus auf Alemannisch
25 Jahre nach seiner Uraufführung wird der «Konstanzer Totentanz» des Dichters und Malers Bruno Epple erneut auf dem Münsterplatz gespielt. Ein buntes Kaleidoskop, in dem die Bürger der Stadt die Hauptrollen spielen.
«Das Thema hatte ich mir schon in früheren Jahren notiert, und ich hatte anfangs erwogen, ein Hörspiel daraus zu machen. Als mich der Intendant des Stadttheaters gefragt hatte, ob ich nicht Lust habe, für sein Haus etwas im Dialekt zu schreiben, fiel mir das Thema sogleich ein. Aber wie es umsetzen, wie realisieren? Das ist mir nun klar vor Augen.» Bruno Epple, vielen mehr als virtuoser Maler naiver Bilder bekannt denn als Autor, hat diese Zeilen 1980 notiert, und die Uraufführung seines Mundartstückes «Ein Konstanzer Totentanz» fand 1982 statt. Jetzt kommt das Stück ein zweites Mal in Konstanz auf die Bühne, als Freilichtaufführung zwischen Münster und den altehrwürdigen Mauern des Theaters. Regie führt Frank Lettenewitsch, der lange schon dem Haus als Schauspieler treu ist. Und in der ersten Reihe Bruno Epple, der beim Schlussapplaus mit gewürdigt wird.
Ein Stück mit Saft und Kraft
Der Totentanz stammt aus der mittelalterlichen Tradition, der Tod tritt hier als Spielmann auf, der alle ohne Unterschied eines Tages zum Reigen fordert. Auch Bruno Epples Stück nimmt den Tod zum Anlass eines Reigens, allerdings sind seine Protagonisten durchaus lebendige Konstanzer Bürger – die auf der Bühne, dem rauen Pflaster des Platzes, nun Epples Spielanweisungen folgen. Flaschnermeister Egon Duttle, der sich in der Folge eines feuchtfröhlichen Feuerwehrfestes bei einem Sturz von der Treppe das Genick bricht, hinterlässt Frau und Tochter – und seine Nachbarn und Kollegen, die den so unerwartet Dahingeschiedenen zwischen Tod und Beerdigung noch einmal mit Klatsch und Tratsch auferstehen lassen.
Der Friseursalon erweist sich dabei als unübertroffene Nachrichtenbörse, und auch die Feuerwehrkameraden wissen um manche Löschaktion, die mehr eine innerliche Trockenheit zu überwinden half. Ganz verhehlen lässt sich der Alkoholkonsum Duttles also nicht, aber es gibt auch liebevolle Erinnerungen, die den Chef, Ehemann und Vater betreffen.
Ein Stück mit Saft und Kraft, das im Volk angesiedelt ist und ohne Mundart kaum realisiert worden wäre. Nicht nur durch die Kostüme von Beate Fassnacht (der Name ist echt und verbürgt) wird das Geschehen ein wenig an die Konstanzer Strassenfasnacht angekoppelt, auch der Auftritt des langjährigen Fasnachts-Aktiven Norbert Heizmann ist ein Signal für die volkstümlichen Ansätze dieses Spiels, das die Stadt und ihre Bewohner zu Theaterleuten macht, die mehr als Laiendarsteller sind. Vier Musikanten der Konstanzer Gassefegger intonieren so etwas wie eine Konstanzer Variante des New-Orleans-Dixieland, der bei Beerdigungszügen gespielt wurde, und mit Bernd Konrad wurde ein leibhaftiger Jazzprofessor dafür gewonnen, mit seinem Saxofon durch die Szenen zu streifen und den Spielmann abzugeben, der zum letzten Tanz bittet.
Das ganze bunte Leben
Frank Lettenewitsch hat aus dem Vollen geschöpft, er lässt Motorräder über den Platz rattern, Nachbarn aus den Fenstern wettern, Feuerwehr und Polizei auffahren. Und auch einen Leichenwagen, dem der Zug der Trauernden jedoch nur so lange folgt, bis es im Toilettenhäuschen nebenan brennt und die Feuerwehr mal wieder ausrücken muss. Und so ist es dann wohl doch das bunte Leben, das einstweilen über den Tod gesiegt hat. Und das geht auch ganz in Ordnung so, immerhin ist der Duttle nun gut aufgehoben. Meint der Herr Pfarrer, und der kann sich der göttlichen Offenbarung schliesslich sicher sein. Weitere Vorstellungen
12. Juli bis 5. August. Auskunft Theater Konstanz. Quelle: Thurgauerzeitung
«Das Thema hatte ich mir schon in früheren Jahren notiert, und ich hatte anfangs erwogen, ein Hörspiel daraus zu machen. Als mich der Intendant des Stadttheaters gefragt hatte, ob ich nicht Lust habe, für sein Haus etwas im Dialekt zu schreiben, fiel mir das Thema sogleich ein. Aber wie es umsetzen, wie realisieren? Das ist mir nun klar vor Augen.» Bruno Epple, vielen mehr als virtuoser Maler naiver Bilder bekannt denn als Autor, hat diese Zeilen 1980 notiert, und die Uraufführung seines Mundartstückes «Ein Konstanzer Totentanz» fand 1982 statt. Jetzt kommt das Stück ein zweites Mal in Konstanz auf die Bühne, als Freilichtaufführung zwischen Münster und den altehrwürdigen Mauern des Theaters. Regie führt Frank Lettenewitsch, der lange schon dem Haus als Schauspieler treu ist. Und in der ersten Reihe Bruno Epple, der beim Schlussapplaus mit gewürdigt wird.
Ein Stück mit Saft und Kraft
Der Totentanz stammt aus der mittelalterlichen Tradition, der Tod tritt hier als Spielmann auf, der alle ohne Unterschied eines Tages zum Reigen fordert. Auch Bruno Epples Stück nimmt den Tod zum Anlass eines Reigens, allerdings sind seine Protagonisten durchaus lebendige Konstanzer Bürger – die auf der Bühne, dem rauen Pflaster des Platzes, nun Epples Spielanweisungen folgen. Flaschnermeister Egon Duttle, der sich in der Folge eines feuchtfröhlichen Feuerwehrfestes bei einem Sturz von der Treppe das Genick bricht, hinterlässt Frau und Tochter – und seine Nachbarn und Kollegen, die den so unerwartet Dahingeschiedenen zwischen Tod und Beerdigung noch einmal mit Klatsch und Tratsch auferstehen lassen.
Der Friseursalon erweist sich dabei als unübertroffene Nachrichtenbörse, und auch die Feuerwehrkameraden wissen um manche Löschaktion, die mehr eine innerliche Trockenheit zu überwinden half. Ganz verhehlen lässt sich der Alkoholkonsum Duttles also nicht, aber es gibt auch liebevolle Erinnerungen, die den Chef, Ehemann und Vater betreffen.
Ein Stück mit Saft und Kraft, das im Volk angesiedelt ist und ohne Mundart kaum realisiert worden wäre. Nicht nur durch die Kostüme von Beate Fassnacht (der Name ist echt und verbürgt) wird das Geschehen ein wenig an die Konstanzer Strassenfasnacht angekoppelt, auch der Auftritt des langjährigen Fasnachts-Aktiven Norbert Heizmann ist ein Signal für die volkstümlichen Ansätze dieses Spiels, das die Stadt und ihre Bewohner zu Theaterleuten macht, die mehr als Laiendarsteller sind. Vier Musikanten der Konstanzer Gassefegger intonieren so etwas wie eine Konstanzer Variante des New-Orleans-Dixieland, der bei Beerdigungszügen gespielt wurde, und mit Bernd Konrad wurde ein leibhaftiger Jazzprofessor dafür gewonnen, mit seinem Saxofon durch die Szenen zu streifen und den Spielmann abzugeben, der zum letzten Tanz bittet.
Das ganze bunte Leben
Frank Lettenewitsch hat aus dem Vollen geschöpft, er lässt Motorräder über den Platz rattern, Nachbarn aus den Fenstern wettern, Feuerwehr und Polizei auffahren. Und auch einen Leichenwagen, dem der Zug der Trauernden jedoch nur so lange folgt, bis es im Toilettenhäuschen nebenan brennt und die Feuerwehr mal wieder ausrücken muss. Und so ist es dann wohl doch das bunte Leben, das einstweilen über den Tod gesiegt hat. Und das geht auch ganz in Ordnung so, immerhin ist der Duttle nun gut aufgehoben. Meint der Herr Pfarrer, und der kann sich der göttlichen Offenbarung schliesslich sicher sein. Weitere Vorstellungen
12. Juli bis 5. August. Auskunft Theater Konstanz. Quelle: Thurgauerzeitung
9. Juli 2007
Kressbronn: Traumschiff bleibt noch im Hafen
Das Luxus-Schiff ist ein einziges Superlativ: Mit Innenplätzen für 1000 Passagiere sprengt es alle Dimensionen auf dem Bodensee. Eine schwebende Bühne, zwei Sonnendecks und 1000 Quadratmeter Verglasung sollen die "MS Sonnenkönigin" zum Traumschiff machen. Am Samstag stellte Auftraggeber Walter Klaus das im Rohbau befindliche Schiff in Kressbronn vor. Wegen weiterer Ausstattungsdetails verzögert sich die Fertigstellung.Das Heck des größten Bodensee-Fahrgast-Schiffs ragt nun nicht mehr 30 Meter aus der Fertigungshalle der Bodan-Werft heraus. Die "MS Sonnenkönigin", in die 500 Tonnen Stahl verbaut wurden, kam am 28. Juni ins Wasser und wurde zur Fertigstellung in den Hafen der Kressbronner Werft geschleppt. Der Ausbau ist keine leichte Übung, schließlich soll das Innenleben des futuristisch anmutenden Dampfers wie ein Traumschiff glänzen. Zudem möchten die Besitzer, die "MS Sonnenkönigin" als Theater, Konzert- und Festsaal, als Laufsteg bei Modenschauen oder als Tagungszentrum nutzen. Herzstücke der Technik sind deshalb eine ausfahrbare Bühne und eine Tribüne auf dem Hauptdeck; sie machen die beiden Oberdecks zu Theaterbalkonen. Die Räume erstrecken sich über vier Decks, mehrere Bars, eine Lounge sowie eine ausgefeilte Lichtanlage, die ganze Metallflächen zum Leuchten bringt, sorgen für edles Ambiente. Auch die Ausstattung der Küche wird perfekt und geräumig ausfallen. Den Passagieren werden frisch zubereitete Speisen serviert, während sie den Blick durch großzügige Fensterflächen - insgesamt 1000 Quadratmeter Glas - genießen.
Die Vermarktung der "MS Sonnenkönigin" erfolgt über die eigens gegründete Sonnenkönigin AG in St. Gallen. An dieser Gesellschaft sollen neben der mehrheitlich beteiligten Silvretta Nova Gruppe - in jener befindet sich unter anderem die Vorarlberg-Lines (Österreichische Bodenseeschifffahrt) - auch jene Schweizer Gesellschafter beteiligt werden, mit denen Walter Klaus bereits bei der SBS AG (größter Schweizer Schifffahrtsbetrieb auf dem Bodensee) ein Engagement eingegangen ist. "Wir wollen eine einzigartige Location für exklusive Events auf internationalem Niveau bieten", sagte Tourismus-Unternehmer und Auftraggeber Walter Klaus am Samstag bei der Präsentation des Rohbaus der "Sonnenkönigin" in Kressbronn.
Miteigentümer des Schiffs, Hermann Hess, Präsident der Hess Investment, Amriswil, und Verwaltungspräsident der Schweizerischen Bodensee-Schiffahrtsgesellschaft (SBS), bemerkte, dass damit der Bodensee um eine Attraktion reicher wird: "Die Produktidee von Walter Klaus öffnet uns Türen zu völlig neuen Ufern." So könnten auch die Heimathäfen des neuen Schiffs, Bregenz, Rorschach und Romanshorn, viel besser vermarktet werden. Der Friedrichshafener Oberbürgermeister Josef Büchelmeier lobte die zielstrebige Orientierung der Eigner in die Zukunft.
Im Februar 2006 entschied sich Auftraggeber Walter Klaus für die Bodan-Werft als Geburtsstätte der "Sonnenkönigin". Der 73-jährige Montafoner Touristik-Unternehmer hatte das "schlüsselfertige Produkt" in einfacher Ausstattung zum Festpreis in der Größenordnung von acht Millionen Euro geordert. Mittlerweile kam ein deutliches Plus an Ausstattung dazu, der Preis stieg. Ursprünglich sollte die "MS Sonnenkönigin" bereits in der Saison 2007 in See stechen. Jetzt ist man zuversichtlich, dass es im nächsten Sommer endlich heißt: Leinen los!
Der Flottenkönig Walter Klaus
Der Tourismusunternehmer Walter Klaus darf für den österreichischen und Schweizer Teil des Bodensees durchaus als Flottenkönig bezeichnet werden. Klaus (73) ist Chef der Nova-Gruppe in St. Gallenkirch/Montafon, die Skibetriebe in Österreich unterhält. 2006 hat Klaus die halbe Bodenseeschifffahrt aufgekauft. Zusammen mit einer Gruppe Thurgauer Unternehmer erwarb Klaus unter dem Namen Interessengemeinschaft Bodensee-Schifffahrt Schweiz (IGB) von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) die eidgenössische Flotte.
Klaus ist größter Einzelinvestor, hat aber nicht die Mehrheit an der IBG Klaus. An der Übernahme der Schweizer Flotte waren auch die Konstanzer Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) interessiert, sie kamen aber nicht zum Zuge. 2005 hatte Walter Klaus mit der Vorarlberger Illwerke AG von den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) die Bodenseeschifffahrt am österreichischen Ufer übernommen. Klaus verfügt über einen Flottenverband von 16 Schiffen. Die BSB besitzen 14 Ausflugsschiffe und betreiben die Fähr-Verbindung Konstanz-Meersburg.
Quelle: Südkurier
Mehr als eine Million neue Fahrgäste
Der öffentliche Verkehr im Thurgau hat 2006 wieder deutlich mehr Personen befördert als im Vorjahr. Der Anstieg beträgt 4,9 Prozent.Insgesamt zählten Bahn, Bus und Schiff im vergangenen Jahr 26,8 Millionen Fahrgäste. Seit dem markanten Angebotsausbau auf den Beginn des Fahrplans 2005 stieg die Zahl der Passagiere laut Mitteilung der kantonalen Abteilung Öffentlicher Verkehr (ÖV) innerhalb von zwei Jahren um über drei Millionen. Dies zeigen die soeben erschienenen Passagierzahlen aller Transportunternehmen im Thurgau.
Das Angebot des öffentlichen Verkehrs im Kanton Thurgau erfuhr mit der Umsetzung der ersten Etappe von Bahn 2000 auf den 12. Dezember 2004 eine wesentliche Erweiterung. Dichtere Fahrpläne und neue Linien führten gemäss der Abteilung ÖV zwischen 2004 und 2006 zu einer Leistungssteigerung der öffentlichen Verkehrsmittel um 1,8 Millionen Kilometer oder 17,6 Prozent. Im Fahrplan 2006 legten Bahn, Bus und Schiff 12 Millionen Kilometer zurück.
Die Bahn in Poleposition
Der Ausbau des ÖV scheint Wirkung zu zeigen. Die Thurgauerinnen und Thurgauer nutzten Bahn und Bus deutlich stärker als in den Vorjahren. Im Jahr 2005 betrug die Zunahme gar 1,8 Millionen Passagiere (plus 7,5 Prozent). Im Vergleich zu 2004 waren im vergangenen Jahr 3,1 Millionen Menschen mehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Die grosse Mehrheit der Reisenden im Thurgau ist mit der Bahn unterwegs, nämlich 18,2 Millionen oder 68 Prozent. Die Thurtallinie Romanshorn–Winterthur weist mit 7,3 Millionen Passagieren das grösste Verkehrsaufkommen auf, gefolgt von der Seelinie Schaffhausen–Romanshorn mit 2,4 Millionen und Romanshorn–St. Gallen mit 1,8 Millionen.
Die regionalen Buslinien zählten insgesamt 4,8 Millionen Kunden. Die beiden Stadtbusbetriebe in Frauenfeld und Kreuzlingen beförderten 2,7 Millionen Passagiere. Wie die Abteilung ÖV 2006 mitteilt, zählten die regionalen Bahn- und Buslinien gesamthaft 197 Millionen Personenkilometer. Im Vergleich zum Vorjahr entspreche dies einer Steigerung um 11,52 Millionen. Dieser Zuwachs sei fast doppelt so gross wie der schweizerische Durchschnitt der SBB von 3,2 Prozent.
Die Broschüre «Der Öffentliche Verkehr in Zahlen, Ausgabe 2007» kann bestellt oder heruntergeladen werden unter: Thurgaumobil
Quelle: Thurgauerzeitung
7. Juli 2007
Konstanz: Kinder dürfen Bus gestalten
Freut sich auf viele Kunstwerke: Peter Herrmann, der Manager des Lago-Einkaufszentrums, lädt zur Kinder-Malaktion ein. Alle Bilder werden zu einer Collage zusammengefügt, die dann für einige Monate auf einem Stadtbus in Konstanz herumfährt. Bild: HanserKinder aus Konstanz und Umgebung haben die Chance, das größte rollende Kunstwerk weit und breit zu gestalten. Das Einkaufszentrum Lago startet eine Malaktion, deren Ergebnis auf einem Stadtbus präsentiert wird. Das Lago, das die Werbefläche ohnehin schon bezahlt hat, erhofft sich damit eine noch bessere Verankerung in Familien.
Wenn es um die Kreativität von Kindern geht, kommt Lago-Chef Peter Herrmann schnell ins Schwärmen. Selbst Vater, hat er beobachtet, dass Kinder oft Dinge malen, die auch gestandene Erwachsene überraschen und entzücken. Und nachdem das Einkaufszentrum ohnehin zwei Stadtbusse als Werbefläche gemietet hat, kam er auf die Idee, einen davon jungen Künstlern zur Verfügung zu stellen - unterstützt auch vom SÜDKURIER.
Während der gesamten nächsten Woche ist im Lago eine extra Aktionsfläche aufgebaut, die die Kinder nutzen können. Sie erhalten Malbögen im Format DIN A 2 sowie Stifte und können an Tischen ihren Ideen freien Lauf lassen - mit einer einzigen Vorgabe: Die Bilder sollen rund ums Thema Sommer, Sonne, Ferien kreisen. Die Kunstwerke werden dann gesammelt und von einer Werbeagentur professionell zu einer Collage verarbeitet, die sich über die beiden Seiten des Busses ziehen wird. "Für uns ist dieser Auftritt eine schöne Abwechslung zur sonstigen Werbung, sagt Herrmann: "Das Lago soll dabei ganz bewusst im Hintergrund stehen."
Die Stadtwerke sind mit an Bord, und Geschäftsführer Konrad Romer, Geschäftsbereichsleiter Busbetriebe, freut sich schon jetzt auf das Ergebnis: "Eine tolle Idee." Auch Peter Herrmann ist schon neugierig und voller Vorfreude: "Dann haben wir in Konstanz einen farbenfrohen Bus, der das Stadtbild prägen wird." Er ist überzeugt: "Das wird der tollste Kinderkunst-Bus am Bodensee." Wie das rollende Kunstwerk aussieht, erfahren die Jungkünstler und alle Interessierten am 28. Juli um 12 Uhr auf dem Lago-Vorplatz während eines großen Kinderfestes. Damit alle das von Kinderhand gestaltete Riesenkunstwerk bewundern können, sind dann Postkarten mit dem Busmotiv erhältlich - für die Kinder auch eine Erinnerung, da der Kunstbus nur einige Monate durch die Stadt fahren wird.
Ein Wettbewerb, sagt Herrmann, soll die Malaktion bewusst nicht sein: Wer sollte über die Qualität der Kinderarbeiten urteilen? Zudem solle kein Leistungsdruck entstehen, so der Lago-Manager. Auf die Woche mit vielen Kindern im Haus freut er sich natürlich nicht nur, weil er etwas für Familien übrig hat: "Für uns hat die Aktion natürlich auch einen werblichen Aspekt", räumt Herrmann ein. Da lohnt sich dann offenbar auch der Aufwand, einen ganzen Stadtbus neu gestalten zu lassen - immerhin soll er das größte rollende Kunstwerk in der ganzen Region werden. Quelle: Südkurier
Konstanz: Thurbo sieht Potenzial
Die Schweizer Regionalbahn Thurbo hat auch bei Nachtschwärmern, Festbesuchern und Ausflüglern ein Superimage - nur die Konstanzer merken davon nichts.Das ist das Ergebnis einer Studie der Universitäten Konstanz und Basel. Thurbo-Chef Ernst Boos will nun einen besseren Abendverkehr von und nach Konstanz prüfen.
Für die Studie waren 5000 Menschen an Thurbo-Strecken in der Schweiz und in Konstanz befragt worden. Die Grenze spiegelt sich in den Ergebnissen wieder: So nutzen über die Hälfte der Schweizer Befragten den Zug, wenn sie abends ausgehen oder Feste besuchen. Mit einer Ausnahme: "Die Schweizer fahren nicht mit der Bahn nach Konstanz, da nutzen sie überwiegend den eigenen Wagen", sagte Professor Friedrich Rosenkranz. Grund sei wohl die schlechte Anbindung. Auch eine fehlende Abstimmung mit dem Bus sei genannt worden.
Thurbo-Geschäftsführer Boos räumte ein, im Vergleich zum dichten Fahrplan am Tag sei das Angebot in Konstanz am Abend schwach. "Es gibt erste Projekte, dies zu verbessern", sagte er. Es sei noch zu früh für Details. Aber das Potential sei erkannt. Die Befragten nannten in der Studie Konstanz als viertwichtigste Ausgehstadt nach St. Gallen, Zürich und Winterthur. Ein Drittel der Schweizer im Thurbo-Gebiet zieht es nach der Studie abends auch einmal über die Grenze nach Konstanz.
Trotz der Autofahrten nach Konstanz: Die Studie zeigt, dass Schweizer die Bahn grundsätzlich in der Freizeit als Verkehrsmittel akzeptieren. Der Thurbo-Nightliner für Nachtschwärmer wurde von 20 Prozent der Befragten in der Schweiz genutzt. In Konstanz gaben dies nur sieben Prozent an. Auch die Schweizer Thurbo-Fahrten zu Ausflugszielen oder Großereignissen sind jenseits der Grenze kaum bekannt. "Die Konstanzer Bevölkerung wird bisher sehr wenig beworben", heißt es in der Studie. Sie empfiehlt der Bahn, sich bekannter zu machen. Die Stadt Konstanz mache zehn Prozent des Kundenpotentials für Thurbo aus, der Kreis Konstanz 20 Prozent. Wichtig sei, Konstanzer für Veranstaltungen in der Schweiz zu gewinnen. Die besten Wege seien Zeitungsanzeigen, Internet und Tipps von Freunden.
Am 580 Kilometer langen Thurbo-Netz wohnen knapp 900'000 Menschen. Jedes Jahr befördert die Bahn 23 Millionen Fahrgäste. Die Studie sollte zeigen, ob und wie die Thurbo AG auch als Bahn für Freizeit- und Nachleben wahrgenommen wird. Top-Ereignisse am Netz von Thurbo sind laut Umfrage mit weitem Abstand das Seenachtfest in Konstanz und Kreuzlingen sowie die Verbrauchermesse Olma und das Openair in St. Gallen.
Die Studie entstand im Rahmen eines Seminars, an dem zwölf Studenten aus Basel und drei aus Konstanz teilnahmen. Rosenkranz hatte ähnliche Projekte für die Schweizer Bundesbahn und die Deutsche Bahn umgesetzt. "Die Befragten sehen die Thurbo sehr positiv", sagte der Professor. Die Werte seien besser als branchenüblich. Quelle: Südkurier
Neue T14 mit einer neuen Linienführung
Aktionsplakat aus der letzten Abstimmung 2005, Bild SVP Thurgau, Resultat Kanton >, Resultat von der Umfahrung Kreuzlingen >Im Jahr 2010 soll das Thurgauervolk erneut über die T14 abstimmen. Die Raumplanungskommission baut auf eine Hochleistungsstrasse – mit neuer Linienführung.
Frauenfeld
«Jetzt können wir die Katze aus dem Sack lassen»: Fast zwei Jahre nach dem Volksnein zur T14 stellte CVP-Kantonsrat Armin Eugster als Präsident der grossrätlichen Raumplanungskommission gestern Donnerstag 6. Juni 2007 ihre Lösung vor: Gemeinsam erarbeiteten Kommissionsmitglieder und Tiefbauamt das Projekt, das allerdings nur zu einem kleinen Teil auf dem bestehenden Strassentrassee beruht. Mit neun bürgerlichen zu drei Stimmen von SP und Grünen spricht sich die Kommission für eine neue Hochleistungsstrasse von Bonau nach Arbon aus. Das jetzige Projekt mit neuer Linienführung sei die optimalste Lösung und beruhe wenigstens von Bonau bis Märstetten auf dem bestehenden Trassee, betonten Eugster und Regierungspräsident Hans Peter Ruprecht.
Strasse näher an den Orten
Zwischen Märstetten und Weinfelden soll sie südlich der Bahn verlaufen, dann nordwärts in einen Ottenbergtunnel münden und dann ortsnah nördlich von Bürglen bis Erlen führen (siehe Karten). Bis Amriswil läuft die Strecke der Bahn entlang, der Ort wird ortsnah nördlich umfahren, um dann der Bahnlinie zum Industriegebiet Romanshorn zu folgen. Dort wird die neue T14 südöstlich zum Anschluss Arbon West geführt.
Die Kommission habe alle Vorschläge geprüft, auch die der T14-Gegner, erklärte Eugster. Die Mehrheit habe aber realisiert, dass es sich nur um Vorstellungen und nicht um Lösungen handle. Die Tieferlegung bestehender Strassen sei baulich viel zu aufwendig und kompliziert. Und mit der Trennung von Langsam- und Schnellverkehr würden bestehende Strassen doppelt so breit, was in den Orten nicht machbar sei.
Um den Schnell- konsequent vom Langsamverkehr zu trennen, brauche es daher eine Hochleistungsstrasse ohne Kreuzungen und mit niveaufreien Anschlüssen – auch um die Sicherheit zu gewährleisten, ergänzte Kantonsingenieur Andy Heller. Zudem seien Leistungsfähigkeit und Transportqualität bei einer Hochleistungsstrasse besser. Die neue T14 soll zweispurig sein, in etwa der Umfahrung Arbon entsprechen und ein Tempo von 80 bis 100 Stundenkilometern ermöglichen.
Deutliche Entlastung
Die Entlastungswirkung sei so und mit der siedlungsnahen Variante wesentlich grösser und liege zwischen 50 und 90 Prozent, so Heller und Eugster. Auf der T14 sollen zwischen Weinfelden und Amriswil rund 10 000 Autos und zwischen Amriswil und Arbon 20 000 Autos täglich verkehren, wodurch auch die Seestrasse um einen Drittel entlastet werde. Einzig Langrickenbach müsse eine Mehrbelastung und 6400 Fahrzeuge pro Tag gewärtigen.
Die Regierung wird die T14-Botschaft mit dem überarbeiteten Richtplan dem Grossen Rat unterbreiten, der 2008 entscheiden dürfte. 2010 soll das Volk abstimmen, weil bis dann die Finanzierung geklärt sei (siehe nachfolgend). Im besten Fall könne man 2014 mit dem Bau beginnen.
T14 soll 800 Millionen kosten
Bei der ersten Vorlage ging der Kanton von 500 bis 600 Millionen Franken aus, die neue T14 soll nun rund 800 Millionen Franken kosten. Die Strasse sei nicht viel teurer, vielmehr habe das Tiefbauamt alle flankierenden Massnahmen einberechnet, versicherte Baudirektor Hans Peter Ruprecht.
Die Regierung will das Projekt 2010 vorlegen, dann soll feststehen, ob der Bund die T14 oder die T13 am See in sein Grundnetz aufnimmt. Falls die T14 nur im Ergänzungsnetz figuriert, gäbe es lediglich Globalbeiträge des Bundes. Ruprecht hofft aber, dass die T14 vom Agglomerationsprogramm des Bundes profitieren kann. Der Bund werde einen Drittel bis die Hälfte der Kosten tragen, den Rest soll der Thurgau aus den 60 Millionen Franken finanzieren, die er jährlich an Strassenabgaben einnimmt. Die Gemeinden sollen nichts zahlen.
Quelle: Thurgauerzeitung
Frauenfeld
«Jetzt können wir die Katze aus dem Sack lassen»: Fast zwei Jahre nach dem Volksnein zur T14 stellte CVP-Kantonsrat Armin Eugster als Präsident der grossrätlichen Raumplanungskommission gestern Donnerstag 6. Juni 2007 ihre Lösung vor: Gemeinsam erarbeiteten Kommissionsmitglieder und Tiefbauamt das Projekt, das allerdings nur zu einem kleinen Teil auf dem bestehenden Strassentrassee beruht. Mit neun bürgerlichen zu drei Stimmen von SP und Grünen spricht sich die Kommission für eine neue Hochleistungsstrasse von Bonau nach Arbon aus. Das jetzige Projekt mit neuer Linienführung sei die optimalste Lösung und beruhe wenigstens von Bonau bis Märstetten auf dem bestehenden Trassee, betonten Eugster und Regierungspräsident Hans Peter Ruprecht.
Strasse näher an den Orten
Zwischen Märstetten und Weinfelden soll sie südlich der Bahn verlaufen, dann nordwärts in einen Ottenbergtunnel münden und dann ortsnah nördlich von Bürglen bis Erlen führen (siehe Karten). Bis Amriswil läuft die Strecke der Bahn entlang, der Ort wird ortsnah nördlich umfahren, um dann der Bahnlinie zum Industriegebiet Romanshorn zu folgen. Dort wird die neue T14 südöstlich zum Anschluss Arbon West geführt.
Die Kommission habe alle Vorschläge geprüft, auch die der T14-Gegner, erklärte Eugster. Die Mehrheit habe aber realisiert, dass es sich nur um Vorstellungen und nicht um Lösungen handle. Die Tieferlegung bestehender Strassen sei baulich viel zu aufwendig und kompliziert. Und mit der Trennung von Langsam- und Schnellverkehr würden bestehende Strassen doppelt so breit, was in den Orten nicht machbar sei.
Um den Schnell- konsequent vom Langsamverkehr zu trennen, brauche es daher eine Hochleistungsstrasse ohne Kreuzungen und mit niveaufreien Anschlüssen – auch um die Sicherheit zu gewährleisten, ergänzte Kantonsingenieur Andy Heller. Zudem seien Leistungsfähigkeit und Transportqualität bei einer Hochleistungsstrasse besser. Die neue T14 soll zweispurig sein, in etwa der Umfahrung Arbon entsprechen und ein Tempo von 80 bis 100 Stundenkilometern ermöglichen.
Deutliche Entlastung
Die Entlastungswirkung sei so und mit der siedlungsnahen Variante wesentlich grösser und liege zwischen 50 und 90 Prozent, so Heller und Eugster. Auf der T14 sollen zwischen Weinfelden und Amriswil rund 10 000 Autos und zwischen Amriswil und Arbon 20 000 Autos täglich verkehren, wodurch auch die Seestrasse um einen Drittel entlastet werde. Einzig Langrickenbach müsse eine Mehrbelastung und 6400 Fahrzeuge pro Tag gewärtigen.
Die Regierung wird die T14-Botschaft mit dem überarbeiteten Richtplan dem Grossen Rat unterbreiten, der 2008 entscheiden dürfte. 2010 soll das Volk abstimmen, weil bis dann die Finanzierung geklärt sei (siehe nachfolgend). Im besten Fall könne man 2014 mit dem Bau beginnen.
T14 soll 800 Millionen kosten
Bei der ersten Vorlage ging der Kanton von 500 bis 600 Millionen Franken aus, die neue T14 soll nun rund 800 Millionen Franken kosten. Die Strasse sei nicht viel teurer, vielmehr habe das Tiefbauamt alle flankierenden Massnahmen einberechnet, versicherte Baudirektor Hans Peter Ruprecht.
Die Regierung will das Projekt 2010 vorlegen, dann soll feststehen, ob der Bund die T14 oder die T13 am See in sein Grundnetz aufnimmt. Falls die T14 nur im Ergänzungsnetz figuriert, gäbe es lediglich Globalbeiträge des Bundes. Ruprecht hofft aber, dass die T14 vom Agglomerationsprogramm des Bundes profitieren kann. Der Bund werde einen Drittel bis die Hälfte der Kosten tragen, den Rest soll der Thurgau aus den 60 Millionen Franken finanzieren, die er jährlich an Strassenabgaben einnimmt. Die Gemeinden sollen nichts zahlen.
Quelle: Thurgauerzeitung
Kreuzlingen mit Seestrasse nach Romanshorn vergessen?
Der immer stärker werdende Verkehr ab dem neuen Hauptzoll müsste durch den Girsbergtunnel über den Kreisel oberhalb Kreuzlingen mit einer Umfahrungsstrasse in diese neue T14 geführt werden und nicht wieder in die Hauptstrasse 13 irgendwo beim Spital Münsterlingen. Wenn dies nicht gelöst wird, hat auch diese Variante vor dem Volk keine Chance! "Die T13 lässt grüssen". (Anmerkung sgbodensee.ch)
Der immer stärker werdende Verkehr ab dem neuen Hauptzoll müsste durch den Girsbergtunnel über den Kreisel oberhalb Kreuzlingen mit einer Umfahrungsstrasse in diese neue T14 geführt werden und nicht wieder in die Hauptstrasse 13 irgendwo beim Spital Münsterlingen. Wenn dies nicht gelöst wird, hat auch diese Variante vor dem Volk keine Chance! "Die T13 lässt grüssen". (Anmerkung sgbodensee.ch)
6. Juli 2007
See freut sich, Beeren leiden
Aprilwetter im Juli: Dem Bodensee tut es gut, die Beeren und Kartoffeln leiden aber unter der Nässe und den tiefen Temperaturen.
Jetzt könnte der Sommer endlich kommen. Lange genug hat er uns auf die Folter gespannt, nach seinem vielversprechenden Debüt im April. Aber dann ging es auf und ab mit den Temperaturen wie auf einer Achterbahn und zwischendrin gab es immer mal wieder eine kräftige Regen-Dusche. Das war auch gut so, meint Romeo Favero vom kantonalen Amt für Wasserwirtschaft. Wäre es so trocken und heiss geblieben, wie der Frühling sich angekündigt hatte, hätte es kritisch werden können. Dem Bodensee wie auch dem Grundwasserpegel hat der Regen jedenfalls gut getan. Der Grundwasserstand habe sich erholt und allmählich sei der normale Pegelstand wieder erreicht, sagt Favero.
Es fehlt ein halber Meter
Der Bodensee hat zwar im Juni um die 30 Zentimeter aufgeholt, doch zum Mittelwert der letzten 125 Jahre fehlt noch immer ein halber Meter. Favero erklärt den niedrigen Wasserstand damit, dass dieses Jahr die Schneeschmelze ausgefallen ist.
Alles im grünen Bereich gilt auch für die Thur, trotz ergiebigen Niederschlägen führt sie 110 Kubikmeter pro Sekunde. Sie ist also meilenweit von der gefährlichen Grenze entfernt. «Ab 900 bis 1000 Kubikmeter pro Sekunde wird es langsam eng», sagt Favero.Hans Stettler, der Chef des Thurgauer Landwirtschaftsamtes, findet Regen grundsätzlich auch gut. Die Kombination von Hitze und Nässe, wie sie in den letzten Wochen immer wieder der Fall war, sei aber auch ein ideales Klima für allerlei Krankheiten. Die gefährlichste davon ist der Feuerbrand, der in den Obstgärten einfach nicht zum Stillstand kommt. Aber auch Mehltau und Krautfäule vermehren sich geradezu prächtig. Besonders Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten würden unter dem launischen Wetter leiden.
Einbussen bei der Ernte
Eigentlich müssten sich die Landwirte dringend um ihre Pflanzen kümmern. Doch wegen der nassen Böden seien viele Arbeiten gar nicht möglich. «Es ist ein bisschen zum Verzweifeln», sagt Stettler. Er befürchtet für dieses Jahr deshalb schon jetzt «empfindliche Ernte-Einbussen».
Das kann Peter Konrad nur unterschreiben. «Der Vorsprung, den wir im Frühling hatten, ist dahin», sagt der Chef der Fachstelle Gemüse- und Beerenbau am landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg. Im Gegenteil: Die Beeren, die jetzt Hochsaison haben sollten, «dümpeln zögernd vor sich hin». Wenn es kalt ist, dann wachsen die Kulturen langsamer. Mit dem Ergebnis, dass für einen Juli ungewöhnlich viele Gesuche auf Gemüse-Importe gestellt worden sind. Quelle: Thurgauerzeitung
Jetzt könnte der Sommer endlich kommen. Lange genug hat er uns auf die Folter gespannt, nach seinem vielversprechenden Debüt im April. Aber dann ging es auf und ab mit den Temperaturen wie auf einer Achterbahn und zwischendrin gab es immer mal wieder eine kräftige Regen-Dusche. Das war auch gut so, meint Romeo Favero vom kantonalen Amt für Wasserwirtschaft. Wäre es so trocken und heiss geblieben, wie der Frühling sich angekündigt hatte, hätte es kritisch werden können. Dem Bodensee wie auch dem Grundwasserpegel hat der Regen jedenfalls gut getan. Der Grundwasserstand habe sich erholt und allmählich sei der normale Pegelstand wieder erreicht, sagt Favero.
Es fehlt ein halber Meter
Der Bodensee hat zwar im Juni um die 30 Zentimeter aufgeholt, doch zum Mittelwert der letzten 125 Jahre fehlt noch immer ein halber Meter. Favero erklärt den niedrigen Wasserstand damit, dass dieses Jahr die Schneeschmelze ausgefallen ist.
Alles im grünen Bereich gilt auch für die Thur, trotz ergiebigen Niederschlägen führt sie 110 Kubikmeter pro Sekunde. Sie ist also meilenweit von der gefährlichen Grenze entfernt. «Ab 900 bis 1000 Kubikmeter pro Sekunde wird es langsam eng», sagt Favero.Hans Stettler, der Chef des Thurgauer Landwirtschaftsamtes, findet Regen grundsätzlich auch gut. Die Kombination von Hitze und Nässe, wie sie in den letzten Wochen immer wieder der Fall war, sei aber auch ein ideales Klima für allerlei Krankheiten. Die gefährlichste davon ist der Feuerbrand, der in den Obstgärten einfach nicht zum Stillstand kommt. Aber auch Mehltau und Krautfäule vermehren sich geradezu prächtig. Besonders Nachtschattengewächse wie Kartoffeln oder Tomaten würden unter dem launischen Wetter leiden.
Einbussen bei der Ernte
Eigentlich müssten sich die Landwirte dringend um ihre Pflanzen kümmern. Doch wegen der nassen Böden seien viele Arbeiten gar nicht möglich. «Es ist ein bisschen zum Verzweifeln», sagt Stettler. Er befürchtet für dieses Jahr deshalb schon jetzt «empfindliche Ernte-Einbussen».
Das kann Peter Konrad nur unterschreiben. «Der Vorsprung, den wir im Frühling hatten, ist dahin», sagt der Chef der Fachstelle Gemüse- und Beerenbau am landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg. Im Gegenteil: Die Beeren, die jetzt Hochsaison haben sollten, «dümpeln zögernd vor sich hin». Wenn es kalt ist, dann wachsen die Kulturen langsamer. Mit dem Ergebnis, dass für einen Juli ungewöhnlich viele Gesuche auf Gemüse-Importe gestellt worden sind. Quelle: Thurgauerzeitung
2000 Tonnen Stahl für AFG-Arena
Die Romanshorner Ernst Fischer AG erstellt die Träger für die Konstruktion der St. Galler AFG-Arena. 150 bis 200 Transporte werden nötig sein, um die Teile auf die Baustelle zu bringen.
Romanshorn – «Es ist natürlich ein spezielles Gefühl, für das neue St. Galler Fussballstadion zu arbeiten. Im gleichen Atemzug wird einem aber auch die Verantwortung bewusst, die damit einhergeht», sagt Roland Gutjahr. Er ist Mitinhaber und CEO der Romanshorner Ernst Fischer AG. Die vor über 80 Jahren gegründete Firma arbeitet im Moment mit Hochdruck an einem für die ganze Ostschweiz wichtigen Projekt mit: Sie plant und produziert im Auftrag der Generalunternehmerin HRS die Stahlkonstruktion für die in Entstehung begriffene AFG-Arena in St. Gallen.
Auf den Zug aufgesprungen
In der ersten Phase der Arbeitsausschreibungen fürs Stadion machte die Ernst Fischer AG nicht mit. «Erst in einer zweiten Phase wurden wir eingeladen, Vorschläge und ein Angebot zu unterbreiten. Schliesslich erhielten wir den Zuschlag für die Stahlkonstruktion, deren Montage und das Dach», blickt Gutjahr zurück. Der Auftrag der Ernst Fischer AG, die rund 100 Mitarbeiter und zwölf Lehrlinge beschäftigt: Rohen Flachstahl und Blech zu riesigen Trägern verschweissen. Auch bei der bereits abgeschlossenen Fertigung der Stahlkonstruktion für die Ikea, die ans Stadion angegliedert ist, war die Romanshorner Firma zum Zug gekommen. Das Volumen für die beiden Aufträge beträgt rund 8 Millionen Franken – «einer der grössten Aufträge in der Geschichte unserer Firma», so Roland Gutjahr.
Wie sieht die Etappierung dieses Grossauftrags aus? Roland Gutjahr: «Den Auftrag haben wir letztes Jahr im Spätsommer erhalten und dann sofort mit der Planung begonnen.» Aufgrund der aktuellen Materialknappheit auf dem Rohstoffmarkt habe die Firma dann rund ein halbes Jahr auf die Anlieferung des Materials in Romanshorn warten müssen. «Wir haben im Vorfeld eine neuartige Schweiss-maschine angeschafft und können deshalb die überaus grossen Träger wirtschaftlich verarbeiten», hält er fest. Rund 50 Prozent der Träger seien bisher fertig – «es wird jetzt laufend weiterproduziert, damit wir im August oder September mit der Montage beginnen können. Damit ein wirtschaftlicher Ablauf gewährleistet ist, muss bei Montagebeginn alles zu 90 Prozent vorproduziert sein.»
«Übersteigt das Übliche»
Um die Stahlträger von Romanshorn nach St. Gallen zu führen, werden laut Roland Gutjahr rund 150 bis 200 Transporte nötig sein. Auf der Baustelle werden die Teile dann mit einem Kran montiert. Darin liegt für Roland Gutjahr auch eine der grössten Herausforderungen – «ich bin froh, dass wir diesbezüglich auch mit der Firma Fitech aus Amriswil zusammenarbeiten können», sagt er. Ebenfalls herausfordernd sei die ganze Dimension des Auftrags: «Sie übersteigt das Übliche um ein Vielfaches», hält Gutjahr fest. So wiegen die schwersten Einzelteile für die Stadion-Stahlkonstruk-tion rund 10 Tonnen, die längsten sind etwa 25 Meter lang. Quelle: Thurgauerzeitung
Romanshorn – «Es ist natürlich ein spezielles Gefühl, für das neue St. Galler Fussballstadion zu arbeiten. Im gleichen Atemzug wird einem aber auch die Verantwortung bewusst, die damit einhergeht», sagt Roland Gutjahr. Er ist Mitinhaber und CEO der Romanshorner Ernst Fischer AG. Die vor über 80 Jahren gegründete Firma arbeitet im Moment mit Hochdruck an einem für die ganze Ostschweiz wichtigen Projekt mit: Sie plant und produziert im Auftrag der Generalunternehmerin HRS die Stahlkonstruktion für die in Entstehung begriffene AFG-Arena in St. Gallen.
Auf den Zug aufgesprungen
In der ersten Phase der Arbeitsausschreibungen fürs Stadion machte die Ernst Fischer AG nicht mit. «Erst in einer zweiten Phase wurden wir eingeladen, Vorschläge und ein Angebot zu unterbreiten. Schliesslich erhielten wir den Zuschlag für die Stahlkonstruktion, deren Montage und das Dach», blickt Gutjahr zurück. Der Auftrag der Ernst Fischer AG, die rund 100 Mitarbeiter und zwölf Lehrlinge beschäftigt: Rohen Flachstahl und Blech zu riesigen Trägern verschweissen. Auch bei der bereits abgeschlossenen Fertigung der Stahlkonstruktion für die Ikea, die ans Stadion angegliedert ist, war die Romanshorner Firma zum Zug gekommen. Das Volumen für die beiden Aufträge beträgt rund 8 Millionen Franken – «einer der grössten Aufträge in der Geschichte unserer Firma», so Roland Gutjahr.
Wie sieht die Etappierung dieses Grossauftrags aus? Roland Gutjahr: «Den Auftrag haben wir letztes Jahr im Spätsommer erhalten und dann sofort mit der Planung begonnen.» Aufgrund der aktuellen Materialknappheit auf dem Rohstoffmarkt habe die Firma dann rund ein halbes Jahr auf die Anlieferung des Materials in Romanshorn warten müssen. «Wir haben im Vorfeld eine neuartige Schweiss-maschine angeschafft und können deshalb die überaus grossen Träger wirtschaftlich verarbeiten», hält er fest. Rund 50 Prozent der Träger seien bisher fertig – «es wird jetzt laufend weiterproduziert, damit wir im August oder September mit der Montage beginnen können. Damit ein wirtschaftlicher Ablauf gewährleistet ist, muss bei Montagebeginn alles zu 90 Prozent vorproduziert sein.»
«Übersteigt das Übliche»
Um die Stahlträger von Romanshorn nach St. Gallen zu führen, werden laut Roland Gutjahr rund 150 bis 200 Transporte nötig sein. Auf der Baustelle werden die Teile dann mit einem Kran montiert. Darin liegt für Roland Gutjahr auch eine der grössten Herausforderungen – «ich bin froh, dass wir diesbezüglich auch mit der Firma Fitech aus Amriswil zusammenarbeiten können», sagt er. Ebenfalls herausfordernd sei die ganze Dimension des Auftrags: «Sie übersteigt das Übliche um ein Vielfaches», hält Gutjahr fest. So wiegen die schwersten Einzelteile für die Stadion-Stahlkonstruk-tion rund 10 Tonnen, die längsten sind etwa 25 Meter lang. Quelle: Thurgauerzeitung
Frist verstreicht ohne Ergebnis
Die vier Sonnenecke-Gemeinden und Kemmental haben noch nicht entschieden, ob sie die Leistungsvereinbarung mit Kreuzlingen Tourismus verlängern wollen.
Der Präsident von Kreuzlingen Tourismus, Markus Baiker, hatte die noch unentschlossenen Trägergemeinden im Juni gebeten, bis Ende Monat verbindlich Stellung zu nehmen, ob sie sich auch während der nächsten vier Jahre an der Tourismus-Organisation beteiligen wollen. Dieser Aufforderung sind die Gemeinden von Sonnenecke-Tourismus – Altnau, Güttingen, Langrickenbach und Münsterlingen – sowie Kemmental noch nicht gefolgt. Rita Barth, Sprecherin der Sonnenecke-Gemeinden, verweist auf eine Sitzung mit Vertretern der vier Gemeinden, die am 11. Juli stattfinden soll. An diesem Treffen werde die Leistungsvereinbarung und das künftige Ausmass der Zusammenarbeit mit Kreuzlingen Tourismus diskutiert. Danach wolle man Kreuzlingen Tourismus mitteilen, zu welchen Bedingungen die Verlängerung der Leistungsvereinbarung möglich sei.
Auch Kemmental wartet ab
Der Entscheid der Sonnenecke-Gemeinden stehe noch aus, weil man keinen früheren Sitzungstermin habe finden können. Gleichzeitig sei man auch der Meinung, dass jetzt ein Erfahrungsaustausch stattfinden müsse, damit ein Entschluss gefällt werden könne, der für alle Beteiligten «stimme». Rita Barth betont, dass sie zuversichtlich sei, dass eine Lösung zustande komme, schliesslich sei der Tourismus wichtig für die Zukunft der gesamten Region.
Noch etwas länger dürfte es dauern, bis in der Gemeinde Kemmental ein Entscheid gefällt wird. Gemeindeammann Walter Marty erklärt auf Anfrage, dass der Gemeinderat erst im Herbst über die Verlängerung der Leistungsvereinbarung befinden werde. Man wolle nichts überstürzen und Kosten und Nutzen der Leistungsvereinbarung für die Gemeinde genau prüfen. Der Kemmentaler Gemeindeammann hofft, dass es Kreuzlingen Tourismus rasch gelingt, das Negativ-image abzuschütteln. Nach seinen Angaben steht die Gemeinde Kemmental auch in Kontakt mit den Sonnenecke-Gemeinden.
Grössere Anpassungen?
Markus Baiker betont, der Vorstand werde nach dem 11. Juli mit den Sonnenecke-Gemeinden das Gespräch suchen. Der Präsident hofft, dass eine Aussprache noch im Juli möglich ist. Auch er zeigt sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann. Die Existenz von Kreuzlingen Tourismus sei keinesfalls gefährdet. Sollten grössere Veränderungen, sprich Anpassungen der Leistungsvereinbarung, auf die Organisation zukommen, müsse das weitere Vorgehen mit allen Gemeinden noch einmal besprochen werden. Quelle: Thurgauer Zeitung
Der Präsident von Kreuzlingen Tourismus, Markus Baiker, hatte die noch unentschlossenen Trägergemeinden im Juni gebeten, bis Ende Monat verbindlich Stellung zu nehmen, ob sie sich auch während der nächsten vier Jahre an der Tourismus-Organisation beteiligen wollen. Dieser Aufforderung sind die Gemeinden von Sonnenecke-Tourismus – Altnau, Güttingen, Langrickenbach und Münsterlingen – sowie Kemmental noch nicht gefolgt. Rita Barth, Sprecherin der Sonnenecke-Gemeinden, verweist auf eine Sitzung mit Vertretern der vier Gemeinden, die am 11. Juli stattfinden soll. An diesem Treffen werde die Leistungsvereinbarung und das künftige Ausmass der Zusammenarbeit mit Kreuzlingen Tourismus diskutiert. Danach wolle man Kreuzlingen Tourismus mitteilen, zu welchen Bedingungen die Verlängerung der Leistungsvereinbarung möglich sei.
Auch Kemmental wartet ab
Der Entscheid der Sonnenecke-Gemeinden stehe noch aus, weil man keinen früheren Sitzungstermin habe finden können. Gleichzeitig sei man auch der Meinung, dass jetzt ein Erfahrungsaustausch stattfinden müsse, damit ein Entschluss gefällt werden könne, der für alle Beteiligten «stimme». Rita Barth betont, dass sie zuversichtlich sei, dass eine Lösung zustande komme, schliesslich sei der Tourismus wichtig für die Zukunft der gesamten Region.
Noch etwas länger dürfte es dauern, bis in der Gemeinde Kemmental ein Entscheid gefällt wird. Gemeindeammann Walter Marty erklärt auf Anfrage, dass der Gemeinderat erst im Herbst über die Verlängerung der Leistungsvereinbarung befinden werde. Man wolle nichts überstürzen und Kosten und Nutzen der Leistungsvereinbarung für die Gemeinde genau prüfen. Der Kemmentaler Gemeindeammann hofft, dass es Kreuzlingen Tourismus rasch gelingt, das Negativ-image abzuschütteln. Nach seinen Angaben steht die Gemeinde Kemmental auch in Kontakt mit den Sonnenecke-Gemeinden.
Grössere Anpassungen?
Markus Baiker betont, der Vorstand werde nach dem 11. Juli mit den Sonnenecke-Gemeinden das Gespräch suchen. Der Präsident hofft, dass eine Aussprache noch im Juli möglich ist. Auch er zeigt sich zuversichtlich, dass eine Lösung gefunden werden kann. Die Existenz von Kreuzlingen Tourismus sei keinesfalls gefährdet. Sollten grössere Veränderungen, sprich Anpassungen der Leistungsvereinbarung, auf die Organisation zukommen, müsse das weitere Vorgehen mit allen Gemeinden noch einmal besprochen werden. Quelle: Thurgauer Zeitung
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